Schlagwort: Rezension

fundamentalös – Buchrezension zum lesenswerten Roman von Nussaibah Younis

Eine Hand hält das Buch fundamentalös von Nussaibah Younis gegen eine hellblaue Wand.

Selten hat mich ein Debütroman gleichzeitig so gut unterhalten, überrascht und zum Nachdenken gebracht wie „fundamentalös“ von Nussaibah Younis. Here is why!

Mit ihrem Erstlingswerk gelingt Nussaibah Younis ein bissiger, humorvoller und auch nachdenklich stimmender Roman, der sich mit großen Themen wie Radikalisierung, Identität und Zugehörigkeit auseinandersetzt, ohne an Unterhaltungswert zu verlieren. „fundamentalös“ erzählt die Geschichte einer UN-Mitarbeiterin, die im Irak ein Deradikalisierungsprogramm leiten soll und dabei nicht nur mit politischen Realitäten, sondern auch mit ihren eigenen Überzeugungen konfrontiert wird. Für mich war dieses Buch schon jetzt eines der absoluten Lesehighlights 2026: messerscharf beobachtet, pointierter Humor und emotional vielschichtig.

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Sister Deborah – Ist der Messias eine Schwarze Frau?

Eine Hand hält das Buch Sister Deborah von Scholastique Mukasong gegen eine hellblaue Wand

Eine vielschichtige Geschichte über Glaube, Erinnerung und weibliche Selbstermächtigung.

Es ist eine altbekannte Geschichte. Sobald Frauen den Normen nicht entsprechen, gelten sie als Hexe, Ungläubige oder wahlweise hysterisch. Nicht anders ergeht es Sister Deborah. In den 1930er Jahre verkündet die US-Amerikanerin als Missionarin in Ruanda, dass der Messias eine Schwarze Frau ist. Damit gerät sie in Konflikt mit Kirche, Kolonialmacht und Männern – oft untrennbar miteinander verknüpft, manchmal sogar in einer einzigen Person. Es kommt zum Eklat und Sister Deborah verschwindet, wie vom Erdboden verschluckt.

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Japan, Hokkaidō das kulinarische Paradies: Ein Kochbuch mit Fernwehgarantie

Das Kochbuch Japan, Hokkaidō das kulinarische Paradies liegt auf einem roten Tischläufer mit Schriftzeichen. Ebenfalls zu sehen sind Essstäbchen, ein japanischer Flyer und Reiskörner

Rezepte von den Feldern, Wäldern und Küsten im Norden

Hokkaidō, Japans nördlichste Insel, ist nicht nur für die hervorragende Qualität der Lebensmittel bekannt, sondern auch für das, was aus ihnen hergestellt wird. In seinem Kochbuch „Japan, Hokkaidō – Das kulinarische Paradies“ nimmt uns der Autor und Koch Tim Anderson zu den Kochtöpfen der Region. Von der Ainu-Küche der indigenen Bevölkerung, über diverse Ramen-Spezialitäten und Zubereitungsformen von Meeresfrüchten bis hin zu Milchbrot und Lavendeleis. Gespickt wird das ganze durch Anekdoten und Hintergrundinformationen zu den Städten und Orten Hokkaidō. Aus jeder Buchseite strahlt förmlich die Begeisterung des Autors für Japan und insbesondere Hokkaidō und allein das macht das Kochbuch zu einem wahren Genuss.

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Wie man in Japan Go-go-Girl wird: Ein Leben zwischen Schulbank und Dancefloor

Eine Hand hält das Buch Wie man in Japan Go-go-Girl wird von Anne Sanner gegen eine hellblaue Wand.

Eine wahre Geschichte über ein besonderes Doppelleben in Japan

Mit ihrer Autobiografie „Wie man in Japan Go-Go-Girl wird“ überrascht uns die Autorin Anna Sanner mit schonungsloser Ehrlichkeit und ihrer scharfen Beobachtungsgabe. Mit jedem Kapitel wird man dabei tiefer ins pulsierende, widersprüchliche Herz Osakas gezogen. Während beim Stichwort Japan wohl eher Tempel, Kirschblüten und der Fuji vor dem inneren Auge aufziehen, nimmt uns die Autorin mit in eine ganz andere Welt. Sie öffnet die Tür zu den Nachtclubs, zu den Rollen, die wir uns selbst und die Gesellschaft uns zuweisen, und zu jenen, die man übernimmt, wenn niemand hinsieht. Ein Buch über Mut, Identität und das ständige Ausloten von Grenzen. Sowohl beruflich als auch kulturell und persönlich.

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Rezension Urlaub vom Patriarchat – Von einer die auszog, das Frausein zu verstehen

Eine Hand hält das Buch "Urlaub vom Patriarchat" von Friederike Oertel gegen eine hellblaue Wand.

Von dem Buch „Urlaub vom Patriarchat“ habe ich erwartet, über eine matriarchale Gesellschaft in Mexiko zu lesen und bekam noch so viel mehr an Wissen und Einblicke obendrauf geschenkt. Statt einer einfachen Gegenentwurfserzählung entfaltet die Autorin Friederike Oertel eine facettenreiche Reflexion über das Patriarchat. Von der historischen Entstehung, die vermeintliche Unverrückbarkeit und zum Glück der Tatsache, dass das Patriachat alles andere als naturgegeben ist. Klasse!

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Tochter der Savanne – Tansania jenseits von Safari und Strand

Eine Hand hält das Buch "Tochter der Savanne" von Macelli Wadino Shabati gegen eine hellblaue Wand auf welche Schatten fallen.

Was bedeutet es, in einer Gesellschaft aufzuwachsen, in dem Bildung für Mädchen keinen hohen Stellenwert hat? In „Tochter der Savanne“ erzählt Macelli Wadino Shabati ihre berührende Geschichte und schafft damit nicht nur ein bewegendes Porträt, sondern auch ein tiefgehendes Plädoyer für Bildungsgerechtigkeit, Menschenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter.

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