Die Sache mit den Erwartungen

Die Geschichte hinter dem Bild 20.12.2015
Erwartungen

Als ich erfuhr, das meine Abschlussfahrt mit der Klasse nach Kroatien gehen sollte, musste ich erstmal googeln. Natürlich wusste ich wo das Land lag, hatte auch schon vom Krieg dort gehört und wusste, von glasklaren Stränden. Aber das war es auch schon und deshalb macht ich mich schlau.

Schnell stieß ich auf die Plitvicer Seen und war hin und weg. Die Bilder versprachen glasklares Wasser und ein unglaubliches Seen-System. Ein Glück, das der Nationalpark auch auf unserer Liste stand!

Endlich war der Tag da und ich malte es mir in den schönsten Farben aus. Aber wie das nun mal so ist mit den Erwartungen, wurden sie nicht erfüllt. Stattdessen? Graues Wetter, viele Menschen und ein hoher Eintrittspreis. Trotz des bedeckten Himmels war es super heiß und natürlich darf man dort nicht baden. Das kann ich auch gut verstehen, wenn jeder dort ins Wasser springen dürfte, wäre es bald vorbei mit dem Naturschutz, aber mir kam es an dem Tag nur ungerecht vor.

Aber vermutlich ist es häufig so mit den Erwartungen. Hat man kein Bild zu einer bestimmten Sehenswürdigkeit, sind die Erwartungen auch nicht so hoch und man kann nur überrascht werden. Deshalb reise ich umso lieber mit einem offenen Herzen und einem neugierigen Blick für alles. So kann ich nur gewinnen.

6 Kommentare

  1. Hach, ich hab die Plitvicer Seen geliebt … Aber ich wusste davor auch nicht viel. Und ich stell mich meist auf mieses Wetter ein, wenn es dann mies ist, bin ich nicht ganz so enttäuscht. Und ich muss sagen, selbst mit miesem Wetter fand ich die Seen toll.

    Kann es trotzdem nachvollziehen, mir ging das mir Ronda in Andalusien mal so. Da hatte ich davor eine wunderbare Doku über die Stadt gesehen. Das es dann einfach nur mega voll und viel kleiner war, als davor die liebenswerten beschaulichen und ebenfalls schönen Dörfer war dann zu viel für mich …

    Gleichzeitig könnte ich nie ganz ohne Plan verreisen, weil mir dann auch schon passiert ist, das ich wichtiges verpasse …

    Liebe Grüße
    Tanja

    • lieschenradieschen

      Vielleicht habe ich auch einen schlechten Tag erwischt. Man muss auch dazu sagen, das wir eine Führung hatten und uns kaum Zeit zum Gucken gelassen wurde. Immer mussten wir weiter hetzen. Vielleicht konnte auch deshalb die ganze Szenerie nicht auf mich wirken.

      Schade mit der Stadt 🙁

      Aber planen muss ich nach wie vor auch. Nur stecke ich nicht zu viel Erwartung in die Dinge. Ich weiß noch als ich das erste Mal vor dem Brandenburger Tor stand und dachte: “Das ist ja winzig!” Ähnlich ging es mir auch mit Big Ben oder der Christus Statur in Lissabon. Solche Bauwerke sehen im Fernsehen aber auch immer größer aus 😀

      Liebe Grüße,
      Lynn

  2. Ohja, das kenne ich. Mir ging es so mit dem Uluru in Australien. Da schlummert auch noch ein Bericht in den Tiefen meiner Datenbank.
    Eigentlich können die Orte ja nichts dafür, schließlich haben wir einfach nur zu hohe Erwartungen. Seit meinem Australientrip reise ich deshalb meistens nur noch ohne Erwartungen.
    Ich stand im Oktober übrigens vor dem Eingang zu den Plitvicer Seen. Da aber 2/3 überschwemmt waren, sind wir dann doch weiter gefahren. Anschauen möchte ich sie mir dann doch irgendwann nochmal gerne.

    LG 🙂

    • lieschenradieschen

      Das mit dem Uluru habe ich noch nie gehört, aber die meisten verstehen mich ja auch nicht mit den Seen 😀
      Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, da einen Berich zu zu lesen 🙂

      Liebe Grüße,
      Lynn

  3. Ging mir so in der Halong-Bucht in Vietnam: schlechtes Wetter, viel zu voll, schlechtes Boot … Das hatte ich mir anders vorgestellt 🙁 Auch der Grand Canyon hat mich nicht vom Hocker gerissen. Ich hatte davor schon zu viele andere tolle Sachen gesehen.

    • lieschenradieschen

      Vielleicht ist das Problem manchmal auch, das man schon so übersättigt ist und manche Dinge gar nicht mehr in sich aufnehmen kann, die man am Anfang der Reise ganz anders gesehen hätte…

      Liebe Grüße,
      Lynn

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