Nachts im Museum – ein Instawalk durch das Landesmuseum Hannover

Gänge der KunstWelten Ausstellung im Landesmuseum Hannover

Einmal fühlen wie Ben Stiller in Nachts im Museum? Wessen Kindheitstraum ist es nicht, sich nachts im Museum einschließen zu lassen und hoffentlich erleben zu dürfen, wie all die Exponate lebendig werden? Dieser Zahn wurde uns leider relativ schnell bei der Führung durch das Landesmuseum Hannover gezogen, denn Einschließen geht dank moderner Sicherheitstechnik nicht wirklich. Dennoch war es eine wunderbare Tour durch die Welten des Museums. 

Ein nächtlicher Instawalk durch das Landesmuseum Hannover

Mitte Dezember 2016 hat das Landesmuseum Hannover Blogger unter dem Motto Nachts im Museum, zu sich eingeladen. Nachdem die täglichen Besuch den alten Bau in der Nähe des Maschsees verlassen hatten, wurden die Pforten nochmal für uns nächtlichen Besucher geöffnet. Bevor es auf den eigentlich Instawalk geht, erfahren wir noch einige Fakten über das Museum selber.

Das WeltenMuseum

Seit meinem letzten Besuch im Landesmuseum hat sich einiges getan. Mittlerweile folgt es dem Konzept eines WeltenMuseums. Auf 3 Etagen verteilt erwarteten uns die NaturWelten, die MenschenWelten und zum Abschluss die KunstWelten. Es versprach also ein abwechslungsreicher und spannender Abend zu werden. Und dank der fachkundigen Führung durch den Pressesprecher wurde es auch nicht langweilig. 

NaturWelten

Wie auch bei meinen Besuch in der Kindheit, begann unser Instawalk in den NaturWelten. Vorbei an Nemo, Piranhas und dem legendären Zitteraal ging es zu den Landbewohnern. Diese Anordnung ist nicht zufällig gewählt, folgt sie doch der Evolution. Auch wir gehen einen leicht steilen Weg hoch, während wir sozusagen das Wasser verlassen.

Bei den Landbewohnern erwarten uns vor allem Echsen (tot und lebendig), putzig dreinschauende Mäuse und verschiedene Insekten. Besonders beeindruckend finde ich den Abdruck eines Blitzeinschlages. So etwas lässt sich tatsächlich finden und auch ausstellen, verrückt oder?

MenschenWelten

Nachdem wir uns von lebendigen und ausgestopften Exponaten verabschiedet haben, geht es in die zweite Etage des Landesmuseum Hannover. Hier erwaten uns die MenschenWelten. Zunächst dürfen wir die archäologischen Exponate bestaunen, ehe die ethnologischen kommen. Was mich besonders freut ist, das auch nach dem Umbau die Dioramen noch erhalten geblieben sind. Als Kind konnte ich mich total in den kleinen Schaubildern verlieren und auch heute funktioniert das noch, wie ich erfreut feststelle. 

Nachdem wir einiges über die Entwicklung des Menschen erfahren haben, fasziniert mich natürlich vor allem die ethnologische Ausstellung. So erfahren wir z.B. das die Rüstung der Samurai, welche aus Rochenhaut besteht, absolut Röntgenstrahlenresistent ist. Auch werden einige Teile der Ausstellung nach wie vor benutzt. So werden ab und zu japanische Teezeremonien dort abgehalten.

Sowieso fällt auf, wie interaktiv das Landesmuseum Hannover gestaltet ist. Von verschiedenen Stationen wo man sich Beispiel Musik anhören kann bis hin zu Bildschirmen die unterschiedlichstes Wissen vermitteln und zum Nachdenken anregen. 

 

Heute Live im @landesmuseum_hannover war euer Kindheitstraum schon immer #nachtsimmuseum zu sein? Dann folgt mir heute Abend auf Instagram. #instawalk #landesmuseum #landesmuseumhannover #museum #museumday #museums #skurill #crazy #maske #masken #colors #colours #colorfull #colourfull #scary #spooky

Ein von Lynn Benda (@lieschenradieschenreist) gepostetes Foto am

KunstWelten

Zu guter Letzt ging es unter das Dach des WeltenMuseum. Ich muss zugeben, als Kind war für mich diese Ausstellung die langweiligste von allen. Heute kann ich durchaus gefallen an den unterschiedlichen Gemälden der Epochen finden. Außerdem ist es möglich Restauratoren bei ihrer Arbeit über die Schulter zu blicken. Auch hatte unserer Führung die eine oder andere Lustige Anekdote zu den Bildern auf Lager.

So gab es eine Phase in der Gemälde häufig mit einem angedeuteten Vorhang gezeichnet worden. Auf diesen waren oftmals anrüchige Szenen oder Party zu sehen. Auf wiederum anderen wurden ungemein viele Speisen dargestellt. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man bedenkt das Südfrüchte nur schwer zu bekommen waren und es eigentlich keine Gewächshäuser, geschweige denn Kühlketten für Meeresfrüchte gab. Aber man folgte eben dem Motto “Wer hat, der kann” und zeigte ausgewählten Gästen gerne, was man hat. Heutzutage prahlen einige gerne mit ihren Autos oder Uhren, früher waren es eben Gemälde. 

Fazit: eine tolle nächtliche Führung durch das Landesmuseum Hannover

Nach gut 2 1/2 Stunden war unsere nächtliche Führung durch das Landesmuseum Hannover leider auch schon wieder vorbei. Vermutlich hätten wir dort noch länger bleiben können, denn es hat noch nicht mal für die Sonderausstellung gereicht. Aber dies ist sicherlich nur ein weiterer Grund, nochmal wieder zu kommen.

Den Abend haben wir dann noch im Café Schönwalds mit Blick auf die NaturWelten, ausklingen lassen. Mit leckeren Gebäck, Bier und Wein haben wir die ersten Bilder bei Instagram hochgeladen und uns über die Führung unterhalten. Ein wirklich gelungener Instawalk!

Aber was genau ist eigentlich ein Instawalk?

Für alle die sich den ganzen Beitrag schon fragen, was eigentlich ein Instawalk ist, hier die Auflösung. Es handelt sich dabei um den gemeinschaftlichen Spaziergang einer Gruppe Instagram Nutzer, zu einem bestimmten Thema. Unser Thema waren natürlich die verschiedenen Welten des Landesmuseums. Meist wird auch ein bestimmter Hashtag festgelegt. In unserem Fall #nachtsimmuseum.

Eine ausführlichere Beschreibung hat Anna von Immer Unterwegs geschrieben. Außerdem erzählt sie aus ihrer Sicht, über unseren Instawalk. Hier der Link zum Beitrag.

Möchtest du auch einmal das Landesmuseum Hannover besuchen? Dann findest du auf deren Website weitere ausführliche Informationen sowieso natürlich auch die Öffnungszeiten etc.

3 Kommentare

    • lieschenradieschen

      Lieber Karl,

      Das kann ich dir leider nicht sagen. Wende dich doch gerne mal direkt ans Landesmuseum.

      Liebe Grüße,
      Lynn

  1. Pingback: Landesmuseum Hannover aka das "WeltenMuseum": Eine Reise um die Erde in drei Welten | Tiny Traveler

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