Schlagwort: Rezension

Wir Zerrissenen – Eine verbotenen Liebe im Schatten der Apartheid

Eine Hand hält das Buch "Wir Zerrissenen" von Rešoketšwe Manenzhe gegen eine hellblaue Wand.

Im Jahr 1927 tritt der Immorality Act in Südafrika in Kraft, welcher die perfide Trennung von Schwarzen und weißen weiter vorantreibt. Er verbietet jegliche Beziehung zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe. Noch wiegen sich Abram, seine Frau Alisa und die zwei Kinder in trügerischer Sicherheit, doch bald werden auch sie von der gewaltvollen Architektur der südafrikanischen Apartheid eingeholt. In ihrem Debüt “Wir Zerrissenen” schreibt die Autorin Rešoketšwe Manenzhe über die unvorstellbaren Einschnitte dieser und weiterer Gesetzte. Ein Historienroman, der zugleich Liebesroman und Familiendrama ist.

Weiterlesen

Yoga Town – Der neue Roman des Bestsellerautors Daniel Speck

Eine Hand hält das Buch "Yoga Town" von Daniel Speck gegen eine hellblaue Wand.

Der Hippie-Trail, eine Yogalehrerin, die noch nie in Indien war und ein Ashram, in welchem auch die Beatles zu Gast sind. Dazwischen liegen beinahe 50 Jahre , zwei Zeitgeister und ein tragisches Familiendrama. In seinem neuen Roman “Yoga Town”, spielt Beststeller Autor Daniel Speck gekonnt mit Klischees und schafft so eine Familiengeschichte, die geprägt ist von Liebe, Verlust und einer Prise Spiritualität, ohne sich in Banalitäten zu verlieren.

Weiterlesen

Du hast mir nie erzählt – Eine Hongkonger Familiengeschichte

Eine Hand hält das Buch "Du hast mir nie erzählt" von Wiz Wharton gegen eine hellblaue Wand. Die Sonne wirft ein Schattenspiel auf Wand und Buch.

Es ist das Jahr 1997 und Lily arbeitet in einem Londoner Secondhand Laden. Der Job hält sie gerade so über Wasser, aber ihre Träume hat sie in einem Kokon tief in ihrem Inneren vergraben. Sie steht im Schatten ihrer vermeintlich erfolgreichen Schwester und quält sich durch die wagen Erinnerungen an ihre zu früh verstorbene Mutter, deren Hongkonger Erbe ihr Vater gemeinsam mit dem Tod seiner Frau begraben hat. Aus ihrer Lethargie wird sie von einem unerwartet Brief aus Hongkong gerissen. Lily wird eine Hohe Summe vermacht, doch um dieses Erbe anzutreten, muss sie nach Hongkong reisen. “Du hast mir nie erzählt” ist ein packender Roman über Familie, Migration und Identität, der Sehnsüchte entfesselt und neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte Seite um Seite schmelzen lässt.

Weiterlesen

Eine kurze Begegnung – Über das Begehren einer Tokioter Mutter

Eine Hand hält den Roman "Eine kurze Begegnung" von Emily Itami gegen eine hellblaue Wand

Es ist nur ein flüchtiger Moment, eine kurze Begegnung, die alles ins Wanken bringt und Mizuki aus der Bahn wirft. Aber war vorher denn wirklich alles in Ordnung? Führte die Tokioter Mutter das Leben, welches sie sich erwünscht hatte? Oder ist ihre Welt schon vorher aus dem Ungleichgewicht gekommen und das Verlangen, der Spaß und die Vertrautheit, die bei der Affäre mit dem beinahe fremden Kiyoshi aufkommen, sind nur die spitze des Eisbergs. Diesen Fragen geht Emily Itami in ihrem äußerst menschlichen Roman “Eine kurze Begegnung” nach.

Weiterlesen

Send Nudes – Storys von Saba Sams

Eine Hand hält das Buch Send Nudes von Saba Sams gegen eine hellblaue Wand.

Liest du gerne Kurzgeschichten? Wenn ja, sind die Storys von Saba Sams in ihrem Debütwerk “Send Nudes” mit Sicherheit etwas für dich. In mal skurrilen, mal humorvollen, immer aber nachdenklich stimmenden Kurzgeschichten, nimmt sie die Leser*innenschaft mit in die Welt von Mädchen und Frauen, die auf dem Weg sind Erwachsen zu werden. Manche verlieren sich dabei, während andere es schaffen, sich neu zu erfinden. Die Geschichten sind dabei so bunt und vielfältig, wie das echt Leben.

Weiterlesen

Mojisola weint nicht – Oder: Wie geht man mit einem unbegreiflichen Verlust um?

Eine linke Hand hält das Buch "Mojisola weint nicht" von Yewande Omotoso gegen eine hellblaue Wand.

In ihrer Trauer und Schuldgefühlen gefangen, reist Mojisola nach Johannesburg. Sie, eine nigerianische Einwanderin in Südafrika, möchte in der Wohnung ihrer Tochter Yinka mehr über die Hintergrunde des Suizids ihres einzigen Kindes erfahren. Mojisola lässt ihren untreuen Ehemann in Kapstadt hinter sich und setzt nun Bruchstückhaft das Leben ihrer Tochter zusammen. Dabei hilft ihr die etwas eigenartige Vermieterin Zelda, Yinkas Handy und die Erkenntnis, dass in all der Dunkelheit um ihre Tochter auch viel Unerwartetes für Mojisola steckt und ihr einen neuen Lebensmut geben kann. “Mojisola weint nicht”, ist ein harter Roman, der trotzdem mit Humor und lebensbejahenden Momenten nicht geizt und absolut lesenswert ist.

Weiterlesen