„Glück auf oder Moin!“ – Ein Wettstreit mit Augenzwinkern zwischen dem Harz und Ostfriesland

Kunst auf Borkum beim Urlaub mit Oma

[Werbung] Berge oder Meer? “Glück auf oder Moin”? Die Frage ist vielleicht so alt, wie das Reisen selbst. Noch schwieriger wird es, wenn man wie ich, mit dem Besten von beiden Seiten aufgewachsen ist. Während ich mit Opa zum Steinkloppen so ziemlich jeden Stein im Harz bewegt habe, habe ich von Oma schwimmen in der Nordsee gelernt. Wie gut, dass man sich in Niedersachsen eigentlich nicht entscheiden muss, denn sowohl die raue Nordsee liegt quasi direkt vor der Haustür wie auch Teile des wunderschön mystischen Mittelgebirge Harz.

Der Harz und Ostfriesland im Vergleich

„Glück auf oder Moin?“ – Harz oder Ostfriesland? Als Hannoveranerin bin ich so ein wenig zwischen beiden Regionen aufgewachsen und konnte mir wohl eine Scheibe von beidem Abschneiden, (Watt-)Wandern kann man schließlich sowohl in Ostfriesland als auch im Harz. Dennoch haben beide so ihre klaren Vorteile, die ich euch im direkten Vergleich vorstellen möchte.

Gipfelsturm statt Wattwanderung?

Theoretisch liegt Ostfriesland an der Nordsee, praktisch ist oftmals Ebbe und Reisende stehen vor der entscheidende Frage, Wattwanderung oder Gipfelsturm? Zwar erwartet einen auf der Wattwanderung keine Steigung, dennoch kann man schon mal ordentlich versinken und sich aus dem Schlick herauszuarbeiten ist vielleicht ähnlich anstrengend, wie die Besteigung des Wurmbergs oder Brocken. Tatsächlich hat der Brocken mit seinen 1141,2 m bereits ein alpines Klima und lädt zum Gipfelsturm ein.

Wer grandiose Aussichten bevorzugt, ist hier vermutlich eher Team „Glück auf“. „Moin“, sagen alldiejenigen, die an die heilende Wirkung von Wattwanderung auf Körper und Seele schwören.

Strandkörbe von Borkum beim Urlaub mit Oma. Glück auf oder Moin?

Heuler statt Raubkatze?

Klassische Safari-Destinationen sind natürlich weder Ostfriesland noch der Harz, dennoch kann man in beiden Regionen überraschend nah an heimische Wildtiere kommen. Im Harz werden Luchse und Raubkatzen wieder angesiedelt und besonders nah kommt man ihnen im Wildkatzengehege kurz vor Torfhaus und am Luchsgehege an den Rabenklippen. Ihnen in freier Wildbahn zu begegnen hingegen, ist beinahe unmöglich. Das ist aber auch richtig so, denn die seltenen Tiere brauchen ihre Rückzugsmöglichkeiten.

Seehundsbank vor Borkum beim Urlaub mit Oma

Neben Wattwürmern gibt es in Ostfriesland mit Seehunden und Robben auch weitaus größere Tiere zu beobachten. Früher habe ich regelmäßig mit meinen Großeltern Beobachtungstouren zu den Sandbänken der Seehunde gemacht. Besonders beeindruckt war ich allerdings von meiner Reise nach Borkum, wo man Seehunde direkt vom Strand beobachten kann.

In punkto Tierbeobachtungen gewinnt „Moin“ für mich. Denn Luchs und Wildkatze sind wunderschön anzusehen, noch mehr freue ich mich allerdings, Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können. Und ein kleiner Heuler ist sowieso unschlagbar, oder?

Mystische Gebirgswelten statt Plattes Land

Sobald man die Nordsee hinter sich lässt und über den Deich steigt, erwartet einen erstmal ganz lange keine Erhebung. Weit und breit ist nur Plattes Land in Sicht. Das muss man tatsächlich mögen, diese Weitsicht. Wenn es dann noch regnet, kann das ganze schnell in Tristess umschlagen. Da hilft nur ein warmer Ostfriesentee, mit ordentlich Kandis und ein gutes Stück Torte.

Ganz anders verhält es sich da in der mystischen Gebirgswelt, des Harzes. Berge wechseln sich hier mit Tälern ab, Klippen überragen Nadelbäume und Bäche suchen sich ihren Weg durch den Wald. Selbst bei Regen und Nebel, den es doch öfters mal im Harz gibt, wirkt die Landschaft beinahe magisch. Nicht umsonst ist der Slogan des Harz auch „mystische Gebirgswelt“. Das hier Teufel und Hexen gemeinsam tanzen, kann man beinahe glauben.

In der Hinsicht sage ich ganz klar „Glück auf“ und erfreue mich an den nebelverhangenen Berghängen des Harzes.

Ein Wettstreit mit Augenzwinkern

Wie man sieht, mir fällt die Entscheidung zwischen „Glück auf“ und Moin“ nicht sonderlich leicht. Mit einem Augenzwinkern liefern sich in ihrer Kampagne die Tourismusverbände des Harz und Ostfriesland, einen kleinen Wettstreit. Für die jeweilige Partei ist die Sache natürlich eindeutig.

„Damit Du nicht lange überlegen musst, wohin die Reise geht, haben wir ein paar Denkanstösse für Dich. Komm zu uns in den Norden – nach Ostfriesland!“ steht „Verschwende nicht noch mehr Zeit mit Grübeln, komm zu uns in die Mitte. Wir bieten dir mehr als Strandurlaub.“ Gegenüber. Mehr Anregungen zu den Highlights beider Regionen gibt es im folgenden Video:

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https://www.youtube.com/watch?v=O33aBG1RzVo

Was denn nun? „Glück auf oder Moin?“

Ich finde die Aktion vom Harzer Tourismusverband und der Ostfriesland Tourismus GmbH äußerst gelungen. Schlussendlich kann ich für mich nur sagen „Glück auf und Moin!“ Denn eine Wahl zwischen beiden Regionen zu treffen, mit denen ich so viele Kindheitserinnerungen verbinde, ist beinahe unmöglich.

Zum Glück ist das auch gar nicht notwendig! Denn durch die relativ kurzen Distanzen musst auch du nicht zwingend eine Wahl zwischen Bergen oder Meer treffen und kannst einfach das Beste aus beiden Regionen kombinieren.

Inspiration dafür findest du entweder auf den verlinkten Websites der Regionen oder auf meinem Blog. Viel Spaß bei der Planung deiner Reise! Lass dir den Nordseewind um die Nase wehen und tauche ein in die Stille der Gebirgswelt.

Ich blicke zurück auf ein wunderschönes Wochenende im Harz

2 Kommentare
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Gast
Atlas mountains
3 Monate zuvor

Danke für deinen tollen Beitrag. es ist wirklich interessant und lesenswert. Ich weiß es wirklich zu schätzen. mach weiter so mit der tollen arbeit.