Namibische Nächte

Namibische Nächte

Die Geschichte hinter dem Bild 01.05.2016

– Namibische Nächte

Es raschelt im Busch, ich halte kurz den Atem an, ehe ich meine Taschenlampe einschalte. Aus der Dunkelheit leuchten mich zwei kleine Augen an. Als ich genauer hinsehe, stelle ich fest, dass der nächtliche Besucher ein kleiner Buschhase ist. Er ist mindestens genauso überrascht wie ich, über unser Zusammentreffen.

Für mich haben Nächte schon immer eine besondere Aura. Wir Menschen sind in der Dunkelheit nahezu blind und gerade in ungewohnten Umgebungen, kann das durchaus auch mal unheimlich sein. Besonders viele interessante, tolle und auch mal unheimliche Nächte, habe ich in Namibia erlebt. Deshalb geht es in meiner heutigen Geschichte hinter dem Bild auch um namibische Nächte.

Nicht alle Begegnungen wie mit diesem kleinen Hasen, sind so erfreulich. In meiner letzten Nacht in Namibia, Mitte März 2016, wollte ich noch ein letztes mal versuchen, den wunderschönen Sternenhimmel und die glasklare Milchstraße zu fotografieren. Nachdem mir zunächst das Stativ samt Kamera umgekippt ist (keine Sorge, alles heile geblieben), fauchte mich auch noch plötzlich ein Tier aus der Dunkelheit an. Im Licht meiner Taschenlampe konnte ich nur noch ein Augenpaar erkennen, ehe ich meine Beine in die Hand nahm und in unseren Bungalow lief.

Aber längst nicht alle so Begegnungen sind so unheimlich. Häufig sind es einfach Geräusche, die wir als Stadtmenschen nicht einordnen können. Diese Geräusche entpuppen sich meistens als Wind, oder kleinere nachtaktive Tiere, die um die Unterkunft streichen. So habe ich mich auch unglaublich über die Begegnung mit einem kleinen Wüstenfuchs gefreut, dessen Ohren mindestens genauso groß waren, wie der Rest seines Körpers.

Ganz besonders war auch eine Nacht, in der ich noch zusammen mit meiner Reisebegleitung auf der Veranda unseres Bungalows saß, als wir plötzlich das gleichmäßig stampfen einer Maschine hörte. Dieses Geräusch kam immer näher, bis sich herausstellte das es vom Shongololo Express kam, einem Luxuszug, der quer durch das südliche Afrika fährt. Die beleuchteten Fenster der Abteile so mitten in der Dunkelheit zu sehen, war ein ganz besonderes Gefühl.

Namibische Nächte

Neben tierischen Begegnungen sind aber die Nächte am Lagerfeuer, ebenso besonders. Die Gesichter der drumherum sitzenden werfen lange Schatten und während das Feuer angenehm duftet und vor sich hin knistert, meint man fast, der unbeschreibliche Sternenhimmel würde auf einen niederprasseln.

Auch sind nach namibischen Nächten die Spuren am morgen danach, unglaublich interessant. Nicht selten wünschte ich mir, mich besser mit Tierspuren aus zu kennen, um raus zu finden, was Nachts alles um mich herum geschehen ist.

Namibische Nächte


Wie ist es mit dir? Hast du auch schon mal auf Reisen eine unglaubliche Begegnung nachts gemacht? Oder hast du vielleicht eine spannende Geschichte zu erzählen? Verrat es mir doch in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

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