Kunst in Kapstadt: Die Norval Foundation

Perfekt schmiegt sich das Gebäude in die Landschaft um sie herum. Der Garten und seine Skulpturen sind nur der erste Vorbote für all die verschiedenen Kunstwerke, die sich innerhalb der Norval Foundation befinden. Am 28. April 2018 öffneten sich die Tore erstmals und ich hatte als eine der ersten die Chance, alles zu erkunden.

Kunst in Kapstadt: Die Norval Foundation

Kunst ist in Kapstadt an vielen Ecken zu finden. Wenn ich zum Beispiel nur an den First Thursday denke, bei dem die Straßen in der Innenstadt gesperrt werden, um Kunst und Kultur einen Platz zu geben. Genauso etabliert ist mittlerweile das Zeitz MOCAA, welches für mich zu einem Besuch in Kapstadt zwingend dazu gehört. Ein ganz neues Schmankerl ist nun allerdings die Norval Foundation.

Mit einer Idee fing alles an

Vor gut 7 Jahren begann die Planung für die Norval Foundation. Die Idee der Norval Familie war es, Kunst für alle zugänglich zu machen. Dafür wollten sie einen Ort schaffen wo es neben Ausstellungen eben auch Konzerte oder Lesungen geben sollte. Ein Fokus sollte dabei vor allem auf Kunst aus dem afrikanischen Kontext des 20. und 21. Jahrhundert liegen. 2018 war es dann endlich soweit und nach viel Mühen und Schweiß öffneten sich die Pforten der Norval Foundation.

Kunst die Spaß macht

Gleich von Anfang an bin ich begeistert von dem Gebäude in Steenberg. Es passt sich perfekt der Umgebung an und ist sehr modern. Und auch das Innere kann überzeugen. Gleich nach dem Kassenbereich fängt es auch schon mit der ersten Installation an. Der Raum ist voll mit unterschiedlichen Balken, die schwarz angemalt sind. Der Künstler Serge Alain Nitegeka will damit seine Fluchtgeschichte aus Ghana darstellen. Seine Idee dahinter ist es, einen vorgefertigten Weg entstehen zu lassen, den die Besucher*innen nicht verlassen können, ähnlich wie es bei ihm auch war.

Natürlich habe ich mir das nicht selbst erschlossen, sondern bei einer der kostenlosen Führungen erfahren. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Führungen, aber diese waren so schön gestaltet und mit knapp einer Stunde auch nicht zu lang. Man bekommt so einen wunderbaren Eindruck, was die Beweggründe der Künstler*innen waren.

Der Sculpture Garden und das Skotnes Restaurant

Die Ausstellungen wechseln in regelmäßigen Abständen, länger bleiben allerdings die Skulpturen im Sculpture Garden erhalten. Auch hier gibt es einiges zu entdecken. Und eingerahmt von der Silhouette des Tafelbergs, wirkt das ganze natürlich nochmal ganz anders.

Vom angegliederten Skotnes Restaurant hat man ebenfalls einen wunderschönen Blick auf den Garten. Das Essen dort ist nicht gerade günstig (Hauptgericht um 200R, Stand 07.05.2018), aber es ist wirklich jeden Cent wert. Als Gast fühlt man sich – wie überall in der Norval Foundation – mehr als willkommen. Tatsächlich bekommt man sogar einen kleinen Hocker für seine Taschen und Rucksäcke, damit diese nicht auf dem Boden stehen müssen. So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt.

Ich habe den Besuch in der Norval Foundation sehr genossen. Ich hatte wahnsinnig viel Freude dabei alles zu erkunden und das wortwörtlich mit allen Sinnen! Kunst in Kapstadt ist äußert lebendig und sie hat auf jeden Fall einen weiteren tollen Ort dazu gewonnen.

Hier geht es zur offiziellen Website der Norval Foundation

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Montag: 10 – 18 Uhr
Dienstags geschlossen

Eintrittspreise
140R pro Person
Für unter 18 jährige ist der Eintritt kostenlos
Parken kostet 15R (unter 30 Minuten ist es kostenlos)

Kontakt
+27 (0)832772062
info@norvalfoundation.org

Norval Foundation
4 Steenberg Road (gegenüber der amerikanischen Botschaft)
Tokai, Cape Town 7945, Südafrika

 

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