Bist du noch Urlauber oder reist du schon?

“Puh, ich brauche erstmal Urlaub”.
“Aber du kommst doch gerade aus dem Urlaub!?”

Wer kennt sie nicht, solche Dialoge? Viele Menschen verstehen den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Reisen und Urlaub machen nicht. Reisen sind anstregend, dreckig und manchmal auch gefährlich. Aus diesem Grund kann man gut nach einer Reise ein paar Tage Strand Urlaub dran hängen (zumindest bis es uns wieder in den Füßen kribbelt…).

Und genau da drin liegt der Unterschied zwischen Urlaub machen und dem Reisen.
Urlaub schreit nach Erholung und entspannen am Strand oder wahlweise in einem Liegestuhl, Hängematte etc. Man möchte nicht viel Erleben und das höchste der Gefühl sind ein bis zwei Tagesausflüge. Tägliches Highlight? Der Gang zum Abendbuffet.
Und ich möchte nicht sagen das das schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Jeder von uns braucht immer mal wieder etwas Erholung um die Batterien aufzutanken, aber ich könnte nie nur Urlaub machen. Denn ich bin eine Reisende.

Buch Urlaub

Als Reisender möchte man nie lange an einem Ort bleiben. Man will erleben, entdecken, fühlen, lachen, weinen, hören, riechen und schmecken. Die Tage können ruhig morgens um 5 beginnen und spät in der Nacht enden. Reisen sind in den seltensten Fällen richtig geplant, man lässt sich einfach so treiben.  Und sie sind anstregend. Man fährt lange in ungewöhnlichen Transportmitteln oder geht viel zu Fuß. Der Rucksack drückt und wird immer schwerer, aber genau das macht auch glücklich.
Jede Reise treibt mich an und entfacht ein neues Fernweh. Bestimmt können dies einige nicht nachvollziehen, aber all diese “Strapazen” nehme ich gerne in Kauf, um wieder Neues zu erleben. Und anschließend, kann man ja immer noch etwas Urlaub machen.

Sonnenuntergang Fish River Canyon Namibia

Vielleicht kennt ihr ja auch dieses innere Gefühl der Unruhe. Ach was frage ich, ihr kennt es auf jeden Fall…
Das erste Mal hat es mich in Kenia erwischt. Nachdem ich viel im quirligen Nairobi unterwegs war und Safari in der Massai Mara gemacht hatte, hatte es mich für ein paar Tage an den Strand verschlagen. Und was soll ich sagen? Bereits am zweiten Tag war mir langweilig. Mein Körper und Geist waren noch so voll mit dem Adrenalin von neuen Erfahrungen, das ich noch mehr von dieser “Droge” haben wollte. Aus diesem Grund habe ich mich in jede Exkursion eingebucht und bin überall mit hin gefahren, was nur ging.
Nur um mein Fernweh zu beruhigen.

Paradies Diani Beach Kenia

Und danach hat es mich auch nicht mehr losgelassen. Jede freie Minute verbringe ich mit entdecken. Ich möchte nicht in ein Land reisen und nicht mehr als das Hotelgelände sehen. Ich möchte das beste Essen der Stadt essen, Sonnenauf und -untergänge sehen, neue Freunde finden, feiern und mich treiben lassen. Mich ausruhen kann ich auch, wenn ich zu hause bin.

Und aus diesem Grund sage ich:

“Wir sind zu jung und zu abenteuerhungrig für Urlaub!”

Travelquote Namibia

 

8 Kommentare

  1. Ohje, bei deinen Fotos werden die Erinnerungen an meinen Kenia-Urlaub im Oktober wieder wach. Ich habe exakt das gleiche Foto vom Katamaran 😉 Und auch dein Beitrag über die Safari in Kenia kommt mir sehr bekannt vor, der klingt bei mir ganz ähnlich. Nur dass wir keine Geparden so nah gesehen haben 🙁 Aber dafür ist es Wildnis und Natur, das ist unglaublich beeindruckend und ein unvergessliches Erlebnis.

    Ich bin gespannt auf deine weiteren Berichte über deine Reiseerlebnisse.

    Liebe Grüße

    Pia

    • lieschenradieschen

      Hallo Pia,

      ich musste mir natürlich auch gleich mal deinen Beitrag durch lesen 🙂 Sehr schön!! Safaris sind immer sehr faszinieren und ich bin total dankbar, das ich die Möglichkeit hatte, so viele Tiere zu sehen…

      Liebe Grüße,
      Lynn

    • lieschenradieschen

      Ja! Lebensstil, das Wort habe ich die ganze Zeit gesucht. Passt irgendwie am besten 😉

      Liebe Grüße,
      Lynn

  2. Hallo Lynn,
    jetzt habe ich es auch geschafft, deinen Artikel zu lesen. Wenn du magst, kannst du natürlich damit noch gern bei unserer Blogparade teilnehmen!

    Liebe Grüße,
    Francis

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