Schlagwort: Buch

Das Museum der Welt

Cover des Buches Das Museum der Welt von Christopher Kloebel

Das Museum der Welt von Christopher Kloebel – Rezension

Gut gesagt:

“Wir wissen nicht, wer wir sind. Darum lassen wir uns von den Vickys sagen, wer wir sein sollen.
Sagt Vater Fuchs, sagte Hormazd.
Ja! Wenn wir frei sein wollen, müssen wir uns daran erinnern, wer wir sind. Wir brauchen alle ein Museum. Und das hier, ich deutete auf das Museum, das hier bin ich.”

Das Museum der Welt, Seite 20
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Eating With Africa – Ein Kochbuch für alle Sinne

Cover des Kochbuchs von Eating With Africa von Maria Schiffer

Eating With Africa – Rezension

Im Dezember 2017 reist die Fotografin Maria Schiffer nach Malawi. Im Gepäck hat sie die Frage, warum Afrika als Kontinent häufig homogenisiert und als von Krisen geplagt dargestellt wird? Sie gibt sich grob ein Jahr Zeit dieser Frage auf den Grund zu gehen und reist durch 10 Länder Afrikas. Wie kann man ein Land und seine Leute am besten kennenlernen? Das klappt vor allem durch einen Blick in ihre Kochtöpfe und diesen wagt die Autorin.

Herausgekommen ist einerseits ein grandioses Kochbuch und andererseits ein Bildband, der zeigt wie wunderbar bunt und vielseitig Afrika ist. Neben hervorragenden Fotografin und leckeren Rezepten, stellt Maria Schiffer immer wieder die Persönlichkeiten hinter den Gerichten vor. Was sind ihre Geschichten? Wie gestalten sie ihren Alltag und was treibt sie an?

So begleiten wir in Eating With Africa einen malawischen Fischer, lernen Chief Kombakotta aus Sierra Leone kennen und stellen mit Tsehay Abraha Honigwein her.

Eating With Africa – Ein Kochbuch für alle Sinne

Aufgeschlagene Buchseite des Kochbuchs Eating With Africa von Maria Schiffer

Das Eating With Africa alle Sinne bedient, ist nicht nur daher gesagt. Natürlich werden beim Kochen vor allem die Geschmacks- und Geruchssinne ganz besonders gefragt. Durch die wunderschönen Fotografien erhalten wir aber auch einen Eindruck, woher die Rezepte stammen und wie es dort aussieht. Das I-Tüpfelchen obendrauf setzt dann noch die passende Eating With Africa Playlist und die wunderbaren Stories von Maria Schiffer.

Seit gut einem Jahr habe ich die Fotografin virtuell per Instagram auf ihre Recherchereisen durch Afrika begleitet. Dabei konnte ich es kaum erwarten, bis ich das Kochbuch endlich in den Händen halten konnte. Aktuell wird jeden Sonntag auf dem Instagram Kanal von Eating With Africa einem Land kulinarisch auf die Schliche gegangen. Zusammen mit Maria Schiffer können so Rezepte nachgekocht werden und sie erzählt über die Entstehung des Buchs (Stand 16.04.2020).

Tatsächlich konnte ich auch schon einige Rezepte nachkochen und mich so gedanklich auf den afrikanischen Kontinent träumen. Meine Highlights bisher waren der Bananenkuchen aus Malawi (chigumu) und die marokkanische Linsensuppe (bissara) in Kombination mit Pfannkuchen.

Alles in allem kann ich Eating With Africa wirklich uneingeschränkt empfehlen. Sei es, ob du auf der Suche nach neuer Inspiration für die Küche suchst, ein wirklicher Afrika Fan bist oder dich an tollen Fotografin erfreust.

Eating With Africa

Eating With Africa
Maria Schiffer
240 Seiten | Gebundenes Buch
ISBN: 978-3831038862
29,95€ (D) über Amazon [Affiliate Link]

Mehr zu Eating With Africa erfährst du auch auf der Website von Maria Schiffer.


Du hast Lust nach Afrika zu reisen? Dann habe ich hier vielleicht ein paar Ideen für dich.


Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dafür erstmal ein herzliches Dankeschön. Wie immer gilt aber, das Geschriebene spiegelt meine eigene Meinung wieder. Sollte mir etwas nicht gefallen, sage ich das auch. Ansonsten suche ich mir selber aus, welches Buch ich rezensieren möchte. Das heißt du wirst auf Lieschenradieschen nur authentische Leseberichte finden, die meinen eigenen Interessen entsprechen.

Per Anhalter durch den Nahen Osten – Rezension

Hand die das Buch Per Anhalter durch den Nahen Osten hält

Per Anhalter durch den Nahen Osten – 16.000 Kilometer vom Sauerland über den Iran bis nach Tel Aviv

Gut gesagt:

Ein Taxifahrer hält. Die letzte Fahrt im Iran hätte ich lieber trampend zurückgelegt. Die Friedenserklärung an den Erzfeind ist aber auch eine schöne Geste. Der Fahrer spricht fließend Englisch, wir haben eine tolle Unterhaltung. Zum Schluss, wie harmonisch, also noch einmal die Überwindung aller Vorurteile gegenüber den Kommerzfahrern. Als er vor dem Pier hält, lächelt er mich an:

“Patrick, kennst du Taarof?”
“Ja!”
“Perfekt! Die Fahrt ist umsonst!”

Ich grinse, stecke das Geld in die Ablage im Auto und verabschiede mich. Von ihm und dem Iran.

Per Anhalter durch den Nahen Osten, Seite 185
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Backpacking in Pakistan – Rezension

Hand mit dem Buch Backpacking in Pakistan

Backpacking in Pakistan – Rezension

Gut gesagt:

“Unser Plan? Wir hatten keinen Plan. Nur ein Flugticket nach Islamabad und zurück von Karatschi. Außerdem eine Unterkunft für die erste Nacht und eine Eintragung in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, die mehr unsere Eltern beruhigen soll als uns. Wir hatten keinen Zeitplan, keine Termine. Die Route? Es geht vom Norden in den Süden. Die Zwischenstopps lassen wir auf uns zukommen.”

Backpacking in Pakistan, S.11
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Berge – Das Magnum Archiv

Hand die das Buch Berge - Das Magnum Archiv, hält.

Berge – Das Magnum Archiv

Gut gesagt:

“Die Magnum Archive zu erforschen bedeutet, manche Orte neu zu sehen. Es ist ein Backstage-Pass zu den unentdeckten Sehenswürdigkeiten unseres Planeten. Auch wenn Magnum nicht zuerst für Landschaftsfotografie steht, sieht sie sich doch durch die gesamte Geschichte der Agentur. Schließlich sind Landschaften als Resultat der Naturwahrnehmung zu einer bestimmten Zeit und in einer bestimmten Gesellschaft auch ein kulturelles Konstrukt.”

– Berge – Das Magnum Archiv, Seite 9

Darum geht´s in Berge – Das Magnum Archiv

Berge fasziniert die Menschheit seit je her. Sie stehen sinnbildlich für die Kraft und Stärke der Natur und sind Ursprung zahlreicher Mythen und Geschichten. In dem Band “Berge – Das Magnum Archiv” versammeln die Herausgeberinnen Annalisa Cittera und Nathalie Herschdorfer über 170 Fotografien der renommiertesten Landschaftsfotograf*innen von Magnum. In ihrer jeweilig ganz eigenen Darstellungen fangen die Fotograf*innen ein, welche Faszination die Berge für sie ausmachen.

Gefällt weil:

es zwei Dinge gibt, die mir außerordentlich gut gefallen. Nummer eins sind die Berge und Nummer zwei die Fotografie. Insbesondere die Magnum Agentur übt eine ganz besondere Faszination auf mich aus. Seien es die Fotografien von Robert Capa und Giséle Freund oder auch Steve McCurry und Newsha Tavakolian, denen ich immer mal wieder in Ausstellungen, Podcasts und Zeitschriften begegne.

Außerordentlich spannend finde ich, wie unterschiedliche die Berge dargestellt werden. Während die einen leere, fast karge und lebensfeindliche Landschaften darstellen, zeigen andere wie das Leben in den Bergen aussehen kann. Wieder andere wählen schwarz-weiß Fotografie als ihr Medium und andere Fotografien sind in nahezu knalligen, bunten Farben für die Ewigkeit festgehalten worden.

“Berge – Das Magnum Archiv” ist ein außerordentlich gut gelungener Bildband. Der zum einen eine wunderbare Dokumentation der Landschaftsaufnahmen unterschiedlicher Magnum Fotograf*innen ist und zum anderen auch das Leben in den Bergen in all seinen Facetten bildet. Dabei ist der Bildband sehr ansprechend gestaltet und liefert genau die richtige Menge an Informationen, sodass die Fotografien immer noch im Vordergrund stehen.

Fotografien von Steve McCurry im Bildband Berge - Das Magnum Archiv
Berge – Das Magnum Archiv

Berge – Das Magnum Archiv
Annalisa Cittera und Nathalie Herschdorfer (Hrsg.)
Übersetzt von Cornelius Hartz
240 Seiten | Hardcover
ISBN: 978-3-7913-8585-3
48€ (D) über Amazon [Amazon Affiliate Link]


Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dafür erstmal ein herzliches Dankeschön. Wie immer gilt aber, das Geschriebene spiegelt meine eigene Meinung wieder. Sollte mir etwas nicht gefallen, sage ich das auch. Ansonsten suche ich mir selber aus, welches Buch ich rezensieren möchte. Das heißt du wirst auf Lieschenradieschen nur authentische Leseberichte finden, die meinen eigenen Interessen entsprechen.

Rezension von WAX – Die Farben Afrikas

Cover des Buches WAX - Die Farben Afrikas

WAX – Die Farben Afrikas

Gut gesagt

“Kleidung kann sowohl ein Produkt absoluter Notwendigkeit als ein an sich unnötiges Accessoire sein. Somit besetzt Kleidung beide Werteskala von Waren – Die, die überlebenswichtig sind, und solche, auf die man durchaus verzichten kann.”

WAX – Die Farben Afrikas, S.70

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