Schlagwort: Roman

Die Frau nebenan – Rezension

Cover Bild des Romand "Die Frau nebenan" vonYewande Omotoso

Die Frau nebenan

“Die Affäre zog sich hin, und im Laufe der Jahre vermochte Hortensia kaum noch das Gute im Leben zu sehen. In einer kalten Kirche in London hatte sie ihm ihr Jawort gegeben. Er hätte derjenige sein sollen, der immer für sie da war, der sie, wenn nötig, auffing und der Fragen beantwortete, auf die sie von niemanden sonst eine Antwort bekam. Derjenige, dem sie auch das Unsagbare sagen, mit dem sie ihre Ängste teilen konnte. Doch sie blieb mit ihren Ängsten allein. Die Nacht ist der Prüfstein der Liebe. Tagsüber kann alles funkeln. Aber nachts – da wird die Menschlichkeit auf die Probe gestellt. Es war stets Nacht, wenn ihr klar wurde, wie verkommen und hässlich ihre Beziehung war.”

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Der Löwensucher – Rezension

Titelbild des Buches Der Löwensucher

Der Löwensucher

“Was auch immer jenseits der Seen und Wälder ihrer grünen Welt lag, war für sie dunkel wie die Nacht. Sie hatte nie eine Landkarte studiert, bis es an der Zeit war, für immer fortzugehen. Von da an fuhr sie unablässig wie eine Blinde mit den Fingerkuppen über etwas, das sie sich überhaupt nicht vorstellen konnte. Dieses Unbekannte pulsierte in ihr wie ein zweiter Herzschlag. Ihr Dorf, auf der Karte nicht größer als ein Stecknadelkopf, lag näher an den Grenzen zu Polen und Lettland, als sie je geahnt hatte, ja ihr ganzes Land war nichts weiter als ein kleiner Holzspan in einer tosenden Welt. Es gab Salzmeere und Wüstenkönigreiche. Sie konnte sich nur an die Namen und die Farben auf der Landkarte halten, an sonst nichts.”

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Neuschweinstein: mit zwölf Chinesen durch Europa – Rezension

Titelbild zum Buch "Neuschweinstein - mit zwölf Chinesen durch Europa"

Neuschweinstein – Mit zwölf Chinesen durch Europa

Gut gesagt:

“Dies war ihr Urlaub. Sie hatten Zeit und Geld dafür geopfert, um hierherzukommen, und nach ihrer anfänglichen Zurückhaltung hatten sie mich erstaunlich schnell bei sich aufgenommen. Wir hatten zusammen gelacht und uns an unsere Erlebnissen erfreut, und ich hatte das Gefühl, dass wir eigentlich eine ziemlich gute Gruppe waren. Auch wenn wir leider keine Gruppenfahne hatten.”

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