Schlagwort: Reisen

Estland: Wo Natur auf Hightech trifft

Strand und spiegelglatter Peipus See in Estland

Bereits der erste Tag in Estland macht deutlich, wie viel Gegensätze dieses kleine Land doch auf sich vereint. Kaum über die Grenze gefahren, sehen wir die ersten Rehe und im Wald kann man frische Beeren ohne Ende pflücken. Abends schlafen wir dann allerdings in der urgemütlichen, aber auch sehr stylischen Stadt Tartu. Dort sind wir überrascht von der Offenherzigkeit der Menschen und ihrer wahnsinnig guten Sprachkenntnisse. Eins ist sicher, in Estland trifft Natur auf Hightech.  Weiterlesen

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Das Abenteuer beginnt: Vorbereitung auf den GR221 und Anreise nach Mallorca

Zelten auf dem GR221 Mallorca bei Sonnenaufgang

In der letzten Nacht bevor es auf den Trail geht, schlafe ich schlecht. Ein letztes Mal hatten wir den Abend davor unsere Rucksäcke richtig gepackt und unsere Vorbereitung auf den GR221 abgeschlossen. Nun gab es kein zurück mehr. Für mich ist es das erste Mal, dass ich eine längere Wanderung mit Gepäck unternehme. Während ich also so wach im Hostel liege, mache ich mir Gedanken. Was ist, wenn ich gleich am ersten Tag merke, das ist nichts für mich? Was ist, wenn ich was vergessen habe? Die Gedanken drehen sich im Kreis, ehe ich in einen unruhigen Schlaf falle.  Weiterlesen

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Mein Brüssel – zwischen hippen Viertel und historischen Gebäuden

Bunte Häuser in der Altstadt von Brüssel

Mein Brüssel – das sind für mich Sonnenstrahlen im Gesicht, auch an gutes Essen und Gelächter auf der Straße erinnere mich. Das sind für mich Menschen auch aller Couleur, deren Viertel ich erkunde. Und wunderschöne Gebäude, die ständig dazu veranlassen, den Kopf in den Nacken zu legen. Das Brüssel, wie ich es im Frühjahr 2017 erlebt habe, möchte ich dir näher bringen. Aber wie gibt man das Gefühl, die “Vibes”, einer Stadt am besten wieder? Ich denke das gelingt am besten durch Bilder und deshalb lasse ich diese für mich sprechen. Weiterlesen

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Meine Lieblingsorte in Leipzig

Gelbes L am Leipziger Zoo

Bereits im 10. Jahr haben meine Eltern und ich 2017 die Leipziger Buchmesse besucht. Neben dem Schmökern in den neuen Büchern, schätzen wir es auch immer sehr, die Stadt selber zu entdecken. In dieser Zeit haben sich natürlich auch einige Orte herauskristallisiert, an denen ich besonders gerne Zeit verbringe. Deshalb kommen hier jetzt meine Lieblingsorte in Leipzig. Neben Tipps zum Schlafen, Essen und Shoppen, gibt es auch einige coole Fotolocations, denn Leipzig ist überraschend bunt und voll mit Streetart. Weiterlesen

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Ein Tag in Antwerpen

Schild mit der Aufschrift Antwerpen

Staunend verlassen wir unseren Zug. Vor knapp 40 Minuten haben wir den wirklich dunklen Bahnhof in Brüssel verlassen und stehen nun in diesem Palast! Der Bahnhof von Antwerpen ist ein wahres Meisterwerk und wir fühlen uns klein wie Ameisen. Bereits ganz zu Anfang lässt uns die Stadt wissen, was wir zu erwarten haben. Ein Tag steht uns in Antwerpen zur Verfügung und wir freue uns darauf zwischen Pommes, MAS und Schelde auf Entdeckungstour zu gehen.  Weiterlesen

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Die Sache mit den Ländergrenzen

Blick aus dem Fenster einer Fähre in Lissabon

Go at least once a year to a place you have never been before“, während ich die Sachen für meine nächste Reise packe, geistert mir dieser Spruch im Kopf herum. Es wird meine erste Reise nach Belgien. Klasse denke ich, ein Land, welches ich noch nicht bereist habe. Schön und gut, aber ist es nicht total verblendet, einfach nach Ländergrenzen zu gehen?

Gedanken zu Ländergrenzen

Wenn ich den oben genannten Spruch lese oder höre, geht es bei mir immer um fremde Länder. Bisher bin ich nie auf den Gedanken gekommen, auch „places“ in meiner näheren Umgebung hinzu zu zählen. Aber woran liegt das? An unserem Hunger, Länder abzuhaken? Oder ganz simpel daran, dass erst Ländergrenzen für uns markieren, wenn ein anderer Kulturkreis beginnt? Aber ist das nicht völlig verblendet? Alleine in Niedersachsen sind die Ostfriesen doch irgendwie anders, als die Hannoveraner oder die Menschen, die weiter im Süden leben. Obwohl Deutschland recht klein ist, ist es unbestreitbar, dass sich Nord und Süd voneinander unterscheiden (denkt man nur mal an Bayern).

Ein anderes Beispiel: Ländergrenzen sind ständigem Wandel unterlegen. Noch in den 80igern zum Beispiel, wäre Ost-Deutschland einer dieser neuen, unbekannten „places“. Heute hätte der Reisende mit einem Besuch in Deutschland quasi Ost- und West-Deutschland abgehakt. Noch willkürlicher wird es, wenn wir einen Blick auf meinen Lieblingskontinent Afrika werfen. Vor allem in Nordafrika wirken die Ländergrenzen, wie mit dem Lineal gezeichnet. Und das ist gar nicht mal weither geholt! Hinter den Grenzen stehen vor allem wirtschaftliche Interessen. Ein besonderer Wendepunkt in der Geschichte ist dabei der Berliner Kongress in den Jahren 1884 und 1885. Hier legten Europäer die afrikanischen Grenzen fest. Dabei verzichteten sie komplett darauf, nach verschiedenen Gesellschaften innerhalb Afrikas zu gehen, sondern konzentrierten sich vollkommen auf eigene Interessen.

Funktioniert es dann überhaupt noch, „Länder zu sammeln“ (also zumindest im Reisepass)? Generell halte ich wenig davon, alle Länder der Welt bereisen zu wollen. Diese Diskussion wurde an andere Stelle schon genüge geführt. Trotzdem ein paar Worte dazu. Was bringt es mir, durch die Länder durch zu hetzten, nur um sagen zu können, ich war dort? Wenn ich reise, möchte ich die Kultur erleben. Ich möchte sehen wie die Menschen leben, was sie denken, essen, fühlen, wie sie reden. Diese Liste könnte ich endlos fortsetzen. Und wenn ich nach diesen kleinen Feinheiten schaue, werde ich schnell feststellen, dass sie unabhängig sind von Ländergrenzen und Co. Denn so lange sich Menschen austauschen, werden solche Grenzen verschwimmen.

Ein ethnologischer Ansatz

Eine ethnologische Theorie ist der Diffusionismus. Zwar ist dieser kritisch zu betrachten, denn er geht davon aus das einen „Ur-Ort“ und eine „Urform“ von Kultur gibt und diese sich ausbreitet. Des weiteren gibt es nach dieser Theorie verschiedene Entwicklungsstufen, die Kulturen annehmen können. Abgesehen davon, ist die Grundannahme allerdings, dass jede Gesellschaft durch Mobilität gekennzeichnet ist. Und durch diese Mobilität breiten sich Ideen und Güter aus, und das komplett über Ländergrenzen hinweg. Ich bin der Meinung, dass genau das geschieht. Ist dies nicht einfach auch eine Form von Globalisierung?

Menschen warten auf die Fähre in Lissabon

Ich denke Ländergrenzen sind notwendig, wenn es um die Verwaltung etc. geht. Menschen müssen die Welt unterteilen, um sie zu verstehen. Allerdings habe ich mir vorgenommen, in meinem Denken flexibler zu werden. Ich möchte keine Länder abhaken. Ich möchte tief in die Gesellschaften eintauchen und sie erleben. Und ich möchte nicht komisch angeschaut werden, wenn ich zum wiederholten Male in ein Land eintauche. Ja, ich war bereits zwei Mal in Namibia. Aber nein, ich kenne längst noch nicht alles. Und es wäre vermessen zu behaupten, ich würde alles kennen. Einen sehr passenden Spruch findet man dazu auf der Seite von Gondwana Collection. (Gondwana Collection betreibt in Namibia Erlebnislodges und folgt einem ganzheitlichen Ansatz):

“Namibia. Wie oft muss man in diesem einzigartigen Land gewesen sein, um es zu kennen? Wie lange dauert es, eins mit der Kultur zu werden, seine Seele zu verstehen, seine Naturwunder zu begreifen?”

Das muss man natürlich nicht nur auf Namibia beziehen. Egal worum es geht, es reicht nicht einmal durch ein Land zu fahren, um zu begreifen. Das soll keineswegs heißen, dass man zig Mal irgendwo hinfahren muss. Aber man sollte es im Hinterkopf behalten, wenn man selber mal wieder zu eingefahren ist. Ich möchte in Zukunft flexibler werden. Ich möchte mich nicht mit anderen messen, die bereits 40+ Länder bereist haben und ich “nur” 20. Denn das ist es nicht, was zählt. Was zählt ist das ich ein Gefühl bekomme, für die Gegend in der ich bin. Und das muss nicht auf Ländergrenzen limitiert sein. Das kann auch bedeuten, dass ich feststelle, natürlich sind Gesellschaften vielschichtig. Es gibt keine homogene Gruppe aus Marokkanern, Namibier oder Deutschen. Wir unterscheiden uns inner- und außerhalb der Ländergrenzen. Und das ist auch gut so, denn sonst könnte man das Reisen ja auch gleich bleiben lassen, oder? Und deshalb werde ich auch wieder den Spruch “Go at least once a year to a place you have never been before”, im Kopf haben, wenn ich für meine Reise im Mai 2017 nach Emden packe. Denn das habe ich von meinem kleinen Gedankenspiel mitgenommen: es gibt so viele unbekannte Plätze, die noch auf mich warten und es ist völlig egal, ob die in Nordfriesland oder in Nordafrika liegen. In diesem Sinne, welchen Ort bereist du als nächstes, der dir völlig unbekannt ist?

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