Warum Hop On Hop Off Bustouren überhaupt nicht spießig sind

Hop On Hop Off Bustour

In fast allen größeren Städten rund um den Globus gibt es sie (selbst in Hannover sind sie mittlerweile angekommen…), knallrote Doppeldecker-Busse, die zahlreiche Touristen durch die Stadt fahren – die Rede ist natürlich von den Hop On Hop Off Bustouren. Und warum diese Hop On Hop Off Bustouren überhaupt nicht spießig sind, möchte ich dir anhand vonBeispielen zeigen.

4 Beispiel warum Hop On Hop Off Bustouren cool sind

1. Sich einen Überblick verschaffen

Klar, es ist immer schön sich durch eine Stadt treiben zu lassen. Einfach in die nächste Gasse einzubiegen, die einen anspricht und immer so weiter. Genauso schön finde ich es aber auch, wenn man sich erstmal einen Überblick verschaffen kann. Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob man nun wirklich den Infos lauschen möchte, die es per Kopfhörer gibt, oder an den verschiedenen Stationen aus zu steigen. Viel wichtiger ist es, ein Gefühl für die Stadt zu entwickeln. So kann man beim anschließenden Bummel durch die Stadt verloren gehen, nur um im nächsten Augenblick wieder etwas Vertrautes zur Orientierung zu entdecken.

2. Müde Beine werden geschont

Man glaubt es kaum, aber Städtetrips können wahnsinnig anstrengend sein. Ohne es wirklich zu merken, macht man Meter und Meter und am Ende des Tages hat man mehrere Kilometer auf dem Tacho. Die Beine sind schwer, aber eigentlich will man noch mehr sehen! Verdammt! Auch in dieser Zwickmühle helfen Hop On Hop Off Busse aus. Schnell noch ein kaltes Getränk und ein Sandwich gekauft und schon kann es los gehen. Bei offenen Bussen kann man sich ganz nach hinten setzten, sich den Fahrtwind um die Ohren wehen lassen und während man gemütlich durch die Stadt kutschiert wird, kann man auch noch seine mitgebrachten Leckereien genießen. Top!

3. Das Hop On Hop Off Prinzip

Hop On Hop Off Bustour (2)

Das geniale an diesen Bussen ist aber sicherlich, das man jederzeit an den Stationen ein- und aussteigen kann, wie man das will. Ich bein kein Fan von vorgefertigten Stadtouren, wo man von einer Person herum geführt wird, die in 2-3 Stunden ihr Programm absolviert. Was ist, wenn man plötzlich ein Museum oder einen Botanischen Garten sieht, das man viel lieber erkunden wollen würde? Umso besser sind dafür die Stopps der Hop On Hop Off Busse. Ohne festen Plan (natürlich sollte man die Abfahrtszeiten im Kopf behalten), kann man hier seinen Tag gestalten, wie man das will. Perfekt.

4. Perfekt für Alleinreisende

Auch für Alleinreisende sind diese Busse eine tolle Alternative. Wenn man möglicherweise das erste Mal alleine unterwegs ist, kann es einem vielleicht komisch vorkommen, “alleine” zu sein. Wenn man sich aber erstmal die Kopfhörer eingesteckt hat, über die die Informationen zu den Sehenswürdigkeiten kommen, redet a) eh keiner mehr im Bus und b) bekommt man auch noch spannende Infos geliefert. Und vielleicht lernt man ja auch noch nette Leute auf der Tour kennen, mit denen man beim nächsten Stopp gleich raus hüpft.

Hop On Hop Off Bustour

 

 

 

 

 

 

 

 

Warst du auch schon mal mit den roten Doppeldecker-Bussen unterwegs? Wie hat es dir gefallen? Verrate es mir doch in den Kommentaren, ich bin auf dein Erlebnis gespannt.

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15 Kommentare

  1. In Wien war ich auch mit solch einem Bus unterwegs. Hab mich anfangs ehrlich gesagt ein wenig blöd gefühlt 😀 Aber meine Füße waren soooo dankbar! Insbesondere wenn der Bus oben offen ist, find ich es doch super angenehm 🙂
    Beim Kauf der Tickets hat man außerdem gefragt, ob wir ein Band haben möchten, an dem wir die Tickets befestigen können um sie uns um den Hals zu hängen – das haben wir dankend abgelehnt. Die Verkäuferin nickte daraufhin sehr verständnisvoll 😀

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    • lieschenradieschen

      Hahaha. Das wurde ich noch nie gefragt! Da würde ich aber auch dankend ablehnen… 😀

      Liebe Grüße,

      Lynn

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  2. Hi, ein interessantes Thema, über das ich tatsächlich noch keinen Blogbeitrag gesehen habe. Vor ein paar Tagen saß ich das erste Mal in einem solchen Doppeldeckerbus. Und es ist genau so wie Du es beschreibst. Nach 4 Tagen, an denen ich jeweils rund 15 Kilometer durch Glasgow gelaufen war brauchte ich eine Pause. Die Stadt ist nicht so groß (ca. 600.000 Ew.) aber weitläufig. Die interessanten Ecken (City, East End, West End, South Side) liegen bis zu 10km weit auseinander. Als dann das Wetter besser wurde, habe ich mich nach oben an die frische Luft gesetzt, Kopfhörer rein und mich durch die Stadt schaukeln lassen. Die Kommentare im fröhlichen schottischen Singsang-Akzent waren interessant, manches lustig und gar nicht langatmig. Hinterher wusste ich etwas genauer, was ich mir noch anschauen wollte. Allerdings: Die Touren sind in fast allen Städten teuer.

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    • lieschenradieschen

      Oh ja! Gerade mit Glasgow kenne ich das auch, da kann man Kilometer um Kilometer machen, weil die Stadt so weitläufig ist… Aber wunderschön ist es dort 🙂
      Das Argument mit dem teuer stimmt aber tatsächlich. Manchmal lohnt es sich vorab im Internet zu buchen und so zu sparen.

      Liebe Grüße,

      Lynn

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  3. Au ja! Ich kann Hop-on-hop-of-Touren auch nur empfehlen 😉 Besonders in einer fremden Stadt bekommt man so alles zu sehen, was es Schönes zu sehen gibt, ohne lange selber suchen zu müssen. Wenn man Zeit hat, bei einem interessanten Halt auch auszusteigen, sind die Touren meiner Meinung nach perfekt. So verpasst man nichts.
    Liebe Grüße
    Maria

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    • lieschenradieschen

      Liebe Maria,

      genauso sehe ich das auch. Ich liebe es einfach einen Tag damit zu verdaddeln, da ein- und aussteigen zu können, wo es mir gefällt. 🙂

      Liebe Grüße,
      Lynn

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  4. Hallo,
    gerade bei dem ersten Besuch einer Stadt nutze ich sie gerne, verschafft mir einen guten Überblick und ich schone die Füße ohne langes Suchen. Der Blick von den offenen Bussen ist toll – ideal auch für die Fotografen unter uns!

    In New York habe ich sie mal am letzten Tag genutzt. Ich hatte so viel Handgepäck und der Flug war spät nachmittags. Im Bus fand ich es viel bequemer und zwischendurch habe ich mich im Central Park gesonnt.

    Liebe Grüße
    Renate

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    • lieschenradieschen

      Liebe Renate,

      oh ja! Und dann noch mit dem Wind um die Ohren – ideal!

      Die Busse am letzten Tag mit dem Handgepäck zu nutzen finde ich auch eine klasse Idee. Man will den Tag ja nicht vergeuden, aber mit einer schweren Tasche rum zu laufen, nervt ja auch.. Die perfekte Lösung also 🙂

      Liebe Grüße,
      Lynn

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  5. Hallo!
    Wider Willen haben wir einen solchen Bus in Budapest genutzt. Ich bin einen Tag vorher krank geworden und hing mit Fieber in den Seilen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad hätte ich die Stadt gar nicht erkunden können , so fertig war ich. Zum Glück gab es diese Busse und ich konnte die Stadt trotzdem anschauen!
    Viele Grüße

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    • lieschenradieschen

      Oh je. Das klingt ja echt übel. Aber schön, das du trotzdem noch was von deinem Städtetrip hattest 🙂

      Liebe Grüße,

      Lynn

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  6. Pingback: Vancouver Sehenswürdigkeiten mit einer Hop-On-Hop-Off Tour

  7. Oh ja, in Kapstadt haben wir 2013 das Angebot des City Sightseeing Busses genutzt und sind mit dem Hop on Hop off Bus kreuz und quer durch die Stadt gefahren. Ein Klasse Angebot, mit dem man gut und bequem zu allen touristischen Höhepunkten der Stadt gelangt. Der Wind weht Dir um die Nase und die Sonne scheint direkt auf Dich herab, durch die erhöhte Sitzposition kannst Du die Aussicht genießen. Die Busse sind auch rollstuhlgeeignet – allerdings muss der Rollstuhlfahrer innen und unten bleiben.

    Es gibt zwei verschiedene Routen, die über zwanzig Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Kapstadts anfahren, darunter Kirstenbosch Botanical Gardens, den Tafelberg, die V & A Waterfront, Camps Bay und Sea Point. Die Busse fahren alle 20 Minuten an 7 Tagen in der Woche am Two Oceans Aquarium ab und man kann mit seinem Ticket an jeder Haltestelle aussteigen, die Sehenswürdigkeiten besichtigen und einfach in einen späteren Bus wieder einsteigen.

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    • lieschenradieschen

      Vielen Dank für die tollen Ergänzungen. Das die Busse rollstuhlgerecht sind finde ich auch toll. Wenn auch mit Einschränkungen.. Noch cooler wäre eine Idee, wie man auch den oberen Bereich zugänglich machen könnte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden 🙂

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  8. Elisabeth Beck

    ich buche auch gerne die hopp on hopp off touren, meistens gelten die tickets auch für zwei oder drei tage, günstig um von a nach b zu kommen. ich bin meistens allein unterwegs, das erleichtert das zurechtkommen bei einer neuen städtereise ungemein. meistens mach in dann am zweiten tag meine fototour. auch kann man dadurch anfangs das geld für die öffis sparen. danke für deine blogs. ich bin nur zufällig auf deine blogs über facebook gestoßen. viele grüße an dich und deine blogbesucher.

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    • lieschenradieschen

      Genau so mache ich das auch gerne 🙂 wenn man im Internet guckt, findet man auch häufig diese Angebote, von denen du geschrieben hast. Viele Städte bieten auch so Kombitickets an, mit denen man die Touren machen kann, in Museen kostenlos kommt und noch viel mehr Rabatte erhält.
      Vielen lieben Dank auch für deinen Besuch.

      Liebe Grüße,

      Lynn

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