Reisebericht aus Kapstadt – aus dem Urlaubstagebuch geplaudert

Blick auf die Buchten von Camps Bay in Kapstadt

Am 8.August 2014 war es endlich so weit, nach 11 Stunden Flug bin ich in Kapstadt angekommen. Eine wunderbare Stadt, die ich nur allzu gerne erkundet habe. Auf mich warteten 3 Tage volles Erkundungsprogramm, dass ich nur allzugerne mit dir teile. Hier kommt mein ganz persönlicher Reisebericht aus Kapstadt.

Angekommen in Kapstadt

Geflogen bin ich mit South African Airways, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Das Personal ist sehr freundlich und es gibt für jeden Passagier ein kleines Täschchen mit Zahnbürste/-pasta, Schlafmaske und Socken. Ich liebe ja so kleine Aufmerksamkeiten und so etwas hilft tatsächlich, einen Flug sehr viel angenehmer zu gestalten. Hilfreich war natürlich aber auch, dass ich eine komplette Sitzreihe für mich alleine hatte.

Da ich nur knapp drei volle Tage in Kapstadt hatte, habe ich auch das volle Touriprogramm durch gezogen. Also schnell noch Geld gewechselt, im Hotel etwas frisch gemacht und los die Stadt erkunden. Schon von Deutschland aus habe ich mir die Go Capetown City Card bestellt und die durfte ich dann aus dem 15.Stock des Pinnacle Buildings abholen. So eine Sicht hätte ich beim arbeiten auch gerne.

Stadtrundfahrt im roten City-Bus

Eine Querstraße weiter liegt die Longstreet, eine der Haupteinkaufsstraßen Kapstadts. Dort ist auch ein Stop der Hop On Hop Off Busse. Die City Card ermöglicht eine kostenlose Fahrt auf einer Route deiner Wahl. Da es schon etwas später war, habe ich mich für die kleinere, rote Route entschieden, die durch die Innenstadt führt. Viel zu kaputt um irgendwo auszusteigen, habe ich mich einfach durch die Gegen kutschieren lassen, um einen ersten Überblick bekommen.

Die zwölf Apostel in Kapstadt. Gesehen auf der Stadtrundfahrt mit der roten Linie

Kapstadts FußballstadionDer letzte Stop der Tour ist die V&A Waterfront. Dort habe ich dann gleich ein weiteres Mal die Vorteile der City Card genutzt und bin mit dem Riesenrad gefahren. Ich muss gestehen das ich wirklich kein Fan von Höhe bin, aber ich dachte mir wenn man schon mal da ist.

Höhenangst und Riesenrad

Die Aussicht ist wirklich toll, allerdings wirklich herausfordernd für mich und meine Höhenangst alleine. Zwar glaube ich, dass der Tafelberg eine bessere Sicht bietet, allerdings ist man hier viel näher an der V&A dran.

Leider war bei meinem Aufenthalt auch die Seilbahn für Wartungsarbeiten geschlossen und alleine habe ich mich nicht hoch getraut, also war ich auch nicht auf dem Tafelberg. Ich sehe das einfach als Zeichen wieder zu kommen.

Blick von Kapstadts Riesenrad auf die V&A Waterfront

Blick von Kapstadts Riesenrad auf den Tafelberg

Aussicht aus einer der Gondeln im Riesenrad von KapstadtAnschließend war ich noch kurz in der Mall drin, aber das war mir dann doch etwas zu viel Geschäfte und ich bin lieber draußen noch etwas rum gelaufen. In einem der Gebäude ist ein sehr guter Foodcourt, in dem z.T. auch regionale Speisen angeboten werden. Als ich da war, waren die Geschäfte gerade im Inbegriff zu schließen, aber freundlicherweise wurde für mich die Friteuse nochmal angeworfen, sodass ich Fish&Chips zum Abendbrot bekommen konnte.So ziemlich am Ausgang gibt es einen kleinen Stand, an dem Taschen und Schürzen mit verschiedenen Motiven von Kapstadt bedruckt sind. Da konnte ich natürlich nicht dran vorbei gehen.Als es dann langsam Anfing zu dämmern habe ich mir ein Taxi zurück ins Hotel genommen.

Dies war übrigens das Lady Hamilton Hotel. Es liegt ziemlich nah an der Kloof Street und ich hatte sogar Sicht auf den Tafelberg. Man merkt dem Hotel sein Alter an, allerdings war alles sauber und das Personal sehr freundlich. Nächstes Mal würde ich wohl aber in ein anderes Hotel gehen, da Kapstadt sicherlich einiges mehr zu bieten hat.

Die obligatorische Cape Point Tour

Am nächsten Morgen bin ich dann um 7:00 Uhr zu einer Cape Point Tour* abgeholt worden ( auch entspannt von Deutschland aus über Get Your Guide gebucht). Da ich die erste der abgeholten Gäste war, durfte der Stadt noch beim Aufwachen zu schauen. In diesem Zusammenhang hat man auch das erste Mal Obdachlose gesehen, die ansonsten  meist aus der Innenstadt raus gehalten werden.

Als dann alle eingesammelt waren, sind wir direkt in ein kleines Fischerdorf gefahren, von dem man aus Touren zu einer Seelöwen Kolonie machen konnte. Habe ich natürlich gemacht, ist ja wohl klar, oder?

Der Ort hat mir total gut gefallen. Viel Spannender allerdings als die Seelöwen, fand ich den Fischereibetrieb im Hafen.

Das Gebäude von Drumbeats Charters, welche Bootstouren zu den Seelöwen in Kapstadt anbieten

Seelöwen auf der Cape Point Tour

Zwei Frauen im Hafen von Hout BayUnser nächster Stop war dann das Kap der Guten Hoffnung. Auf der Fahrt habe ich mich mit einem etwas älteren australischen Pärchen angefreundet, die unglaublich lieb waren und sich sofort für mich verantwortlich gefühlt haben.

Das sagenumwobene Kap der Guten Hoffung

Am Kap habe ich dann auch gleich meine erste Lektion in Sachen Südafrika gelernt: nur weil morgens die Sonne scheint, heißt es nicht das es Nachmittags auch warm ist. Sprich, ich hätte eine Jacke mit nehmen sollen, da es sich ordentlich zu gezogen hat. Auch ist das Kap nicht der südlichste Punkt Afrikas ( wie es gerne tituliert wird), sondern Kap Agulhas weiter östlich.

Dort habe ich auch meine ersten Elenantilopen gesehen. Außerdem gibt es dort viel Strauße, Springböke und Paviane.

Lynn am Kap der guten Hoffung auf der Cape Point Tour

Elenantilopen im Cape Point Nationalpark auf der Cape Point Tour

Anschließend sind wir dann zum Leuchtturm am Cape Point gefahren. Dieser ist so hoch gebaut, das man ihn bei Nebel vom Meer aus nicht sehen kann. Natürlich sehr schlau in einer Gegend, wo es häufig nebelig ist.

Aufstieg zum Leuchtturm von Cape Point

Dort lohnt es sich auf jeden Fall zu Fuß hoch zu gehen. Dies dauert nicht länger als 30min und man hat viel mehr von der Natur. Zum Beispiel fliegen dort tolle, bunte Vögel rum. Außerdem lohnt sich auch der Souvenirshop am Parkplatz. Denn wie der aufmerksame Lesende weiß, ich liebe Souvenirs!

Der in Wolken gehüllte Leuchtturm am Cape Point

Vögel auf einer Steinmauer bei Cape PointSobald wir vom Kap weg gefahren sind wurde auch schlagartig das Wetter wieder besser. Auf jeden Fall habe ich einen Eindruck davon bekommen wie wechselhaft dort das Wetter sein kann und vor allem auch wie die Winde wehen ( in Kapstadt kann es richtig windig werden und der Guide meinte schon seit dem Morgen “da kommt was auf uns zu” und tatsächlich hatten wir auch zum Abend hin richtig schlechtes Wetter).

Ein in Wolken gehüllter Berg auf der Cape Point TourDer nächste Stop war dann Boulders Beach und die Pinguin Kolonie dort. Bevor wir allerdings dort hin gegangen sind gab es erstmal Mittagessen mit tollster Aussicht aufs Meer. “Meine” Australier haben mich sogar zum Essen eingeladen. So furchtbar liebe Menschen.

Endlich, Boulders Beach!

Boulders Beach ist wirklich toll. Ich meine wann hat man schon mal die Gelegenheit Pinguine in freier Wildbahn zu sehen? Sie riechen zwar etwas, aber das macht ihr Aussehen und ihr Verhalten wieder wett.

Detailaufnahme der Pinguine vom Boulders Beach

Pinguine am Boulders Beach auf großen, runden SteinenUnser letzter Stop waren dann die Botanical Gardens. Eigentlich habe ich mich dadrauf nicht wirklich gefreut, aber im nachhinein war es der beste Stop von allen! Die Atmosphäre mit dem Licht und die vielen Pflanzen und Gerüche, ich kann das gar nicht in Worte fassen…

Proteas im Gegenlicht der untergehenden Sonne im Botanical Garden von Kapstadt

Kirstenbosch Botanical Gardens im NebelDanach hieß es auch fast schon Abschied nehmen. Zum Schluss ging es nochmal vorbei an dem Krankenhaus wo die erste Herztransplantation der Welt statt gefunden hat und dem Stadion.

Zurück im Hotel bin ich dann todmüde ins Bett gefallen.

Der letzte Tag in Kapstadt…

 Meinen letzten vollen Tag habe ich im Aquarium verbracht. Es ist wirklich total gut gemacht und mit der City Card hatte ich auch wieder freien Eintritt.

Anschließend hatte ich großen Hunger und da ich am Tag zuvor die Empfehlung für ein Sushirestaurant bekommen hatte, konnte ich da natürlich auch nicht “Nein” sagen. Mit Aussicht auf den Hafen habe ich dann unglaublich gutes Suhsi genossen.

Sushi an der V&A Waterfront in KapstadtNach meinem Mahl bin ich dann zurück ins Hotel, wo ich meine Zimmernachbarin für die nächsten zwei Wochen kennen gelernt habe. Bevor wir uns am Abend mit der Gruppe treffen sollten, mit der wir am kommenden Tag Richtung Namibia aufbrachen, sind wir noch etwas zusammen durch die Stadt gelaufen. Lohnen tun sich auf jeden Fall auch hier die Gärten, wo es viele bunte Vögel gibt und albino Eichhörnchen.

Gruppentreffen und Abschied nehmen

Nachdem treffen mit der Gruppe bin ich dann noch mit einigen Essen gegangen. Auf der Kloofstreet findet man wirklich für jeden Geschmack etwas. Wir sind letztendlich bei einem leicht italienisch angehauchten Restaurant gelandet,

Wenn ihr in Kapstadt seit, solltet ihr auf keinen Fall den frischen Fisch verpassen. Was ich auch sehr empfehlen kann ist Butternut in allen Variationen ( vor allem als Pizza!).

Am nächsten Morgen sind wir dann Richtung Namibia aufgebrochen. Kapstadt hat sich dabei allerdings bedeckt gehalten und wir konnten nicht mehr viel sehen. Davon berichte ich dann aber im nächsten Post. Alles in allem ist Kapstadt eine wunderschöne Stadt die alles zu bieten hat was das Herz begehrt. Ich habe mich nie unsicher gefühlt oder hatte Angst, ganz im Gegenteil, ich habe mich total in diese Stadt verliebt.

Rot-Weiß-gestreifter Leuchtturm in KapstadtMeine Must Do´s in Kapstadt

  • Butternut und Fisch essen
  • Den Tafelberg erklimmen ( irgendwann komme ich auch nochmal dazu!)
  • Cape Point Tour. Das macht zwar wirklich jeder, aber es lohnt sich auch wirklich
  • Das Cape Malay Viertel erkunden
  • Hop on Hop off Bustour, um einen entspannten Überblick zu bekommen
  • Das geschäftige Treiben der V&A Waterfront genießen und anschließend in der Markthalle lecker einkaufen
  • Den Charme von “The Old Biscuit Mill” genießen
  • Museums Tour. Spannende Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit
  • Robben Island
16 Kommentare
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Gast
5 Jahre zuvor

Herzlichen Dank für deine Info und für den Link zu deinem Bericht.

Toll geschrieben und viele schöne Blder die unsere Vorfreude auf unseren Trip im Mai noch weiterhin steigern.

Ich werde mir morgen alles noch einmal in Ruhe anschauen und nötige Notizen machen!!

Liebe Grüße
Petra
https://www.facebook.com/Petrasreiseblog

Gast
Verena
5 Jahre zuvor

Liebe Lynn,

was hst es denn mit der City Card auf sich ? Wo und Wie kann man sie ordrrn und was kostet sie ? Was kann man mit ihr unternehmen ?

Viele Gruesse

Verena

Gast
5 Jahre zuvor

Ganz toll geschrieben….da bekommt man Sehnsucht nach SA/Kapstadt

Gast
5 Jahre zuvor

Genau so muss ein Reisebericht sein, der erste Hilfestellung für Winter-müde Europäer geben soll. Hinein in den Sommer Afrikas…

Gerne habe ich diese Reisebeschreibung als Gastbeitrag bei ReiseFreak.de gespiegelt:
http://reisefreak.de/2015/01/20/kapstadt-wo-alles-anfing-lieschenradieschen-reist-an-die-suedspitze-afrikas/

Demnächst auch in der Reiseberichte-Sammlung http://1001-ReiseBerichte.de verfügbar.

Gruß von der Donau
Wolfgang

[…] Kapstadt – Cederberg Mountains und Orange River – Fish River Canyon und Namib – Swakopmund – Twyfelfontein […]

Gast
5 Jahre zuvor

Hallo Lynn,
ach wie Schade, dass du nur 3 Tage in Kapstadt sein konntest – es gibt sooo viel zu sehen.
The Old Biscuit Mill, einen tollen Foodmarket am Samstag hast du ja schon erwähnt. Unbedingt erwähnen sollte man meinen Lieblingspark http://peterstravel.de/lieblingspark-companys-garden-in-kapstadt/ . Ich musste ihm einfach einen eigenen Post widmen. Demnächst schreibe ich noch mehr Beiträge über Kapstadt und Südafrika…
BG, Peter

Gast
5 Jahre zuvor

Habe gerade Dein Kapstadtpost entdeckt, freu. Wir fliegen im August und je mehr ich lese, um so größer ist meine Vorfreude. Ich hatte inzwischen schon ziemliche Bedenken wegen des Wetters, aber ganz so schlimm scheint der afrikanische Winter doch nicht zu sein, oder? LG Ines

Gast
Sabrina
5 Jahre zuvor

Schöner Bericht ! Wir waren dieses Jahr mit unseren beiden Kindern auf Elternzeitreise in Südafrika. Kapstadt ist leider viel zu kurz gekommen.Mit dem Hopp on-Hopp off- Bus waren wir aber auch unterwegs und fanden, dass dies eine gute Sache war, um rumzukommen. Den Kleinen hat es auch Spaß gemacht. http://lets-find-tiggy.com/2015/04/13/chillen-mit-kindern-in-und-um-kapstadt/

Liebe Grüße -Sabrina-

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