Meine vierte Praktikumswoche

Ausblick über Kapstadt und Lions Head,sowie Signal Hill

Das nicht alles nach Plan laufen kann, habe ich spätestens in meiner vierten Praktikumswoche feststellen dürfen. Die Gründe dafür sind allerdings so unterschiedlich, wie die Menschen die ich hier kennen lernen darf. Neben all diesen Herausforderungen kommt auch dazu, dass ich seit dieser Woche Donnerstag leicht angeschlagen bin. Ob ich trotzdem eine gute vierte Praktikumswoche hatte, erfährst du in diesem Artikel.

Meine vierte Praktikumswoche

Der Montag hat mit einer Überraschung begonnen, denn es war bereits morgens gegen halb 7 unglaublich heiß! Umso schlimmer dann der Schock am Dienstag, Regen und 16 Grad. Kein Wunder das ich mir eine dicke Erkältung eingefangen habe.

Montag war im Grunde ein sehr entspannter Start in die Woche. Wie immer war Office Day und ich hatte Zeit, meine Session für die Woche zu planen. Dieses Mal sollte diese ganz unter dem Motto Establishing your Skills stehen. Normalerweise wäre ich am Dienstag ja in Tafelsig gewesen. Allerdings liegen dort seit letzter Woche die verschiedenen Gangs im Zwist mit einander und es ist zu gefährlich dorthin zu fahren. Aus diesem Grund habe ich meine Kollegin zu der Schule begleitet, wo sie noch bis Ende des Monats arbeitet. Für mich ist das immer ein bisschen schwierig, denn ich bin gerade mal 3-4 Jahre älter als die Mädchen dort. Aus diesem Grund warte ich meist draußen, damit diese sich nicht durch meine Anwesenheit gestört fühlen.

Kompetenzfigur in meiner vierten Praktikumswoche

Start der Sessions

Die Sessions in meiner vierten Praktikumswoche gingen dieses Mal erst mit Samora, am Mittwoch los. Tatsächlich hatte ich dieses Mal eine tolle Gruppe von 7 Frauen, die alle Lust hatten, mit zu machen. Für mich ist es tatsächlich das erste Mal, dass ich in Richtung Erwachsenenbildung etwas selbst konzipiere und anleite. Gar nicht so einfach! Vor allem mit dem Zeitmanagement hadere ich ein wenig. Meist geht alles schneller vorbei, als ich mir das vorstelle. Aber daraus lerne ich ja im Endeffekt nur und kann zu sehen, dass die nächsten Sessions etwas gestreckt werden.

Das Kernelement meiner Session war die Gestaltung einer Kompetenzfigur. Zu diesem Zweck haben alle Frauen Stifte und ein Blatt Papier bekommen und sollten sich zunächst selber zeichnen. Anschließend ging es darum, die eigenen Skills aufzuschreiben. Der Kopf steht zum Beispiel für das Wissen, welches man hat und die Hände für das, was man eben mit diesen gestalten kann.

Eine der Kompetenzfiguren während meiner vierten Praktikumswoche in Kapstadt entstanden

Aus verschiedenen Gründen konnte ich leider am Donnerstag schon wieder nicht nach Khyalitsha . Ich habe mich nun dafür entschieden, dort die Session komplett zu canceln und dafür nach Blikkiesdorp zu gehen.

Ein schöner Abschluss der Woche – Blikkiesdorp 

Meine eine Kollegin hat von Anfang an prophezeit, die Frauen in Blikkiesdorp enttäuschen einen nicht, und Recht hat sie! Ganze 12 Frauen sind zu meiner Session gekommen. Beinahe hätten wir keinen Platz mehr in dem kleinen Community Centre gefunden. Aber wenn ich eines hier aus Südafrika mitnehmen, dann das Platz in der kleinsten Hütte (/Bahn/Auto/…) ist.

Die 1 ½ Stunden in Blikkiesdorp haben mir unglaublich viel Spaß gemacht. Die Frauen haben Lust etwas zu machen und das merkt man auch. Kaum eine ist schüchtern, sondern alle haben viel Gefallen daran zu reden und vor allem auch – und das ist noch wichtiger – zu zuhören.

Weitere Kompetenzfigur während meiner vierten Praktikumswoche in Kapstadt

Nachdem wir zurück im Office angekommen sind, hat mein Körper allerdings die Notbremse gezogen. Zum Glück arbeitet man hier Freitags nicht so lange und gegen halb 4 lag ich dann endlich in meinem Bett. Traurigerweise habe ich dieses auch das gesamte Wochenende kaum verlassen können. Aber die Erfahrung krank zu sein, gehört eben zu einer Langzeitreise auch dazu (auch wenn ich das sehr gerne vermieden hätte, das kannst du mir glauben).


Offenlegung: Mein Praktikum habe ich über Southern Ambition Africa gefunden, die mir die Kosten für die Vermittlung erstattet haben. Alles darüber hinaus zahle ich aus eigener Tasche. SAA vermittelt nicht nur Praktika und Volunteering, sondern bietet auch Trips durch Südafrika und ein Housing Programm an.

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