Vom analogen Unterwegs sein – Reiseführer

Studieren einer Karte in Kopenhagen

Reiseführer

[unbezahlte Werbung] Ich oute mich! Ich bin eine von denen, die Reiseführer immer noch mit sich rumschleppt. Häufig lese ich auf den unterschiedlichsten Blogs, das drauf verzichtet wird, welche zu mit zu nehmen. Die Gründe sind vielseitig: zu schwer, zu sperrig und jeweils nur die Meinung einer Person oder eines Verlags. Und die Argumente haben ja auch durchaus ihre Berechtigung, allerdings hält mich das nicht auf, immer einen Begleiter in Papierform dabei zu haben.

Ich liebe es einfach, Monate vor der eigentlichen Reise in eine Buchhandlung zu gehen und nach dem passenden Reiseführer zu suchen. Schon hier könnte ich ewig stöbern und mich zwischen den Seiten verlieren. Vielleicht können das nicht alle nach voll ziehen, aber schon alleine der Gang dorthin, weckt die Vorfreude in mir.

Ist der passende Reiseführer dann gefunden, was nicht leicht ist, gefühlt gibt es hunderte von Verlagen, die alle ihre Vor- und Nachteile haben, nehme ich ihn überall mit hin.
Ich weiß, das klingt verrückt, aber mich macht das einfach glücklich.
Natürlich trage ich ihn nicht nur mit mir rum, sondern lese auch da drin. Wenn mir ein Tipp besonders gut gefällt, wird er natürlich auch gleich in meinem Reisenotizheft notiert. In diesem sammel ich alle Tipps und Zeitungsschnippsel, die ich finden kann, und habe so meinen ganz persönlichen Reiseführer.

Anhang 1 (35)

Sobald ich Unterwegs bin, schlage ich gerne im Reiseführer nach. “Wie genau heißt die Kirche, vor der ich stehe?” Welches war nochmal dieses kleine Küstenstädtchen, wo es so guten Fisch geben soll?” “Und was hat dies mit der Geschichte des Landes zutun?”
Ich bin mir natürlich auch bewusst, das ein Reiseführer keine wirklichen Insidertipps bereithält, dennoch gibt es doch auch parallelen zum Bloggen. Ein Reiseführer ist ja genauso von einer Person mit viel Liebe recherchiert worden. Und bei einem Blog ist das ja auch ähnlich. Und sagt mir der eine Schreibstil und die Tipps nicht zu, suche ich mir den nächsten. Egal ob Blogger oder Reiseführer.
Auch mit den Insidertipps ist das ja relativ. Kann man noch von Insidertipp sprechen, wenn ein Blogger über 13.000 Likes bei Facebook hat? Wahrscheinlich nicht mehr, als bei einem Reiseführer.
Welches Argument ich tatsächlich gelten lasse ist die Aktualität. Ein Blog ist natürlich viel schneller aktualisiert und man kann schneller auf Geschehnisse eingehen und dadrüber berichten.

Anhang 1 (34)

Besonders gut finde ich auch, das Reiseführer immer offline funktionieren. Natürlich kann ich auch Seiten abspeichern (funktioniert übrigens super bei Google Maps, einfach offline speichern), aber ich habe nie die gesamte Bandbreite eines Reiseführers.

Und zu guter Letzt, sind Reiseführer für mich kleine Schätzkisten. Da ich diese immer dabei habe, werden Dinge wie Zeitungsartikel, Federn und Postkarten zwischen seine Seiten gelegt. Meist vergesse ich das allerdings und freue mich dann zu Hause um so mehr.

Anhang 2 (11)

Mein kleine Reise Bibliothek

Und wegen all diesen Argumenten, nehme ich es auch gerne in Kauf, etwas mehr mit zu nehmen. Aber letztendlich liegt es wohl bei jedem selber. Und irgendwie ist ein Mittelding zwischen Apps und Reiseführer doch auch sinnvoll oder?

Ich bin gespannt. Seid ihr Typ Reiseführer oder Typ App? Oder ein Mittelding aus beidem?


Dieser Artikel versteht sich gleichzeitig als Auftakt zu einer Reihe um und über Reiseführer. Dank einer Großzügigen Spende des Michael Müller Verlages, bin ich für die folgenden Reisen mit Reiseführern eingedeckt. Danke noch einmal dafür! In den nächsten 5 Monaten folgen Berichte über meine Erfahrungen mit diesen. Ich hoffe viel Unbekanntes zu entdecken, Landes typisches zu probieren und Momente fürs Leben zu haben . Frei nach dem Motto: Michael Müller Verlag – individuell reisen. 

16 Kommentare

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