Zweimal Pillerseetal – vom Winterzauber zum Sommerabenteuer
[Werbung] Bunte Wiesen, in denen es summt und brummt, Kühe am Badesee und Bergtouren, nach denen ein Kaltgetränk auf der Alm lockt. Der Sommer in den Alpen ist immer etwas ganz Besonderes und bietet eine Vielfalt von Aktivitäten. Während ich mich letztes Jahr im Winter in das Pillerseetal verliebt habe, durfte ich es dieses Jahr für meinen Sommerurlaub kennenlernen. Auch wenn die Jahreszeiten kaum in einem krasseren Kontrast stehen könnten, so gibt es doch auch viele Gemeinsamkeiten. Denn das Pillerseetal ist eine Destination für die ganze Familie, bleibt dabei ruhig und bodenständig, und zwischen Bergtouren und Badeseen bin ich hier voll auf meine Kosten gekommen.
Wasser & Badespaß: Pillersee und Lauchsee – Abkühlung pur
Woher die Region ihren Namen hat, liegt eigentlich schon auf der Hand, oder? Mitten im Tal liegt der Pillersee, der Namensgeber für das Pillerseetal. Nicht nur einmal hat er meinen Partner und mich während unseres Aufenthalts mit seinem kühlen Nass angelockt. Das Wasser ist kristallklar – im Winter sogar noch mehr als im Sommer – und herrlich erfrischend.
Besonders viel Spaß hatten wir dabei, den See vom Standup-Paddle aus zu entdecken. Die Boards kann man sich ganz unkompliziert bei Sup’n’Fun leihen. Der Besitzer ist nicht nur sehr freundlich, sondern war auch total aufmerksam. Für meine Brille hat er mir ein Band angeboten, damit ich sie nicht verliere, sollte ich ins Wasser fallen (Spoiler: Es ist nicht passiert!). Auf dem stillen Wasser zu gleiten und das Panorama mit Blick auf die Steinplatte zu genießen, ist wirklich etwas Besonderes.
Wer nach dem Schwimmen Hunger bekommt, kann sich direkt an der Badestelle versorgen oder in die Forellenranch gehen. Dort sollte man unbedingt eines der verschiedenen Forellengerichte genießen, denn frischer geht es gar nicht! Direkt nebenan befinden sich die Forellenteiche, und auch im Pillersee wirst du mit Sicherheit einige Forellen sehen.




Wir haben unseren Pillerseetal-Sommerurlaub im ADEA Fieberbrunn verbracht. Dazu später mehr, denn das Hotel besticht nicht nur durch seine Ausstattung und den Service, sondern auch durch seine Lage. Direkt an der Talstation der Bergbahnen Fieberbrunn gelegen, kann man zu Fuß auch einen schönen Spaziergang zum Lauchsee unternehmen. Hier gibt es ein tolles Naturbad mit ebenfalls schönem Panorama auf die umliegenden Berge. Der See ist ein Moorsee und etwas wärmer als der Pillersee.

Wanderhighlights: Wildseeloder, Henne & Wildalm – Mein persönliches Lieblings-Erlebnis
Als ich im Winter im Pillerseetal war, habe ich auf der Bergstation II der Streubödenbahn einen meiner absoluten Lieblingsmomente erlebt. Gerade als ich aus der Gondel gestiegen bin, kam die Sonne heraus, und ich konnte den Ausblick auf die Schneelandschaft kaum fassen – so wunderschön war es. Umso neugieriger war ich jetzt darauf, wie das Ganze ohne Schnee aussieht. Denn als Flachlandtirolerin hatte ich mir damals überlegt, bis zu einer der Almen dort zu gehen. Dank Lawinenwarnschildern hatte ich mir diesen Plan dann schnell aus dem Kopf geschlagen, aber jetzt im Sommer war es endlich so weit.

Die Bergbahnen fahren im Sommer ab 8:30 Uhr, und wir gingen vom Hotel direkt dorthin, um eine der ersten Gondeln zu nehmen. Unser erstes Ziel war das Wildseeloderhaus mit dem gleichnamigen See vor der Haustür. Dieser liegt eingebettet in ein wunderschönes Bergpanorama und lädt Hartgesottene auch zum Baden ein. Mehr als die Füße konnte ich allerdings nicht reinhalten. Mein Freund war da etwas mutiger. Während eines kalten Getränks auf der Terrasse der Almhütte stellten wir schnell fest, dass es uns gut ging und der Tag noch jung war. Also beschlossen wir, den Gipfel der Henne zu überschreiten und über die Bergstation Reckmoos Nord zurück zum Ausgangspunkt zu laufen.
Den Gipfel kann man in rund einer Stunde erreichen und genießt dann den Ausblick von 2.078 m ü. A. über die Kitzbüheler Alpen und darüber hinaus. Der Weg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, darüber hinaus aber keine Klettererfahrung oder -ausrüstung.







Der Weg zurück geht dann weitestgehend bergab, vorbei an der einen oder anderen Kuh, bis man noch einmal bergauf gehen muss, um die Wildalm zu erreichen. Hier gab es natürlich ein Käsebrot und ein erfrischendes Getränk, um die Tour noch einmal Revue passieren zu lassen.
Auch ein Blick ins Innere des Almladens direkt nebenan ist absolut lohnenswert. Man kann hier wunderbar Käse kaufen und vorher natürlich probieren, es gibt einen Kamin mit gemütlicher Sofa-Ecke zum Entspannen und unzählige Bücher. Das Highlight ist aber definitiv die Fotoausstellung und das Alm-Kino. Hier werden Imagefilme aus den 1960er Jahren gezeigt, und es gibt sogar echte Kinosessel.





Steinplatte: Dinosaurier, Wasserpark & Gipfelglück
Die Steinplatte ist ein weiteres Highlight im Pillerseetal – egal, ob für Jung oder Alt. Von Fieberbrunn aus gesehen erstreckt sich die Steinplatte am Ende des Tals und ist zum Beispiel auch gut vom Pillersee aus zu sehen. Von Waidring geht es mit der Bergbahn hoch. Diese ist, wie viele andere Attraktionen im Pillerseetal in der FamilienMomente-Karte inkludiert.
Oben angekommen gibt es einiges zu entdecken. Der vier Kilometer lange Triassic Trail lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen, auch wir fanden ihn richtig interessant. Vor über 200 Millionen Jahren haben hier Dinosaurier gelebt, und an einigen Stellen kann man ihre Spuren in Form von Versteinerungen sehen. Neben wissenswerten Fakten und interaktiven Ausstellungselementen gibt es auch einen richtig coolen Wasserpark. All das ist kostenfrei zugänglich und macht richtig viel Spaß, dort Zeit zu verbringen.






Lohnenswert ist außerdem der Aufstieg zum Gipfel der Steinplatte. Dieser ist nicht sonderlich anspruchsvoll, und die meiste Zeit ist der Weg auch sehr gut ausgebaut. Lediglich zum Ende hin und insbesondere am Gipfelkreuz sollte man ein wenig schwindelfrei sein.
Unheimlich fand ich aber ehrlich gesagt die gläserne Aussichtsplattform. Diese schwebt knapp 70 Meter über dem Boden, und ich konnte mich einfach nicht überwinden, sie zu betreten. Lieber mag ich die Ruhe der Panoramamuschel. Hier kann man sich durchaus auch mit einem Buch hinsetzen und einen Nachmittag verdödeln.
Auf dem Parkplatz am Fuße der Steinplatte befindet sich das Glockendorf. Glocken haben eine besondere Bedeutung für die Region und ich kann nur empfehlen, sich das Museum anzuschauen. Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht so attraktiv oder spannend erscheinen mag – es ist definitiv einen Besuch wert und hat mich sehr positiv überrascht.
Abenteuer & Aussicht: Coaster, Jakobuskreuz & Großglockner-Blick
Es ist eigentlich kaum zu glauben, was man alles bei einem Sommerurlaub im Pillerseetal erleben kann. Ein Stopp bei der Mittelstation der Streubödenbahn ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Auch hier gibt es einen richtig coolen Wasser- und Kletterpark. Beides ist wieder kostenfrei zugänglich und insbesondere für Familien ein tolles Erlebnis.
Richtig viel Spaß hatten wir im Alpine Coaster. In rund 7 Minuten rauscht man hier über einen Kilometer ins Tal und hat sogar noch genug Zeit, die Landschaft zu genießen. Hoch wird man zum Glück gezogen!

Wenn du trotzdem noch wandern möchtest, kannst du von der Mittelstation auch gut zurück nach Fieberbrunn gehen. Selbst im Winter konnte ich diese schöne, kleine Wanderung unternehmen. Auf dem Weg ins Tal kommt man wieder am Lauchsee vorbei und kann auf dem Weg ins Hotel ADEA noch einen Stopp im kleinen Bauernladen machen. Dieser süße Selbstbedienungsladen ist für mich ein echtes Must-Do, wenn man in Fieberbrunn ist.
Ein weiteres eher unerwartetes Highlight für mich ist das Jakobuskreuz auf der Buchsteinwand. Man kann dort entweder hochwandern oder von St. Jakob in Haus den Sessellift nehmen. Unglaublich, aber wahr – ich bin das erste Mal Sessellift gefahren! Noch bin ich ein bisschen unentschieden, ob ich es total unheimlich oder total cool finde. Vielleicht eine Mischung aus beidem.

Das Jakobuskreuz ist das größte begehbare Kreuz der Welt, und man kann dort unter anderem auch heiraten. Das konnten wir bei unserem Besuch auch beobachten, und ich stelle mir die Atmosphäre wirklich besonders vor.
Am besten gefallen hat mir, dass die vier Arme des Kreuzes Aussichtsplattformen sind. Auf jeder gibt es Ferngläser, die die Namen der umliegenden Gipfel verraten. Besonders cool fand ich es, den Großglockner gesehen zu haben.
Direkt am Ausgang des Kreuzes beginnt außerdem ein weiterer kleiner Wanderweg. Dieser hat mir besonders gut gefallen, da es kleine Tafeln gibt, die die lokale Flora und Fauna erklären. Genau mein Ding!
In direkter Nachbarschaft zum Jakobskreuz findest du im Tal das Familienland. Hier gibt es über 50 Attraktionen. Und ich muss ehrlich sagen: Mit solch einem Panorama Achterbahn zu fahren, ist schon ganz etwas Besonderes.





Wellness & Komfort: Hotel ADEA Fieberbrunn – Direkt an der Talstation
Ein paar Worte muss ich auch noch über unser Hotel verlieren, denn es war einfach nur toll! Das ADEA Fieberbrunn liegt – wie bereits erwähnt – direkt an der Talstation der Streubödenbahn. Sowohl im Winter zum Skifahren als auch im Sommer ist es ein absoluter Standortvorteil.
Aber nicht nur das: Die Zimmer sind toll eingerichtet und duften herrlich nach Holz, die Mitarbeitenden sind höflich und aufmerksam, das Frühstück und das 4-Gänge-Menü am Abend haben uns regelmäßig ins Schwärmen gebracht, und der Wellnessbereich mit Outdoor-Naturpool lädt zum Verweilen ein.
Wir durften für vier Nächte eine Suite im fünften Stock beziehen und hatten jede Nacht die Balkontür auf, weil der Blick und die frische Luft so toll waren. Der Balkon war sogar groß genug, um dort Yoga zu machen. Nur schön!
Hervorheben möchte ich auch, dass es auf jeder Etage Wasserspender gibt. Das habe ich bisher noch nie in einem Hotel erlebt und finde das eine sehr gute Idee. Und auch zum Abschied haben wir nochmal Wasser für die Fahrt geschenkt bekommen. Ein toller Service und wir kommen mit Sicherheit sehr gerne wieder.







Praktische Tipps: Gästekarte, FamilienMomente & Anreise
In Sachen Komfort und Einfachheit macht es einem das Pillerseetal wirklich leicht. Kaum waren wir auf unserem Zimmer, hatte ich schon die digitale Gästekarte auf meinem Handy. Mit dieser kann man zum Beispiel kostenlos die Busse nutzen, die einen schnell und zuverlässig von A nach B bringen.
Zusätzlich dazu hatten wir für unseren Aufenthalt die FamilienMomente-Karte. Diese gibt es für 3, 4 oder 6 Tage und ermöglicht unter anderem Berg- und Talfahrten mit den Bergbahnen, den Eintritt zu den Badeseen und zum Jakobuskreuz sowie den Besuch im Familienland. Aus meiner Sicht lohnt sich die Karte absolut, denn Fahrten mit den Bergbahnen liegen oft bei etwa 30 € pro Person, und die FamilienMomente-Karte kostet für 6 Tage 97 €, wenn man eine Gästekarte hat [Stand August 2026].
Zwar waren wir dieses Mal mit dem Auto im Pillerseetal, aber Fieberbrunn hat einen Bahnhof, und es gibt gute Verbindungen von Deutschland in die Region. Viele Hotels bieten einen Shuttleservice an und wie bereits erwähnt, kann man die Region wunderbar mit dem Bus erkunden. Das habe ich im Winter so gemacht und würde es immer wieder tun.

Sommer-Events im Pillerseetal
Das Wunderbare am Sommer ist nicht nur, dass es lange hell bleibt, sondern dass es auch zahlreiche Events im Pillerseetal gibt. Eigentlich kann man jeden Tag etwas anderes erleben und das meiste davon ist kostenlos. Von der Bummelnacht in Fieberbrunn über das Seeleuchten am Pillersee bis hin zum langen Freitag bei den Bergbahnen – alles ist ein Erlebnis für sich – gepaart mit Live-Musik und guter Stimmung.
Mein Highlight war aber definitiv der lange Freitag bei den Bergbahnen. Zwar musste die Musik wetterbedingt ins Tal verlegt werden, aber wir sind kurz nach 20 Uhr noch hochgefahren und die Lichtstimmung war wirklich einmalig. Wer mag, kann sich sogar vorab einen Picknickkorb reservieren. So etwas liebe ich ja!
Hervorheben möchte ich an dieser Stelle nochmal, dass bei den Veranstaltungen zusätzlich auch Extra-Shuttle eingerichtet werden. So konnten wir nach der Bummelnacht ganz entspannt zurück zum Hotel fahren. Auch wenn es nur ein Spaziergang gewesen wäre, ist das doch nach einem langen Tag sehr angenehm.


Fazit: Warum das Pillerseetal im Sommer ein Traumziel ist
Ich durfte das Pillerseetal jetzt zweimal erleben, einmal im Winter und einmal im Sommer, und beide Jahreszeiten haben ihren Charme. Mir gefällt die Region einfach unglaublich gut, und sie bietet mir alles, was ich mir für einen entspannten und abwechslungsreichen Urlaub wünsche. Es gibt ein gutes Kulturangebot, die Möglichkeit zu alpinen Wanderungen, Abkühlung in Bergseen, hervorragende kulinarische Angebote und Kunsthandwerk. Und all das lässt sich wunderbar leicht erkunden – dank Gästekarte, FamilienMomente und vielen Informationen, die entweder online abrufbar sind oder in der Touristeninformation in Fieberbrunn als Flyer mitgenommen werden können.
Offenlegung
Ich wurde vom Pillerseetal für vier Nächte eingeladen, um die Region zu erkunden. Wie immer berichte ich aber authentisch über meine Erlebnisse und schreibe hier meine ehrliche Meinung auf – die positiven Aspekte wie die negativen.


[…] und was man alles tolles Erleben kann? Dann schau dir doch mal meinen Blogbeitrag über einen Sommerurlaub im Pillerseetal an. Ganz anders, aber nicht weniger […]