Roadtrip Traum auf dem Icefields Parkway

Icefields Parkway

Die schönste Panoramaroute Kanadas, wenn nicht sogar der Welt – der Icefields Parkway

“Ein Bär, ein Bär!”, rufe ich aufgeregt. Und es stimmt. Keine hundert Meter von unserem Auto entfernt trotte ein Schwarzbär gemächlich vorbei. Ich lasse alle Vorsicht fallen und springe aus dem Auto. Wie leichtsinnig! Aber wie sagt man so schön, “no risk, no fun”. Außerdem war ich nicht völlig alleine, sondern zig andere Autos haben auch angehalten, um Meister Petz zu beobachten. Dieser lässt sich von dem Rummel um ihn herum nicht beirren und trottet weiter in den Wald hinein. Willkommen auf dem Icefields Parkway.

Der Icefields Parkway

Der Icefields Parkway trägt seinen Namen nicht umsonst, man findet dort mehr Gletscher als auf allen anderen Straßen Nordamerikas zusammen. Schon bei meiner ersten Reise nach Kanada war ich deshalb unendlich aufgeregt, nur schwer konnte ich mir vorstellen, wie es sein muss, Gletscher direkt von der Straße zu beobachten. Und es war noch besser als ich es mir ausgemalt hatte! Mindestens genau so schön waren allerdings die majestätischen Berge, dichten Wälder und die glasklaren Seen rund um die Straße herum. Nicht ohne Grund gilt der Icefields Parkway als eine der Traumstraßen auf unserem wunderschönen Planeten.

Icefields Parkway

Auch gibt es viele Mythen und Sagen, die sich um das Gebiet rund um die Straße ranken. So erzählen sich zum Beispiel die Native Americans, das dieser Wasserfall aus den Tränen einer Indianer Prinzessin entstanden sein soll.

Icefields Parkway

Icefields Parkway

Gletscher vom Rand der Straße aus fotografiert.

Perfekt für ein Roadtrip Abenteuer

Viele Leute die Kanada bereisen, beginnen entweder in Vancouver oder Calgary und fahren dann umgekehrt in die andere Stadt. Kanada ist einfach zu riesig, um es in drei Wochen abzuarbeiten, deshalb lieber auf einen Teil konzentrieren und dafür mit allen Sinnen genießen. Der Icefields Parkway beginnt mit Kilometer 0 bei dem berühmten Lake Louise, von dort fährt man über Banff bis nach Jasper. Meine Highlights auf dieser Routen waren (Achtung, nicht in der richtigen Reihenfolge):

  • Columbia Icefield
  • Lake Peyto
  • Banff
  • Jasper
  • Athabasca Falls
  • Lake Louise

Und das sind nur die Points of Interest auf dem Icefields Parkway, die man quasi direkt vom Auto aus erreichen kann. Genauso spektakulär sind zum Beispiel die zahlreichen Wanderwege oder auch Trails, die mit dem Pferd beritten werden können.

Icefields Parkway

Lake Peyto – die Ikone schlechthin des Icefields Parkway

Ein Spaziergang auf dem Gletscher

Mein ganz besonderes Highlight war allerdings der Besuch auf dem Columbia Icefield. Hier gibt es einen Teil vom Gletscher, der für die Massen zugänglich gemacht worden ist. Das ganze geht schon spektakulär los, indem man am Parklatz in spezielle Schneemobile umsteigt. Diese sind einfach gigantisch, ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein! Die Reifen sind gigantisch, die Panoramafenster sind gigantisch und die Anfahrt mit den steilen Straßen sowieso.

Icefields Parkway

Icefields Parkway

Icefields Parkway

Sobald man auf dem Columbia Icefield angekommen ist, wird es auch schon merklich kühler. Selbst im Sommer kann es hier zum Teil eisige Temperaturen haben. Das geht soweit, das man an manchen Tagen gar nicht hoch kann. Deshalb mein Tipp, auch wenn das Wetter vielleicht nicht perfekt ist, nimm die Chance war. Denn a) wann kann man schon mal sagen, man ist auf einem Gletscher spaziert und b) kann es passieren, wenn man ein zweites Mal vorbei kommt, dass das Wetter noch schlechter ist (ist uns natürlich nicht passiert…neeeeinnn…).

Icefields Parkway

Schnee ist auch im Sommer keine Seltenheit.

Wie? Wo? Was? Was gibt es zu beachten auf dem Icefields Parkway?

Man sollte zunächst im Hinterkopf behalten, das man dort nicht alleine ist. Der Icefields Parkway ist natürlich nicht ohne Grund eine äußerst beliebte Straße. Vor einigen Jahren war es wohl auch noch ruhiger als heute. Ich habe leider schon lesen müssen, das manche kaum mehr Wildtiere gesehen haben, weil diese von den Autos abgeschreckt werden. Möglicherweise hilft es, auf die Nebensaison auszuweichen.

Ansonsten rate ich zu einem eigenen Auto. Es macht einfach Spaß sich die Zeit auf den 230 Kilometern so einzuteilen, wie es einem gefällt. Man kann an den Sehenswürdigkeiten stoppen wie man will und dort auch so viel Zeit verbringen, wie es einem passt. Lunch nicht vergessen! Es gibt viele Möglichkeiten für außergewöhnliche Essensplätze.

Icefields Parkway

Wie wäre es zum Beispiel mit Lunch an den Athabasca Falls?

Rund um den Icefields Parkway gibt es auch genügend Übernachtungsmöglichkeiten von Campingplätzen, über Blockhütten und Luxusunterkünften. Ich würde empfehlen von Banff hoch nach Jasper zu fahren. Die Tour ist gut an einem Tag machbar und man kann in den Orten jeweils nochmal Zeit verbringen und die Umgebung genießen.

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3 Kommentare

  1. Pingback: Jasper National Park - Ein Traum aus Eis, Wasser und Bergen

    • lieschenradieschen

      Hallo Christian,

      ja, da kann ich dir nur zustimmen! Ich könnte sofort wieder zurück und die Weite und die Natur genießen.

      Liebe Grüße,
      Lynn

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