Off The Path

Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein

Gut gesagt:

“Pack deine Sachen und zieh raus in die Welt! Das Abenteuer liegt direkt vor dir. Du musst es dir nur nehmen.”

Den deutschsprachigen Blog “Off The Path” von Sebastian Canaves kennen sicherlich einige von euch. Umso mehr habe ich mich auch gefreut, das es nun quasi eine offline Version gibt. Das gleichnamigen Buch ist das perfekte Nachschlagewerk für alle, die ihre erste Backpacker Reise planen, sich inspirieren lassen oder einfach nochmal auf Nummer sicher gehen wollen. “Off The Path” gliedert sich in vier Abschnitte, die auch der tatsächlichen Reise Reihenfolge entsprechen. Also 1.Warum Reisen toll ist, 2.Vorbereitung, 3.Unterwegs und 4.Nach Hause kommen. Dabei werden Fragen behandelt wie: “Wie umgehe ich Fettnäpfchen”, “Welcher Reisetyp bin ich überhaupt” und “Welches Fortbewegungsmittel kann ich nutzten”, um nur einige zu nennen. Auch kleine Reiseanekdoten und -berichte kommen nicht zu kurz.

Gefällt weil: das Design klasse ist! Es gibt zwei Grundtöne, Orange und Schwarz. Während die Schrift weitestgehend in schwarz gehalten ist, sind die Bilder orange eingefärbt. Was sich hier vielleicht komisch liest, sieht in der Umsetzung sehr stimmig aus. Auch der Umschlag ist schön gestaltet, da sich die Schrift hervorhebt und ich ein Mensch bin, der eine gute Haptik zu schätzen weiß.
Als ich “Off The Path” bekommen habe, wollte ich eigentlich “nur mal kurz” reinschnuppern und schwupps, hatte ich es auch schon durch. Gerade am Anfang merkt man den lockeren “Blogstil” von Sebastian, der mich sehr gefesselt hat.

Auch habe ich in vielen Punkten Übereinstimmungen zu meinem Reisestil gefunden. Anstatt durch die Länder durch zu hetzten, ist Sebastian Verfechter des Slow Travels. An anderer Stelle schreibt er, dass man gar nicht perfekt Englisch sprechen muss, denn die allermeisten Menschen sind glücklich, wenn man sich überhaupt verständigen kann. In beiden Punkten spricht er mir sehr aus der Seele!

Eine Reisemöglichkeit die ich schon lange mal ausprobieren wollte, aber mir bis jetzt der Überblick gefehlt hat, ist das Reisen per Boot. Auch hier gibt es in “Off The Path” eine tolle Übersicht, von dem ich das Eine oder Andere gerne mal ausprobieren möchte.

Wermutstropfen: Mir persönlich ging es zu viel um Asien, Europa und Südamerika. Mein Lieblingskontinent Afrika hat mir gefehlt. Da es in dem Buch aber vorrangig um die Erfahrungen des Autors geht und dieser mehr im asiatischen Bereich unterwegs war, darf mich das natürlich nicht wundern. Afrika wurde wenn eher am Rande erwähnt und dann auch nur eingeschränkt. Dabei bin ich der Meinung, wer in Südamerika backpacken kann, kann dies auch sehr gut in vielen Teilen Afrikas. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja auch irgendwann eine Fortsetzung, die Afrika behandelt? Ich würde mich auf jeden Fall sehr drüber freuen.
Außerdem gab es an einigen Stellen fast so etwas wie Werbung für bestimmte Produkte. Ich finde so etwas für einen Blog angemessen, schließlich leben viele Blogger auch davon, aber ich bin mir noch nicht ganz so sicher, ob das in ein Buch gehört.
Zum Beispielt heißt es zum Thema “der perfekte Roadtrip” und was man mit nehmen sollte, das unbedingt eine GoPro dazu gehört. Vielleicht hätte man das eher mit Kamera umschreiben können, denn ich bin mir sicher das nicht jeder eine GoPro hat und das klang wie ein absolutes Must Have, ohne das man keinen Spaß haben kann.

Ich muss aber sagen das diese Kritik, Kritik auf sehr hohem Niveau ist. Ich kann das Buch uneingeschränkt jedem Empfehlen, der eine kleinere oder größere Reise plant und sich nicht sicher ist, wie man das Ganze angeht. Ich bin mir sicher mit “Off The Path” kann nichts mehr schief gehen.

Sebastian Canaves
Off The Path
Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein
240 Seiten | Taschenbuch
ISBN 13 9783548376035
12,99€ (D) über Ullstein Verlag

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2 Kommentare

  1. Eine Gopro gehört sicherlich in das Gepäck eines Bloggers oder einer Bloggerin. Ob sich Reisende, die einen Erholungsurlaub antreten, sich so eine actioncam samt Akkus und Ladegeräten auch noch in den Rucksack oder Koffer packen müssen, ist sicherlich Geschmackssache……

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    • lieschenradieschen

      Aber warum genau eine GoPro? Es könnte ja auch eine gleichwertige Achtioncamera sein oder eine ganz andere Filmkamera.
      Wahrscheinlich ist es wie mit allem, “Jedem das seine” 🙂 Manch einer lacht mich auch aus, weil ich so viele Kameras mit mir rumschleppe, aber es macht mir eben Spaß.

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