Swakopmund

Im 4.Teil meiner Wochenserie geht es nach Swakopmund. Einer Seestadt am Atlantik, umringt von hohen Sanddünen und Acitivty Hauptstadt Namibias ( so wird sie tatsächlich betitelt).

tropic of capricorn namibia

Auf unserem Weg nach Swakopmund haben wir noch am Tropic of Capricorn (südlicher Wendekreis) halt gemacht. Dort gab es natürlich die Gelegenheit Fotos mit unserem Truck zu machen. Es ist übrigens kein Bus ( wer das sagt wurde auf offener Strecke rausgeschmissen), sondern ein Truck und der Unterschied liegt im Fahrer. Mit einem Busfahrer unterhält man sich so gut wie nie, hier ist der Fahrer gleichzeitig auch Entertainer und Guide.

Anschließend haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Walvis Bay gemacht. Dort durfte eine japanische Mitreisende endlich ihren Koffer abholen, der auf dem Weg nach Kapstadt verloren gegangen ist.

Von dem Weg nach Swakopmund gibt es nicht viel zu Berichten. Es gibt dort wirklich nur noch Sand und alles ist total flach. Das ist möglicherweise auch der Grund, warum wir alle geschlafen haben.

Endlich angekommen, wurden wir sofort ins Activity Center geschleppt. Dort durften man dann aus Fallschirmspringen, Quadbiken, Sandboarden, Angeln und zahlreichen anderen Aktivitäten eine aussuchen.

Anschließend haben wir uns dann im Hostel eingerichtet ( ich war im Dorm Room mit 11 anderen, war aber voll okay). Danach ging es dann auch gleich auf einen Townshipwalk.

Township Swakopmund

Das Township wirkt sehr trostlos, allerdings ist nur ein kleiner Teil aus Wellblechhütten, der Rest besteht aus Steinhäusern und es gibt Bemühungen nach und nach für alle Menschen solche Häuser zu bauen.

Township Swakopmund

Township Swakopmund

In dieser Hütte hatten wir eine Einführung in traditionelle Medizin und eine Klick-Laut Lehrstunde. Viel spannender fanden uns allerdings die hereinschauenden Kinder

Township Swakopmund Herero

Eine traditionell gekleidete Herero Frau und ich. Diese hat uns später noch in ihre Hütte eingeladen und uns eingeweiht, was sich in ihrem Kopfschmuck befindet (allerdings nur die Frauen, “Männer geht so etwas nichts an”).

Township Swakopmund Mopane Würmer

Mopane Würmer durften wir auch probieren… sie haben aber tatsächlich besser geschmeckt, als sie aussehen…

Die Townshiptour war sehr spannend. Wir haben viel da drüber gelernt, wie die verschiedenen Ethnien behandelt worden sind und nun auch miteinander leben. Etwas komisch war die Situation, als eine Gruppe von Kindern für uns gesungen hat. Als wir dann allerdings ebenfalls ein Lied angestimmt haben, hat sich die ganze Situation wieder aufgelockert.

Abends wurde es dann richtig kalt. Swakopmund ist halt eine echte Hafenstadt, die tatsächlich auch etwas von einem deutschen Seebad hat. Selbst unsere Guides haben lange Hosen angezogen ( ich wusste bis dahin noch nicht einmal das sie welche mit haben…)

Abendbrot gab es dann bei einem Italiener. Zunächst war ich etwas enttäuscht, aber die hatten auch regionales Essen und ich habe mich für die Fleischplatte mit Kudu, Oryx, Zebra und Springbok entschieden. Einen großen Unterschied zwischen den einzelnen Filets habe ich zwar nicht geschmeckt, dank der Soße, aber ich glaube ich mag Springbok doch am liebsten.

Angelockt durch ein Freigetränk ging es dann neben an in den “Club”. Dort haben sie doch glatt Dicso Pogo gespielt als wir rein gekommen sind. Total strange. Aber es war wirklich ein guter Abend, an dem wir bis in die Puppen getanzt haben ( bzw bis um 2, da war nämlich Schicht im Schacht).

strand swakopmund

Am nächsten Morgen konnten wir endlich(!) mal ausschlafen. Da ich und eine Mitreisende keinen Lust hatten auf das Hostelfrühstück haben wir uns verzweifelt auf die Suche nach einem Cafe gemacht, aber anscheinend hatte da auf einen Sonntag nichts auf. So sind wir im Supermarkt vom vergangenen Tag gelandet, aber immerhin gab es Käsebröttchen.

Den Vormittag haben wir dann damit verbracht uns Swakopmund anzuschauen. Ehrlich gesagt ist es dort etwas ernüchternd, vor allem nach der ganzen wunderschönen Natur die man die Tage zuvor gesehen hat. Hinzu kam auch das schlechte Wetter. Beeindrucken ist dennoch zum Einen die koloniale Architektur und dann als Kontrast zum Anderen die Sanddünen am Ende der Stadt.

Nachmittags war ich dann mit einigen anderen Quadbiken, allerdings hat mir das überhaupt keinen Spaß gemacht. Es war sehr kalt, viel zu laut und viel zu viele Menschen unterwegs. Ich würde allen raten entweder das Sandboarding zu machen oder tatsächlich Fallschirm zu springen. Irgendwie ärgere ich mich mittlerweile auch total, dass ich das nicht gemacht habe…

jetty swakopmund

Die Jetty mit Blick auf Swakopmund. Dort wurden wir von Touristen angesprochen, ob wir Fotos mit denen machen, da sie so fasziniert von unseren blonden Haaren waren.

Leuchtturm Swakopmund

Nachdem ich dann etwas aufgetaut war ging es wieder zum Essen in, na ratet Mal? Das selbe italienische Restaurant. Immerhin war das Essen da ja sehr gut. Allerdings waren wir alle so müde von unseren verschiedenen Aktivitäten, das alle nur noch ins Bett wollten.

 Am nächsten Morgen ging es dann zum Glück wieder raus aus der Stadt und Richtung Natur und Twyfelfontein.

Meine Must Do´s in Swakopmund:

  • Township Tour. Man bekommt einen tollen Einblick in die verschiedenen Lebenswelten der dort lebenden Menschen. Außerdem kann ich nun behaupten, schon mal Mopane Würmer gegessen zu haben.
  • Sandboarding Tour oder gleich Fallschirmspringen
  • Den Bädercharme auf sich wirken lassen
  • Austern schlürfen auf der Jetty. Alternativ sich den Wind um die Nase wehen lassen.
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1 Kommentare

  1. Pingback: Lekker hier im südlichen Afrika - Lieschenradieschen Reist

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