Wie ich trotz geringem Einkommen, tolle Reisen machen kann

Marokko, Reisen, Mt.Toubkal

Meine Tipps und Tricks, zum Finanzieren von Reisen

 

“Lehrjahre sind keine Herrenjahre”

Oh ja! Wie wahr einfach dieser Spruch ist. Schaue ich auf mein Konto, fühle ich mich noch mehr bestätigt. Dennoch lasse ich wenig Geld nicht als Grund gelten, um nicht zu reisen!

Wie ich mir trotz wenig Einkommen, tolle Reisen leisten kann, möchte ich euch heute zeigen.

Ich nenne immer drei Punkte, die es mir ermöglichen, zu Reisen: Glück, Schweiß und Geduld

Natürlich ist es klar, das ich nicht von hier auf jetzt eine Fernreise buchen kann. Dazu fehlt mir schlichtweg das Geld. Aber! Wenn du deine Reisen langfristig planst, hast du auch genug Zeit zu sparen.

Ein Beispiel:

Meine Namibia-Reise habe ich bereits im März gebucht. Das bedeutet ich habe auch seit März einen fixen Betrag auf den ich sparen kann. Das gibt mir insgesamt über 10 Monate Zeit. Auch kann ich in diesen 10 Monaten nach und nach wichtige Anschaffungen für die Reise machen. Praktischerweise fällt auch mein Geburtstag und Weihnachten in diesen Rahmen.

Und damit komme ich auch zu meinem nächsten Punkt: Schweiß.

Leider fällt Geld nicht vom Himmel und das Esel kein Gold k***en, wissen wir auch alle.
Deshalb führt kein Weg am Arbeiten drum herum. Gerade zur Weihnachtszeit suchen viele Geschäfte nach Aushilfen. Wenn du einen Job auf 450€ Basis annimmst hast du keine Abgaben die fällig werden und du kannst in kürzester Zeit Geld verdienen. Denn nach zwei Monaten hast du schon 900€ und nach vier (meistens sind diese Jobs auf vier Monate befristet), sind es 1800€. Ein ordentliches Sümmchen, mit dem du schon etwas unternehmen kannst.

Ich habe auch einen Nebenjob im Studium und natürlich verfluche ich die Tage, wenn mein Wecker wieder um 5:00 Uhr klingelt. Aber es gibt etwas das mich antreibt und das sind meine Erinnerungen an vergangene Reisen. Mit dieser Motivation fällt das Arbeiten nur noch halb so schwer.

Marokko, Sahara, Zagora, tolle Reisen bei geringem Einkommen

Auch in den Semesterferien ist es als Student nicht schwierig, an Semesterjobs zu kommen. Vielleicht werden gerade bei dir in der Stadt ja auch Aushilfen auf Messen oder anderen Veranstaltungen gesucht? Auch mit Nachhilfe kann man sich ein kleines Zubrot verdienen.

Aber das soll keine Anleitung dafür werden, wo du am besten unterkommst. Denn du weißt ja immer noch am besten, wo deine Stärken liegen.

Neben Geduld und Schweiß gibt es aber noch eine Komponente die zwischen dir und deiner tollen Reise, trotz geringem Einkommen steht – das Glück.

Ich hatte einfach im Laufe meines Lebens verdammt viel Glück. Das erste Mal in Kanada stand der Dollar fast 2:1 zum Euro, meine Schule hat unglaublich viele Studienfahrten angeboten (die ich auch wahr genommen habe. Natürlich!) und für manche Langstreckenflüge habe ich nicht mehr als 600€ hin und zurück bezahlt.

Aber auch das Glück kann man ein wenig Steuern. Erwarte nicht auf Anhieb den günstigsten Flug zu finden, das erfordert Zeit und etwas Geduld bei der Suche. Auch kann dir dabei ein Reisebüro behilflich sein (ich bin ein riesen Fan von Reisebüros und kann euch den Besuch nur ans Herz legen, aber das geht hier zu weit).

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Du bist dazu noch Flexibel? Umso besser! Auf Reiseplattformen wie Urlaubspiraten und Co werden manchmal unglaublich günstige Reisen angeboten, die allerdings eine gewisse Spontanität erfordern. Hast du also schon ein kleines Reisepolster angelegt (und musst nicht noch 10 Monate vorher jobben), ist das Möglicherweise die Idee, um eine geniale Reise zu erleben.

Auch hilft es zu recherchieren wie günstig bestimmte Länder sind. So ist natürlich Neuseeland ein teures Reiseziel, auch wenn du den Flug geschenkt bekommen solltest, das Leben im Land ist nicht gratis. Umgekehrt verhält es sich zum Beispiel mit Marokko ganz anders. Dort habe ich für knapp 3€ Essen können und war pappsatt und zufrieden danach. Von einigen asiatischen Ländern will ich gar nicht erst anfangen…

Mein Fahrplan für deine Reise, trotz geringem Einkommen:

Der Langfristige Weg:

  1. (Reise-) Sparbuch anlegen (zumindest ich kann so besser sparen)
  2. Frühzeitig Buchen bzw. eine Idee davon zu bekommen, wo will ich hin und wie viel Geld brauche ich dafür
  3. Jobben, jobben, jobben
  4. Konsequent bleiben. Du kannst an mehr Dingen sparen, als du denkst. (Dieses Thema wurde aber schon mehr als breit getreten und ich bin sicher, du weißt genau was ich meine)
  5. Schau nach Schüler-, Studenten- und sonstigen Rabatten, die dir zustehen
  6. Und ab geht die Reise! Nun weißt du, wofür du so hart gespart hast.

Der kurzfristige Weg:
Du hast etwas Geld beiseite gelegt und willst Reisen. Super? Ich habe auch hier ein paar Ideen, wie du sparen kannst.

  1. Scrolle dich durch jegliche Reiseportale und halt die Augen offen. Vielleicht findest du ja ein tolles Reiseschnäppchen und bist bald auf dem Weg nach Peru für rund 300€?
  2. Gibst es vielleicht demnächst eine Studienfahrt oder ein Praktikum im Ausland an deiner Uni? Wäre das nichts für dich?
  3. Sei Flexibel. Flüge kosten nicht an allen Tagen gleich viel Geld.
  4. Ab geht die Post! Herzlichen Glückwunsch zu deiner tollen Reise!

 

 

11 Kommentare

  1. Hey Lynn!
    Schön Mal zu lesen, dass es einem mit dem bösen Wecker um 5:30 nicht alleine so geht ! 🙂
    Ich persönlich mache es ganz ähnlich. Ich habe einfach ein Reisekonto auf das monatlich ein fester Betrag überwiesen wird. Generell buche ich die Reisen immer in absehbaren Perioden, je nachdem wo die Reise hin führt. Ich lasse mir das Ziel meist offen zwischen 2-3 Orten die ich vorher auswähle und fahre daher oft günstiger als viele andere.

    Lieben Gruß Daniel

    • lieschenradieschen

      Hey Daniel!
      Ja, wie sagt man so schön? “Geteiltes Leid, ist halbes Leid!” 🙂
      Das mit dem Reisekonto finde ich auch echt die beste Lösung für mich.

      Danke fürs vorbei schauen.

      Liebe Grüße,
      Lynn

    • lieschenradieschen

      Da schaue ich gerne vorbei 🙂
      Machst du momentan eine Weltreise?

      Liebe Grüße,
      Lynn

  2. Geduld und Flexibilität, so siehts aus. Nen weiterer Bonus, wenn man seine Reisen lang vorausplant: Man kann sich länger drauf freuen.
    Bei mir hat sich der Dollar leider vor New York in die andere Richtung entwickelt. Shit happens…
    Schön zusammengefasst 🙂

    • lieschenradieschen

      Hey, danke dir 🙂

      Ja, man kann leider nicht immer Glück haben.

      Ein bisschen OffTopic, aber ich habe gerade deine Namibiafotos gesehen. Wunderschön!

      Liebe Grüße,
      Lynn

  3. Hallo,

    Ja das mit dem Arbeiten kenne ich auch. Ich habe während meines kompletten Studiums Teilzeit gearbeitet, weil ich alles selbst finanzieren musste. Da ging sich trotz 20-40h Arbeiten neben dem Studium keine Reise aus. Shit Happens. Hab auch wirklich Pech gehabt mit den Gesetzen und Beihilfen zu dieser Zeit, habe nämlich keinen Cent bekommen. Heute wäre das wahrscheinlich anders. Ich habe auch nicht in Deutschland studiert. Dafür bin ich jetzt froh, alles allein gepackt zu haben und keinen Studienkredit zurückzahlen zu müssen.
    Aber gut, genug gejammert. Das wichtigste ist die Einstellung und was man bereit ist für seinen Traum zu tun. So wie ich neben dem Studium gearbeitet habe, kann man genauso während seiner Reisen arbeiten, oder Ähnliches. Es gibt immer einen Weg.
    Liebe Grüße.

    • lieschenradieschen

      Huhu,

      auch wenn es sicherlich eine super anstregende Zeit war, ist man ja auch stolz auf das, was man in dieser Zeit geleistet hat.
      Und ich sehe das genau so wie du, es gibt immer einen Weg!

      Liebe Grüße,
      Lynn

  4. Sehr informativ!!! Ich bin gespannt wann wir mal wieder Urlaub machen, mit 3 Jungs gar nicht so einfach 😉 ich werde mal über deine Tips nachdenken! Ach und dein Gastbeitrag über Lissabon war ganz toll!!!! 👍😎

    • lieschenradieschen

      Liebe Verena,

      Vielen Dank!
      Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht einfach ist 🙈

      Liebe Grüße,
      Lynn

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