Ein neues Kapitel beginnt – meine Zeit in Südafrika

Ein neues Kapitel beginnt

Eben noch war ich Urlauberin. Nun, mit Verlassen des Flughafens, bin ich das nicht mehr. Irgendwie bin ich nun ein Teil dieser großen und verrückten Stadt.

Gut zwei Wochen war ich nun zusammen mit meiner Mama in Südafrika unterwegs. Unsere Reise haben wir in Durban begonnen. Dort haben wir unseren Mietwagen entgegen genommen und sind für die nächsten zwei Tage nach Umdloti gefahren. Umdloti ist ein kleiner Badeort, nicht unweit vom Flughafen Durbans. Dort habe ich vor allem den mächtigen Indischen Ozean bewundert. Wie laut und groß Wellen sein können, habe ich erst dort begriffen. Für einen Tag ging es dann auf Safari, in den Hluhluwe Umfolozi Nationalpark. Neben Elefanten, Nashörnern und Co habe ich mich endgültig angekommen gefühlt, in Südafrika.

Nach der kurzen Stippvisite am Ozean, ging es weiter in die Berge. Ganze vier Nächte sollten wir in den Drakensbergen verbringen, an zwei verschiedenen Orten. Zunächst ging es in die südlichen Drakensberge, nach Underberg. Dort waren wir nicht nur in einem wunderschönen Cottage auf einer Farm untergebracht, sondern haben auch Lesotho erkundet. Vor allem die Fahrt über den Sani Pass nach Lesotho hat mich ungemein beeindruckt. So eine fremde Welt wartet dort oben in den Wolken, auf die Reisende.

Noch beeindruckender waren dann die nördlichen Drakensberge. Ich glaube ein bisschen habe ich mich in diesen Ort verliebt, wo wir ebenfalls zwei Nächte verbracht haben. Neben reiten und Bushmans Painting erkunden, haben wir ebenso viel Zeit mit bewundern der Berge verbracht. Einfach magisch!

Umso krasser war es dann, von der Einsamkeit und wundersamen Natur der Berge, nach Jo´burg zu reisen. Im Lebo´s Backpackers in Soweto haben wir ebenfalls zwei Nächte verbracht. Auf eine andere Art und Weise beeindruckend war eine Fahrradtour mit Locals durch Soweto.

Statt zu fliegen haben wir uns dieses Mal entschieden, den Zug nach Kapstadt zu nehmen. Diese langsame Art der Fortbewegung sollte eine ganz besondere Erfahrung werden. Statt 27 Stunden, haben wir sogar ganze 30 Stunden nach Kapstadt gebraucht. Aber alleine für die Fahrt durch die Halbwüste Karoo hat sich das gelohnt.

Aber in Kapstadt sollte unsere Reise noch nicht zu ende sein. 6 Nächte hatten Mama und ich uns noch in einem Guesthouse in Three Anchor Bay eingebucht. Dort waren wir auch schon letztes Jahr und wir haben es geliebt. Der Besitzer Burt ist einfach wahnsinnig herzlich und die Aussicht vom Guesthouse auf den Atlantik einfach wunderbar!

In diesen Tagen haben wir einiges erlebt. Wir waren Wale gucken in Hermanus, auf zwei Food Märkten in der Stadt, auf einer tollen Führung durch das Bo-Kaap und natürlich auch an der V&A.

Heute Vormittag habe ich dann tatsächlich meine Mama zum Flughafen gebracht. Ein merkwürdiges Gefühl, denn plötzlich bin ich alleine! Natürlich bin ich nicht wirklich alleine, aber trotzdem ist es erst mal komisch. Nun beginnt eben ein ganz neuer Abschnitt meiner Reise. Die nächsten 2 Monate werde ich in einem Haus in Observatory verbringen, wo andere Volunteers und Studenten leben. Ich bin extrem gespannt, wie das wird. Denn ich habe noch nie eine so lange Zeit mit anderen mir unbekannten Menschen auf einem Haufen gelebt.

Ab morgen, spätestens Übermorgen geht dann mein Praktikum los. Ich bin ebenfalls wahnsinnig gespannt, wie das wird. Ebenso freue ich mich aber, etwas um die Ohren zu haben.

Momentan sitze ich auf meinem Bett und die Sonne scheint durch die Fenster. Ein paar Vögel zwitschern und es wirkt alles sehr friedlich. Was wohl die kommenden Wochen bringen? Ich bin gespannt und aufgeregt. Eins ist aber sicher, ich werde dich auf dem Laufenden halten.

6 Kommentare

    • lieschenradieschen

      Danke dir!! Ich begleite Sozialarbeiter von der Kirche bei ihrer Arbeit ☺️ Miguel kommt dann Ende September.
      Viele liebe Grüße,
      Lynn

  1. Oh wow! Die Story vor dem Praktikum ist schon toll und jetzt noch die Zeit dort, sau cool! Ich freue mich schon auf die Storys der nächsten Monate.
    Viel Spaß und alles Gute da unten ,
    Marc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.