55 Tipps für Kapstadt und Umgebung

Kapstadt ist bunt, lebendig und wahnsinnig vielseitig. Bereits vier Mal durfte ich zu Gast in der Mother City sein und habe bereits einige, spannende Orte besuchen dürfen. Aus diesem Grund war eine Liste mit meinen 55 Tipps für Kapstadt und Umgebung schon längst überfällig. Und wer weiß, vielleicht können wir ja gemeinsam diese Liste noch ergänzen? Denn eins ist sicher, Kapstadt steht niemals still!

55 Tipps für Kapstadt und Umgebung

Ich weiß, Listen sind vielleicht nicht mehr der neuste Schrei in der Blogger*innen Welt und doch habe ich genau jetzt Lust dazu! Und warum? Weil ich bei meinem letzten Besuch in Kapstadt schon wieder so wahnsinnig viel erlebt habe, das ich mit dem Artikel schreiben gar nicht mehr hinterher komme… Aber ich möchte Dich jetzt teilhaben lassen an all diesen schönen Erlebnissen und meine Fotos sollen eben auch nicht auf der Festplatte versauern. Deshalb nun Vorhang auf für meine 55 Tipps für Kapstadt und Umgebung:

1. Frischen Fisch bei Kalky´s in Kalk Bay genießen

Für mich ist Kalky´s immer noch die ungeschlagene Nummer 1, wenn es um frischen Fisch entlang der False Bay geht. Wahnsinnig unaufgeregt geht es hier vor allem um das Essen und das ist ein echtes Erlebnis.

2. Zeitgenössische Kunst im Zeitz MOCAA entdecken

Ich muss zugeben, vor Kapstadt war ich kein großer Kunstfan. Als mein längerer Aufenthalt im September dann allerdings mit der Eröffnung des neuen Zeitz MOCAA zusammen fiel, war es um mich geschehen. Für mich ist das Gebäude an der Waterfront eines der Highlights bei einem Kapstadt Besuch und ich war immer mehr als begeistert. Aber überzeug dich doch mal selbst in meinem Artikel zum Museum.

3. Picknick (mit Konzert) in Kirstenbosch

Kirstenbosch ist sicherlich mit Abstand der schönste botanische Garten der Welt (meine ganz subjektive Meinung). Er liegt direkt am Fuße des Tafelbergs und dem Devils Peak und gerade zum Ende des Tages zaubert das Licht der untergehenden Sonne ganz beeindruckende Farben. Am besten packt man sich einen schönen Picknickkorb und genießt die Atmosphäre für mehrere Stunden. Im Sommer finden auch Konzerte in Kirstenbosch statt, die man nach Möglichkeit nicht verpassen sollte. 

4. Mit dem Zug von Kapstadt Station nach Simons Town fahren

Zugfahren in Kapstadt ist immer eine spannende Erfahrung. Im Grunde kann man als Tourist*innen nur eine Linie gut befahren: die vom Hauptbahnhof nach Simons Town. Im Zug bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie divers die Kapstädter Bevölkerung ist und vor allem auch, wie groß die Stadt eigentlich ist! Zum Ende hin verlaufen die Bahnschienen auch direkt am Meer und man hat eine wunderschöne Aussicht auf die False Bay

5. Die niedlichen Pinguine am Boulders Beach bestaunen

Wenn du dann schon einmal in Simons Town bist, ist es auch nicht mehr weit zu den Pinguinen vom Boulders Beach. Hier hast du nicht nur die Option sie von angelegten Wegen aus zu beobachten, sondern kannst am Strand sogar mit den Pinguinen schwimmen. Wer kein Geld bezahlen mag, begegnet ihnen häufig auch so auf den Parkplätzen rund um Boulders Beach.

6. Zum Sonnenauf- oder untergang auf den Lions Head wandern

In Kapstadt kann man wunderbar wandern gehen. Was sich ganz besonders lohnt ist der Aufstieg auf den Lions Head zum Sonnenauf- oder untergang. Der Ausblick von dort oben ist wunderschön und es gibt keine andere Tageszeit, in der die Stadt in so ein wunderschönes Licht getaucht ist. Die Wege sind gut ausgeschildert und es sind meist auch andere Wander*innen unterwegs. Nur eine Stirnlampe solltest du nicht vergessen, damit du die Hände für die Kletterpassagen frei hast.

7. Live Musik im Bay Harbour Market genießen

Am Wochenende findet nun schon seit geraumer Zeit der Bay Harbour Market in Hout Bay statt. Hier kann man in entspannter Atmosphäre essen und vor allem die gute Live Musik genießen. Im Gegensatz zur Old Biscuit Mill ist der Markt auch noch nicht ganz so überlaufen und die Atmosphäre direkt am Wasser ist natürlich unschlagbar.

8. Lebendige Geschichte im District Six Museum erleben

Der District Six steht sinnbildlich wie kein anderes Gebiet in Kapstadt, für die zerstörrerische Kraft der Apartheid. In diesem Viertel lebten schwarz und weiß, christen und muslime friedlich zusammen, ehe es im Zuge der sogenannten Rassentrennung dem Erdboden gleich gemacht worden ist und die Bewohner*innen in die neu entstehenden Townships umziehen mussten. Heute gibt es ein wirklich tolles Museum, welches den Spirit von District Six aufgreift. Mit etwas Glück trifft man auch noch einen der Zeitzeugen an und kann sich mit ihnen über ihre bewegte Geschichte unterhalten.

9. Sandboarding in den Atlantis Dunes

Zugegeben, etwas skurril sind die Atlantis Dunes schon. Schneeweiße Dünen mit Blick auf den Tafelberg, das konnte ich erst glauben, als ich in mitten dieser Mini-Dünenlandschaft stand. Sich hier mit Sandboards runterzustürzen erfordert sicherlich etwas Mut, macht aber auch unglaublich viel Spaß. 

10. Frühstück auf dem Neighbourgoods Market in Woodstock

Zugegeben, ein Geheimtipp ist der Neighbourgoods Market auf der Old Biscuit Mill in Woodstock längst nicht mehr. Mir ist das aber auch völlig egal. Ich liebe die Vibes hier einfach und auf einen Samstag schmeckt mir hier das Frühstück am besten. Nicht selten treffe ich auf dem Markt auch noch Freunde und Bekannte und so ist man schnell eine große Gruppe, die der Live Musik lauscht und sich an dem bunten Treiben erfreut.

11. Dem Elefanten ins Auge blicken im Silvermine Nature Reserve

Na gut, Elefanten wirst du wohl nicht in der näheren Umgebung von Kapstadt finden, dafür aber das Elephant´s Eye im Silvermine Nature Reserve. Dieses Naturreservat liegt nicht weit von Kapstadts Innenstadt entfernt und doch fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Hier kann man etwas von der Großstadt abschalten und die herrliche Fynbos und Kap Vegetation genießen. Aber Achtung! In letzter Zeit kam es leider immer mal wieder zu Überfällen. Deshalb hör bitte auf dein Bauchgefühl und geh nicht alleine Wandern.

12. Seelöwen in Kalkbay beobachten

Und schon wieder sind wir in Kalkbay gelandet, es ist aber auch einfach mein Lieblingsort entlang der False Bay! Hier gibt es nicht nur schöne Restaurants und Geschäft, hier kann man auch ganz wunderbar Seelöwen beobachten. Diese putzigen Gesellen tümmeln sich im Hafenbecken vor allem immer dann, wenn es frischen Fisch von den bunten Fischerbooten gibt.

13. Das bunte Bo-Kaap entdecken

Apropos bunt, wenn es danach geht ist das Bo-Kaap die beste Anlaufstelle. Bei all dem bestaunen und fotografieren der bunten Häuser, solltest du aber auch nicht die bewegte Geschichte des Viertels ausser Acht lassen. Anders als im District Six, ließen sich hier die Nachkommen der ehemaligen malaysischen Sklaven nicht vertreiben und blieben sich und ihrer Gemeinschaft treu.

14. Durch den Skulpturen Garten der Norval Foundation wandeln

Die Norval Foundation wurde gerade erst im April 2018 eröffnet und ist neben dem Zeitz die Anlaufstelle für zeitgenössische afrikanische Kunst. Hier ist besonders der Skulpturen Garten sehenswert. Wer nach all der Kunst eine Erholung braucht, dem sei auch das wunderbare Skotnes Restaurant empfohlen, welches einen tollen Blick auf den Garten hat. Mehr zur Norval Foundation gibt es in meinem Artikel dazu. 

15. Mit dem Helikopter über Kapstadt fliegen

Zugegeben, zu Anfangs war ich skeptisch. Zum einen ist ein Helikopter Flug super teuer und zum anderen hatte ich ja auch schon schöne Aussichten vom Lions Head oder Tafelberg erlebt. Aber was soll ich sagen? All das ist nichts gegen einen Helikopter Flug! Mich hat das Erlebnis noch tagelang erfüllt und ich hatte wahnsinnig viel Spaß. Ich kann also eine absolute Empfehlung aussprechen.

16. Das Student*innen Leben auf der Lower Main Rd in Observatory erleben

Wer auf der Suche nach den Student*innen und Volunteers in Kapstadt ist, der ist in Observatory richtig. Hier tümmeln sich wahnsinnig viele junge Menschen und spätestens ab Mittwochabend wird das (Party-)Wochenende eingeläutet (äh und nein, ich spreche hier natürlich nicht aus Erfahrung…). Mittwochs Billiard im Stones, Donnerstags Beer Pong im Forex und Freitag ist sicherlich auch noch etwas los. Hier findest du garantiert wahnsinnig schnell Anschluss und vor allem auch Freunde fürs Leben.

17. Den Tafelberg erwandern

Der Tafelberg ist sicherlich das Wahrzeichen Kapstadts und eine Wanderung sollte bei einem Besuch in der Mother City nicht fehlen. Meine liebste Route ist die von Kirstenbosch über den Skeleton Gorge. Diese Route ist sicherlich nicht einer der kürzeren Wege, aber für mich mit Abstand einer der schönsten. Zumal man hier auch gleich noch Kirstenbosch einen kurzen Besuch abstatten kann. 

18. Die Eichhörnchen im Company´s Garden bestaunen

Tatsächlich wurden hier früher Obst und Gemüse angebaut. Auch heute noch findet man einen kleinen Kräuter- und Gemüsegarten, in einem Teil des Company´s Garden. Viel interessanter sind allerdings die niedlichen Eichhörnchen, die überall durch die Gegend laufen. Außerdem kann man hier zusammen mit vielen anderen Kapstädter*innen eine entspannte Mittagspause verbringen.

19. Den blauen Bulli suchen

Er ist immer im Kapstädter Stadtbild präsent, der blaue VW Bulli. Wer oder was dahinter steckt, vermag ich nicht zu sagen, aber er ist ein klasse Fotomotiv.

20. Den kulinarischen Highlights auf der Bree Street frönen

Die Bree Street hat sich in den letzten Jahren unglaublich gemacht. Hier findet man allerhand gute Bistros und Restaurants. Mein Favourit ist Mink & Trout. Hier kann man in gemütlicher Atmosphäre leckere Weine verzehren und es sich gut gehen lassen. Übrigens lohnt sich auch ein Besuch beim First Thursday. Wenn die Straße gesperrt wird und Galerien bis spät in die Nacht aufhaben.

21. Einen Strandtag am Llandudno Beach einlegen

Zugegeben, die Gewässer rund um Kapstadt sind nicht unbedingt warm, das machen allerdings die Strände durch ihre Schönheit wieder wett. Mein Lieblingsstrand ist sicherlich Llandudno Beach. Hier kann man wunderbar im feinen, weißen Sand liegen und abundzu kommt auch noch ein kleiner Klippschliefer vorbei. Nur ins furchtbar kalte Wasser traue ich mich auch bei sommerlichen Temperaturen nicht.

22. Das rote Zirkuszelt finden

Bereits als ich das erste Mal das rote Zirkuszelt entdecke, bin ich begeistert – so ein tolles Fotomotiv! Eigentlich jeder der von Observatory kommend zur M5 fährt, fährt zwangsläufig an dem Zelt vorbei. Eigentlich ist hier die nationale Zirkusschule. Bei meinem letzten Besuch im Mai 2018 habe ich auch einige Menschen dort ein und ausgehen sehen, allerdings soll sie wohl verlegt werden. 

23. Einen anderen Blick auf die V&A Waterfront werfen

Das man in Kapstadt Kunst an allen Ecken erleben kann, habe ich möglicherweise schon bewiesen. Auch an der V&A Waterfront gibt es einige spannende Galerien zu erleben. Besonders toll finde ich die, direkt neben dem SA Rugby Museum. Auf dem Rasen davor stehen unter anderem allerhand skurrile Skulpturen, die mal so einen ganz anderen Blick auf die Waterfront erlauben.

24. Die Stormers bei einem Rugby Game anfeuern

Die Südafrikaner sind eine sportbegeisterte Nation. Bei vielen unterschiedlichen Bevölkerungsschichten ist Rugby sehr angesagt. Es kann also spannend werden, wenn die DHL Stormers gegnerische Teams empfangen. Am besten du schnappst dir Nervennahrung, machst es dir auf den Rängen bequem und lässt die Atmosphäre auf dich wirken.

25. Den wohl schönsten Blick auf Kapstadt genießen

Auch der Blick vom Blouberg Beach auf die City Bowl mit dem ikonischen Tafelberg ist sicherlich kein Geheimtipp mehr. Aber das ist mir im Grunde egal, denn jedes Mal aufs Neue erfreue ich mich über den wunderschönen Strand, seine Kitesurfer*innen und die tolle Aussicht. Ein Drink oder leckeres Essen lassen sich natürlich auch ganz hervorragend in den umliegenden Restaurants genießen. Vor allem zum Sonnenuntergang eine echte Empfehlung!

26. Frühstücken bei Queen of Tarts

Ich bin ja ein absoluter Frühstücksfan. Eines meiner liebsten Etablissements in Kapstadt ist Queen of Tarts, auf der Lower Main Road in Observatory. Hier gibt es lecker Kaffee und süßes und deftiges Frühstück. Irgendwie fühle ich mich hier, dank der schönen Einrichtung, immer ein bisschen wie zu Hause. 

27. Mit dem Auto über die schönste Straße der Welt, dem Chapmans Peak Drive, fahren

Für mich gibt es kaum eine schönere Küstenstraße, als den Chapmans Peak Drive. Egal ob bei Sonnenschein, Nebel oder Regen, für die grandiosen Aussichten kann ich mich immer begeistern. Es lohnt sich meines Erachtens eigentlich auch an jeder Haltebucht auszusteigen und die unterschiedlichen Szenarien zu genießen.

28. Den Trauben auf der Spur beim Wine Tasting

Ein Besuch in Kapstadt ist eigentlich erst komplett, wenn man sich in den Cape Winelands begeben hat, um dort ein Wine Tasting zu machen. Bei Sonnenschein kann man meist in den wunderschönen Gärten der Weingüter sitzen und im Winter wird auch nicht selten ein Feuer angeheizt. Meine Highlights sind sicherlich Spice Route, Farview und Babylonstoren.

29. Ein Besuch bei den tierischen Kapbewohnern

Nur allzuleicht kann man in Kapstadt vergessen, dass man quasi am anderen Ende der Welt ist. Schnell holt die Realität einen aber wieder ein, wenn einem plötzlich Paviane, Pinguine und Co begegnen. Die Tierwelt ist hier eben doch so ganz anders als das, was wir vielleicht von zu Hause gewöhnt sind. Vor allem vor den frechen Affen sollte man sich in acht nehmen. Aber wer kann einem Babypavian schon widerstehen?

30. Das Afrikaanse Taalmonument bei Paarl besuchen

Afrikaans gilt als die jüngste Sprache der Welt und ist der Ausdruck einer ganzen Bevölkerungsgemeinschaft. Nicht ohne Grund liest man am Eingang unter anderem folgendes Zitat des Dichters van Wyk Louw: „Afrikaans ist die Sprache, die Westeuropa und Afrika verbindet … Es bildet eine Brücke zwischen dem großen glänzenden Westen und dem magischen Afrika … Und was an Großem aus dieser Verbindung entstehen mag – das ist möglicherweise, was vor uns Afrikaanern liegt, um entdeckt zu werden. Aber was wir nie vergessen dürfen, ist, dass diese Änderung des Landes und der Landschaft diese neu entstehenden Sprache geschärft, geknetet und gestrickt hat … Und so wurde Afrikaans fähig, von innen heraus von diesem neuen Land zu sprechen … Unsere Aufgabe liegt im Gebrauch, den wir von dieser glänzenden Gabe machen werden …“ Und abgesehen von seiner Bedeutung ist das Monument einfach auch wahnsinnig fotogen. Ein Besuch lässt sich übrigens auch sehr gut mit Punkt 29 auf meiner Liste der 55 Tipps für Kapstadt und Umgebung verinden.

31. In den Secondhand Märkten von Woodstock und Observatory stöbern

So sehr man die Gentrifizierung von Woodstock und Observatory kritisieren kann, die zahlreichen neu entstandenden Secondhand Läden sind mittlerweile nicht mehr aus den Städtteilen weg zu denken. Hier findet man allerhand Kuriosität und lernt interessante Menschen kennen. Mein bisher schönstes Fundstück ist ein sicherlich ein ein Meter langes Kissen, welches von unterschiedlichen afrikanischen Antilopen geziert wird (natürlich genau die richtige Größe fürs Flugzeug…). 

32. Den Sonneuntergang von einem der Clifton Strände genießen

Den Umstand, das Kapstadt direkt am Meer liegt, sollte man häufiger Wertschätzen. So gibt es eigentlich nichts Schöneres, als den Tag beim Sonnenuntergang an einem der Clifton Strände ausklingen zu lassen. Am besten du schnappst dir noch ein passendes Getränk dazu und eine Decke zum draufsitzen, schöner kann man die Sonne gar nicht verabschieden.

33. Einen Theaterbesuch einplanen

Zu Kunst gehören natürlich nicht nur Zeichnungen und Gemälde, sondern auch bewegte Bilder. Kapstadt hat eine recht große Theaterszene und davon sollte man sich mindestens einmal überzeugen. So durfte ich zum Beispiel das bekannte Stück “The Island” sehen und war mehr als beeindruckt. Alleine in Observatory kann ich das AFDA Theatre und das Magnet Theatre empfehlen. 

34. Den Ausblick vom Rhodes Memorial genießen

Auch wenn Rhodes sicherlich mittlerweile zu recht sehr umstritten ist, so hat man doch von seinem Denkmal einen grandiosen Blick auf Kapstadt und die Cape Flats. Tatsächlich kann man dort oben direkt mit dem Auto hinfahren und es gibt sogar so etwas, wie einen Biergarten.

35. Den Riesen der Meere ganz nah kommen

Von Juni bis November kommen die Wale nach Südafrika. Vor allem das kleine Städtchen Hermanus ist hierbei für seine tollen Walsichtungen bekannt. Nicht selten sieht man die Riesen der Ozeane direkt von der Küste aus. Wenn du ihnen allerdings noch näher kommen willst, kann ich eine Fahrt mit einem der lizenzierten Whale Watching Anbieter empfehlen. Hier bekommt man gleich obendrauf auch noch viele tolle Infos über die Tiere.

36. Auf dem Oranjezicht City Farm Market einkaufen

Kapstadt hat ja so einige schöne Märkte zu bieten. Neben der Old Biscuit Mill ist der Oranjezicht City Farm Market direkt an der Waterfront, eines meiner Highlights. Jeden Samstag kann man hier ab 9 Uhr tolle Musik und leckeres Essen genießen. Gefühlt ist dieser Markt auch noch nicht ganz so überlaufen und man trifft einige Locals an. Übrigens findest du die Oranjezicht City Farm direkt im Herzen von Kapstadt. Als Community Projekt geht es hier vor allem um die Gemeinschaft und Urban Farming. 

37. Wanderung rund um den Chapmans Peak

Das der Chapmans Peak Drive in meinen Augen zu den schönsten Straßen der Welt gehört, habe ich ja schon deutlich gemacht. Wusstest du aber auch, das man quasi oberhalb der Straße bis zum eigentlichen Chapmans Peak wandern kann? Nicht nur das man durch wunderschöne Fynbos Vegetation streift, man hat einfach auch wunderschöne Ausblick auf Hout Bay und Umgebung. 

38. Eine passende Kombination: Lagerfeuer und Wein

Für mich gehören Lagerfeuer und Wein einfach zusammen und vor allem auch nach Südafrika. Wenn sich der endlose Sternenhimmel über einen spannt, ist es Zeit für ein gutes Glas Wein. Dafür muss man auch gar nicht weit fahren. Gut eine Stunde von Kapstadt entfernt, befindet sich ein Education Centre der San. Dort kann man tolle Buschcamps mieten und es sich am Lagerfeuer gemütlich machen. Mehr zu einem Ausflug an die Westcoast findest du in meinem Artikel. 

39. Auf den Spuren der Apartheid, ein Stadtspaziergang durch Kapstadts Innenstadt

Südafrika ist ein Land voller Kontraste. Im Kleinen kann man sich davon auch in Kapstadt überzeugen. Überall finden sich Spuren der jüngsten Vergangenheit, ob es das District Six Museum ist oder Parkbänke, auf deren Inschriften zu lesen ist: “Whites only.” All das lässt sich am besten mit einer Führung erleben. Meine Favoriten sind die Free Walking Tours, die eine angenehme Länge haben und wo man viel Informatives mitnimmt. 

40. Einen Kaffee in Paternoster genießen

Nicht ohne Grund ist Paternoster die Perle der Westküste. Hier geht alles ganz entspannt zu und nach dem Großstadttrubel von Kapstadt, kann man hier einfach mal die Seele baumeln lassen. Besonders schön ist es, sich einen lieben Menschen zu schnappen und bei einer Tasse Kaffee, das Leben zu genießen. Mehr Tipps zu Paternoster findest du auch bei Marlene von Couchabenteuerer. 

41. An Ziplines durch die Kapregion sausen

Zunächst kostet es tatsächlich etwas Überwindungen, sich nur an Seilen hängend in eine Schlucht zu stürzen, spätestens nach wenigen Sekunden genießt man aber den Adrenalinkick. So ging es mir zumindest beim Ziplining im Hottentots Holland Nature Reserve, nicht unweit von Kapstadt entfernt. Ob dieses Abenteuer auch etwas für dich ist, kannst du in meinem Artikel zum Cape Canopy Spaß nachlesen. 

42. In die jüngsten Vergangenheit auf Robben Island eintauchen

Der Besuch auf Robben Island hat mich schwer beeindruckt. Auf der kargen Insel, geführt von ehemaligen Häftlingen, bekommt man einen ganz wagen Eindruck davon, was es wohl bedeutet hier ein Gefangener zu sein. Zu den prominentesten Häftlingen gehörte sicherlich Nelson Mandela, das macht die Geschichten der anderen aber nicht weniger eindringlich. Ich kann dir einen Besuch von Robben Island nur ans Herz legen. Mich hat es auf jeden Fall nachhaltig beschäftigt. 

43. Einmal am Kap der Guten Hoffnung stehen

Es gibt Orte, die umweht ein Hauch von Abenteuer. Für mich gehört das Kap der Guten Hoffnung sicherlich voll und ganz dazu. Aus diesem Grund ist es mir immer wieder ein besonderes Vergnügen, dieses sagenumwobene Plätzchen Erde aufzusuchen. 

44. Im Gewächshaus von Babylonstornen speisen

Babylonstoren gehört mit Abstand zu den schönsten Weingütern in den Cape Winelands. Neben dem wunderschön angelegten Garten, ist auch das Gewächshaus ein echtes Highlight. Hier kann man Gerichte mit Zutaten aus dem eigenen Anbau genießen und natürlich auch ein kleines Glas Wein oder Limonade trinken. 

45. Den rot-weißen Leuchtturm finden

Bereits als ich 2014 das erste Mal in Kapstadt war, ist mir dieser kleine Leuchtturm ins Auge gefallen. Eigentlich ist er an der Strandpromenade von Green Point auch kaum zu übersehen. Für mich als Leuchtturm Fan ist er ein echtes Highlight und ein tolles Fotomotiv. Der 1824 in den Dienst genommene Turm ist übrigens auch noch heute funktionstüchtig. 

46. Beer Tasting in Spice Route

Jetzt habe ich das eine oder andere Mal schon Wein erwähnt, dabei gibt es in Kapstadt und Umgebung auch eine ausgesprochen gute Craft Beer Szene. Wie währe es denn zum Beispiel mit einem Beer Tasting der Cape Brewing Company in der angenehmen Atmosphäre von Spice Route? Mir war vorher gar nicht bewusst, wie viele ausgefallene und leckere Sorten Bier es geben kann. 

47. Den Sonnenuntergang vom Signal Hill bestaunen

Manchmal mag man einen Tag auch entspannt ausklingen lassen und hat vielleicht keine Lust, auf den Lions Head zu wandern. Für solche Tage bietet sich der Signal Hill an. Hier kann man ganz bequem mit dem Auto hoch fahren, sich etwas Leckeres zu Essen einpacken und den Sonnenuntergang über der Mother City genießen.

48. Am Nobel Square die Nobelpreisträger grüßen

Südafrika hat vier Nobelpreisträger, aus unterschiedlichen Kategorien. Diesen Würdenträgern wurde ein ganzer Platz an der V&A Waterfront eingeräumt. Hier hat man nicht nur eine tolle Sicht auf den Tafelberg, sondern kann sich auch mal hinsetzten und das bunte Treiben auf sich wirken lassen. Wenn du den Spuren von Nelson Mandela folgen willst, habe ich hier auch noch einen spannenden Artikel dazu. 

49. Ein Foto mit einem der gelben Rahmen machen

Man begegnet ihnen immer mal wieder in der Stadt. Alleine an der Waterfront sind mir zwei Rahmen bekannt und einer steht auch direkt vor dem Bahnhof. Die Rede ist von den knallgelben National Geographic Rahmen, die ein wunderbares Fotomotiv sind. Welche hast du schon entdeckt und fotografiert?

50. Die Höhle im Lions Head finden

Schon lange habe ich diese Höhle immer mal wieder bei Instagram gesehen und mich gefragt, wo genau sie am Lions Head ist. Tatsächlich liegt sie etwas versteckt und es ist hilfreich, Freunde zu haben, die wissen wie man dorthin kommt. Hat man sie sich aber erstmal erarbeitet, gibt es von hier wunderschöne Aussichten zu bestaunen. 

51. Die Lebensrealität vieler Kapstädter in einem der Townships kennen lernen

Ich finde das ein Besuch in Kapstadt nicht komplett ist, wenn man nicht auch den Townships einen Besuch abgestattet hat. Diese Communities sind Lebensrealität vieler Menschen in Kapstadt und prägen ebenso die Vibes der Stadt. Es ist ratsam sich einer geführten Tour anzuschließen. Wenn du magst, ist ein Besuch bei sogenannten Township Braais aber auch eine tolle Erfahrung. Ich kann zum Beispiel Rands sehr empfehlen. 

52. Das Cape Malay Food genießen

Eine typische Kapstädter-Küche in dem Sinne gibt es nicht. Da die Stadt aber schon immer durch seine Einwander*innen (ob freiwillig oder nicht, sei in diesem Abschnitt mal dahin gestellt) geprägt worden ist, gibt es auch zahlreiche kulinarische Einflüsse. Besonders bekannt ist das Cape Malay Food mit seinen spannenden Stews und Curries. Einen guten Eindruck bekommt man unter anderem im Bo-Kaap oder tatsächlich auch auf der Old Biscuit Mill. Außerdem lassen sich auch Kochkurse buchen, damit man die kulinarischen Genüsse auch zu Hause genießen kann. 

Geheimtipp: Wenn du gute und günstige Gewürze kaufen möchtest, empfehle ich dir Fargo Trading. Dieses nur auf Gewürze spezialisierte Geschäft findest du an der Ecke Lower Main Road Observatory und Albert Road Richtung Salt River. Salt River ist übrigens auch längst noch nicht so gentrifiziert wie Woodstock und Observatory und bietet so spannende Einblicke in das alltägliche Leben. 

53. Einen Spaziergang an der Sea Point Promenade unternehmen

Ich liebe das Meer und zufällig liegt Kapstadt ja auch am Atlantik. Aus diesem Grund gehe ich gerne an der Sea Point Promenade spazieren. Egal ob bei Sturm oder zum Sonnenuntergang, ich lasse mir gerne den Wind um die Nase wehen und schaue den Wellen zu. 

54. An einem ordentlichen Braai teilnehmen

Ich glaube Südafrika ohne Braai funktioniert einfach nicht. Hier wird gegrillt, was das Zeug hält. Häufig wird man zu einem so genannten Bring and Braai eingeladen, das heißt man bringt sein eigenes Essen mit, was von den Gastgebenden dann gegrillt wird. Tatsächlich wird meist auch so lange gewartet, bis wirklich alles gegrillt worden ist. Am besten ist es also, du kommst nicht völlig ausgehungert zum Braai. 

55. Den Ziegenkäse in Fairview probieren (vielleicht auch mit einem Glas Wein) 

Als ich 2017 für 3 Monate in Südafrika war, habe ich irgendwann angefangen ordentlichen Käse zu vermissen. Diese komischen orangen Quadrate haben mich auf Dauer einfach nicht mehr glücklich gemacht. Um so erfreulicher war es, festzustellen, das es auch guten Käse in Südafrika gibt. Unter anderem ist das Weingut Fairview für seinen Ziegenkäse bekannt, der zufällig auch ganz hervorragend zu einem Glas Wein passt. 

Das waren meine 55 Tipps für Kapstadt und Umgebung. Und nun bist du gefragt! Ich möchte das diese Liste immer weiter wächst und aktualisiert wird. Hast du noch Anregungen oder Tipps für Kapstadt und Umgebung?  

Auf ins Abenteuer!

Möchtest du vielleicht auch mal in die Mother City reisen und einen meiner Tipps ausprobieren, aber magst dich nicht alleine ins Abenteuer stürzen? Dann kann ich dir Easy Go Travels ans Herzen legen. Diese noch junge Reiseagentur wird von enthusiastisch Capetonians geführt, die Gästen mit viel Herzblut ihre Stadt zeigen wollen. Viele der 55 Tipps für Kapstadt und Umgebung habe ich ihnen zu verdanken. Und ganz nebenbei lernt man auf den Touren auch noch viele coole Leute kennen. 

9 Kommentare

    • lieschenradieschen

      Super gerne! :) Lass es mich ruhig wissen, wenn du noch ein paar mehr Hintergrundinfos brauchst.

  1. Ich war vor eineinhalb Jahren in Südafrika, auch drei Monate, aber nur 3 Tage in Kapstadt. Bei deiner Auflistung fällt mir auf, dass ich ganz schön viel verpasst habe. Bei den Pinguinen und den Walen (allerdings nicht in Hermanus) war ich :D

    Südafrika ist ein so schönes Land ;)

    • lieschenradieschen

      Oh ja! Südafrika ist so ein schönes Land. Zwar kenne ich Kapstadt mittlerweile ganz gut, aber vom Rest des Landes habe ich auch wirklich nur einen Bruchteil gesehen. Was hast du die drei Monate in Südafrika gemacht? :)

      Liebe Grüße,
      Lynn

      • Mir geht es da wie dir. Ich habe nur einen Bruchteil oder gar nichts von dem gesehen als der Ort wo ich drei Monate war… Südafrika ist einach auch sooooo groß. Ich habe zum Beispiel keine richtige Safari mitgemacht. Eigentlich ein Muss für jeden Südafrika-Reisenden… Ich war drei Monate in Plettenberg Bay bei den Walen :) Ich habe dort an einem sogenannten “Volunteering-Programm” teilgenommen.
        Liebe Grüße,
        Tanja

  2. Da sind einige gute Tipps drauf, ich wüsste auch noch ein paar Ergänzungen – jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wann wir das nächste Mal nach Kapstadt anstatt nach Joburg/in den Nordosten reisen ;)

    Danke!

    • lieschenradieschen

      Immer her damit! :)
      Mir geht es aber ähnlich mit Johannesburg. Irgendwie verschlägt es mich immer ans Kap, dabei müsste ich auch dringend mal nach Joburg.

    • lieschenradieschen

      Das freut mich. Euch ganz viel Spaß und grüßt mir die Mother City.

      Liebe Grüße
      Lynn

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