Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent – als Straßenmusiker durch Spanien

Cover des Buch es Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent

Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent – Meine abenteuerlicher Reise als Straßenmusiker durch Spanien

Rezension

Gut gesagt:

“Ich fragte mich, wie es den Mauerseglern in meinem Dorf zu Hause in Yorkshire erging. Ich freue mich immer, Vertrautes an fremden Orten zu sehen. Beides verbindet sich in meinem Kopf fest miteinander. Ich entsinne mich an ein Champions-League-Endspiel in Kasachstan, den Tod eines Royals in der Nubischen Wüste, ein zweihöckriges Kamel, als ich durch den Regent´s Park lief. Jetzt würden es die Schreie von Mauerseglern und Geigen sein, die mich an Spanien erinnern. “

Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent, Seite 154

Darum gehts in Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent

Alastair Humphrey ist ein Abenteurer, wie er im Buche steht. Er ist über den Atlantik gerudert, hat Indien zu Fuß durchwandert und die Mikroabenteuer erfunden. Das größte Abenteuer und vielleicht auch die größte Herausforderung beginnt für ihn allerdings mit der Familiengründung. Alastair Humphrey ist hin und her gerissen zwischen dem Ruf nach Freiheit und Abenteuer und den Verantwortungen als Familienvater.

Er bricht nach Spanien auf, um der Route seines Lieblingsautors zu folgen. Von Vigo wandert er nach Madrid und verdient sich wie der Buchheld Laurie Lee vor 100 Jahren, mit Straßenmusik Geld. Der einzige Haken? Alastair Humphrey spielt keine Geige, will sich aber nur mit dem durchschlagen, was er sich mit seiner Musik verdient. Eine spannende und intensive Wanderung ist die Folge.

Gefällt weil

Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent längst nicht so amüsant ist, wie es der Titel und der Klappentext zunächst vermuten lassen. Und das ist genau richtig! Tatsächlich hatte ich erst Sorge, dass das Buch fast zu albern ist. Allerdings hat Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent auch seine ruhigen und nachdenklichen Momente. Diese lassen sich gut lesen und haben mich fast genauso begeistert, wie die Wanderung an sich.

Entlang seines Weges hat Alastair Humphrey genug Zeit über das nachzudenken, was ihm auf seiner Wanderung begegnet. Dazu gehören auch seine eigenen Gefühle und Emotionen, die er offen im Buch reflektiert. Er ist hin und her gerissen zwischen den Abenteuern, die er noch erleben möchte und den Schuldgefühlen gegenüber seiner jungen Familie.

Gespickt ist das Buch außerdem mit schönen Fotografieren von Alastair Humphrey Wanderung und der Packliste von Dingen, die er auf der Reise dabei hat. Sehr hilfreich für nächste, eigene Wanderprojekte.

Für mich war Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent ein sehr unterhaltsames und inspirierendes Buch, welches ich gerne gelesen habe. Es macht Lust darauf mit wenig Gepäck durch Spanien zu wandern und die Gastfreundschaft und wunderschöne Natur des Landes zu erleben. Es macht Mut seinen eigenen Träumen zu folgen und sich kleinen und großen Herausforderungen im Alltag und Unterwegs zu stellen.

Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent

Ein Sommer, Drei Melodien, Kein Talent
Alastair Humphrey
Übersetzt von Astrid Gravert

256 Seiten | Taschenbuch
ISBN: 978-3-7701-6692-3
14,95€ (D) über Amazon [Affiliate Link]


Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dafür erstmal ein herzliches Dankeschön. Wie immer gilt aber, das Geschriebene spiegelt meine eigene Meinung wieder. Sollte mir etwas nicht gefallen, sage ich das auch. Ansonsten suche ich mir selber aus, welches Buch ich rezensieren möchte. Das heißt du wirst auf Lieschenradieschen nur authentische Leseberichte finden, die meinen eigenen Interessen entsprechen.

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