Schottland Kompakt – einwöchige Rundreise durch die Highlands

Old Man of Stoer auf der Isle of Skye

Mit nur einer Woche zu den Highlights von Schottland

[Werbung] Du hast nur eine Woche Zeit, möchtest aber gerne die Highlights von Schottland erkunden? Dann kommt hier genau das richtige für dich, meine einwöchige Rundreise durch die Highlands. Ich nehme dich mit zu den zwei gegensätzlichen Städten Glasgow und Edinburgh, der Isle of Skye und den inneren Hebriden. Bist du bereit?

Einwöchige Schottland Rundreise von Glasgow nach Glasgow

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Tag 1 Anreise in Glasgow

Unsere einwöchige Rundreise durch die Highlands beginnen wir in Glasgow. Ich empfehle es einen frühen Flug zu nehmen, um möglichst viel Zeit in dieser wunderbaren Stadt verbringen zu dürfen. Am Flughafen kann man entweder den Mietwagen schon entgegennehmen oder mit einem der lila Doppeldeckerbusse in die Stadt fahren. Diese fahren alle 10 Minuten und kosten für eine Hin- und Rückfahrt 14 Pfund [Stand August 2019].

Meine Lieblingsgegend in Glasgow ist das West End. Die Gegend ist nicht nur bekannt für die nahegelegene „Harry Potter“ Universität und die Kelvingrove Art Gallery, nein, sie bietet auch tolle Flaniermeilen mit zahlreichen guten Restaurants, Bars und Cafés. Besonders schön finde ich die Argyle Street und die Berkeley Street

Mein Tipp: in vielen Restaurants, Bars und Cafés gibt es Studierendenrabatte. Es lohnt sich vorab zu fragen und so meist zwischen 25% und 50% zu sparen. Auch ich als ausländische Studentin habe die Rabatte immer bekommen.

In meinem ausführlichen Artikel zu Glasgow (Link…) findest du noch mehr Anregungen, was man sich auf keinen Fall in der Industriestadt entgehen lassen sollte.

Gebäude  der  Kelvingrove  Art  Gallery  in  Glasgow  bei  strahlendem  Sonnenschein

Bogengänge  der  Universität  von  Glasgow

Flaniermeile  im  West  End  von  Glasgow

Tag 2 Glasgow – Edinburgh

Am zweiten Tag unserer einwöchigen Rundreise durch die Highlands geht es in eine weitere bekannte Stadt Schottlands, und zwar Edinburgh. Zwar trennen Glasgow und Edinburgh nur eine gute Stunde Fahrtzeit, allerdings könnten die Städte nicht unterschiedlicher sein. Ist Glasgow vor allem durch seine industrielle Vergangenheit geprägt, macht sich in Edinburgh die Nähe zum schottischen Königshaus bemerkbar. Prägnant thront die Burg über der Altstadt und ist kaum zu übersehen.

Immer im August findet das Fringe Festival Edinburgh (Link…) statt, welches dann einen Monat zahlreiche Musiker*innen, Künstler*innen und sonstige kreative Menschen beherbergt. Vor allem lohnt es sich einen Blick in das Programm für kostenlose Veranstaltungen zu werfen. So haben meine Freundinnen und ich an nur einem Abend eine mehr als gelungene Zaubershow, Cover Musik von diversen Künstler*innen und Filmmusik gesehen. Nicht zu vergessen all die anderen Flyer, die uns unter anderem von Drag Queens und weiteren kreativen in die Hand gedrückt worden sind.

Eventlocation  bei  Nacht  vom  Edinburgh  Fringe  Festival

Zwar sind Unterkünfte zur Zeit des Fringe Festivals deutlich teurer (an dieser Stelle möchte ich euch unsere Keller AirBnB für 170 Pfund die Nacht nicht empfehlen), aber die Stimmung in der Stadt ist einmalig und ich möchte diesen tollen Abend nicht missen.

Tipp: Oftmals ist es günstiger nach Edinburgh zu fliegen, als nach Glasgow. Wenn du also von dort deinen Mietwagen übernehmen möchtest, um deinen Roadtrip zu starten, findest du hier das passende Angebot.

Fahrtzeit: ca. 1 Stunde

Tag 3 Edinburgh – Isle of Skye

Am dritten Tag machen wir uns endlich auf den Weg in die Highlands und schon kurz nach Edinburgh wird klar, warum diese Landschaft so viele Menschen begeistert. Über Stirling geht es durch den Loch Lomond and The Trossachs National Park, ehe ein kurzer Stopp bei Fort William eingelegt wird. Vor allem die Fahrt durch das Glen Coe Tal hat mich verzaubert.

Blick  aus  dem  Autofenster  auf  das  Glen  Coe  Tal  bei  einer  einwöchigen  Rundreise  durch  die  Highlands  aufgenommen

In Fort William lohnt es sich beim örtlichen Supermarkt nochmal die Vorräte aufzufüllen, ehe es weiter zur Isle of Skye geht. Nach Fort William wird die Fahrt nochmal besonders schön und man kommt an Geschichtsträchtigen Orten wie Eilean Donan Castle vorbei. Allerdings sollte man die Fahrtzeit von Edinburgh zur Isle of Skye nicht unterschätzen. Mit Foto- und Pausenstopps haben wir gut 10 Stunden bis zu unserer Unterkunft (Link…) in der Nähe von Skinidin gebraucht.

Fahrtzeit: ca. 10 Stunden mit Stopps

Tag 4 Isle of Skye

Unseren vierten Tage haben wir dann genutzt, um die Isle of Skye zu erkunden. Eins vorweg, vermutlich bräuchte man eine ganze Woche allein um diese wunderschöne Insel kennenzulernen. Wir hatten auf unserer einwöchigen Rundreise durch die Highlands allerdings nur einen Tag zur Verfügung und haben das Beste draus gemacht.

Von unserem kleinen Cottage bei Skinidin sind wir zunächst nach Talisker Bay gefahren. Dies soll der schönste Strand auf der Isle of Skye sein und mit seinem schwarzen Sand und der malerischen Umgebung sieht er wirklich einmalig aus. Schon die Anfahrt mit den Single Trecks ist unglaublich schön und die kleine Wanderung zur Talikser Bay toppt nochmal alles.

Blackface  Sheeps  versperren  den  Weg  auf  der  Isle  of  Skye

Der  schwarze  Sand  der  Talisker  Bay  mit  einem  Wasserfall  im  Hintergrund

Um einen richtig schottischen Tag zu verbringen, haben wir auf dem Rückweg einen Stopp bei der Talisker Distillery eingelegt und eine kleine Führung und Verköstigung gemacht. Aber auch wer keinen Whisky mag kommt hier sicherlich auf seine Kosten, denn es gibt ein gutes Café und eine schöne Bucht, die zum Verweilen einlädt.

Bucht  an  der  die  Talisker  Destillery  liegt  mit  großen  Bergen  im  Hintergrund  auf  der  Isle  of  Skye

Anschließend ging es noch weiter nach Portree, die Inselhauptstadt. Auch hier kann man eine schöne kleine Wanderung rund um den Ort machen und so etwas abseits der Tourist*innenpfade wandeln.

Tag 5 Isle of Skye – Oban

An Tag 5 hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen von der Isle of Skye. Unser nächstes Ziel hieß Oban. Auf dem Weg dorthin haben wir allerdings noch einen kleinen Stopp beim Glenfinnan Viaduct eingelegt, um den „Hogwarts Express“ zu sehen. Tatsächlich waren wir auch genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als der Jacobite Steam Train die Brücke überquerte [im August 2019 war das 15:15 Uhr].

Der  Jacobite  Steam  Tream,  auch  bekannt  als  Hogwarts  Express,  überquert  das  Glenfinnan  Viaduct

Durch diese kleinen Umweg sind wir zum späten Nachmittag in Oban angekommen, wo wir im Corran House (Link…) gewohnt haben. In der Hauptsaison lohnt es sich definitiv in den Restaurants vorab zu reservieren und so sind wir am ersten Abend im Oban Inn gelandet. Zwar ist dies ein schöner Pub, nur das Essen kann man definitiv nicht empfehlen.

Oban ist ein kleines, süßes Fischerdörfchen, welches auch durch den Tourismus nicht seinen Charme verloren hat. Es lohnt sich entlang der Strandpromenade zu schlendern und in den einen oder anderen Pub einzukehren.

Mein Tipp: Parken ist in Oban relativ teuer. Direkt am Fähranleger gibt es aber einen Parkplatz, wo die 24 Stunden nur 3 Pfund kosten [Stand August 2019]. Allerdings sind hier die Plätze begrenzt.

Fahrtzeit: 4 Stunden

(+2 mit Glenfinnan Viaduct)

Bucht  und  Hafen  von  Oban  mit  blauem  Himmel

Tag 6 Oban

Für den 6. Tag stand etwas ganz Besonderes auf dem Programm, die Three Isle Tour zu den Inseln Mull, Iona und Staffa. Dafür sind wir tatsächlich um 07:10 Uhr am Fähranleger gewesen, denn die Early Bird Tour kostet 8 Pfund weniger pro Person.

Morgenstimmung  mit  Blick  auf  Leuchtturm  bei  der  Überfahrt  von  Oban  zur  Insel  Mull

Von Oban ging es mit der Fähre zunächst nach Mull rüber. Auf dieser Überfahrt wird auch Frühstück serviert, welches man sich unter Deck schmecken lassen kann. Anschließend wird man auf Mull entgegengenommen und fährt bis zum kleinen Ort Fionnphort. Hier haben wir dann Boote bestiegen, die uns zur Insel Staffa gefahren haben. Bis Anfang August kann man hier tatsächlich Papageintaucher beobachten. Für diese niedlichen Tiere waren wir leider zu spät dran, sodass wir uns die nicht weniger interessante Fingal´s Cave angeschaut haben. Durch das stürmische Wetter hat sich das ganze auch relativ abenteuerlich gestaltet und wir waren froh vom Touranbieter Regenmäntel bekommen zu haben.

Die  unbewohnte  Basaltinsel  Staffa  an  einem  stürmischen  Tag

Nach dem Besuch auf Staffa ging es dann auf die bewohnte Insel Iona, wo man Mittagessen und über die Insel spazieren kann. Besonders sehenswert ist hier für viele die Iona Abbey. Uns war sie allerdings vom Eintritt her zu teuer und wir sind lieber durch die Gegend gestromert. Nach gut 10 Stunden endet die Tour dann wieder in Oban.

Mein Tipp: Oban ist bekannt als Seafood Capital von Schottland. Besonders gut essen kann man, meiner Meinung nach, in der grünen Fischbude direkt am Fähranleger. Hier gibt es frische Austern, Hummer und alles was das Seafood-Fan-Herz höherschlagen lässt.

Blick  auf  den  Friedhof  und  die  Abbey  von  Iona

Tag 7 Oban – Glasgow

Die einwöchige Rundreise durch die Highlands endet wie sie begonnen hat, in Glasgow. Wer zeitig in Oban aufbricht, hat noch etwas Zeit für Glasgow. Zu meinen Highlights gehört neben der Streetart auch ein Besuch im Glasgow Lighthouse, von wo man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt hat.

Fahrtzeit: ca. 1 ½ Stunden

Fazit der einwöchige Rundreise durch die Highlands

Schottland hat einiges zu bieten und eine Woche Rundreise macht Lust auf mehr. Gerade die Isle of Skye hat es mir sehr angetan und ich würde gerne noch mehr vom Norden Schottlands sehen. Wie geht es dir? Warst du schon mal in Schottland und bist genauso verliebt wie ich?

Falls du unseren Roadtrip nach fahren möchtest und noch auf der Suche nach einem geeigneten Mietwagen bist, kann ich dir MietwagenCheck.de ans Herz legen. Hier kannst du genau festlegen, was für einen Mietwagen du haben willst und die Suchmaschine spuckt dir das passende Angebot aus. Außerdem findest du unter dem angegeben Link auch noch zahlreiche Informationen zum Autofahren in Schottland. So geht garantiert nichts schief.

Blick  auf  die  Dächer  von  Glasgow  vom  Glasgow  Lighthouse

5 Kommentare
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Gast
6 Jahre zuvor

Das ist eine schöne Route. Persönlich würde ich aber eher die Zeit in Glasgow reduzieren und stattdessen mehr Zeit im Norden verbringen. Vor allem würde ich mehr Zeit auf der Isle of Mull verbringen, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Es stimmt schon, dass Glasgow besser ist als sein Ruf und ein paar nette Ecken hat, aber irgendwie finde ich, dass das nicht der Grund ist, um nach Schottland zu kommen.

Gast
6 Jahre zuvor

feiner bericht…mein schottland camping ist 42 jahre her…

[…] sondern ich kann auch einige Schottische Hochlandrinder beobachten, die ich sonst eher weiter im europäischen Norden vermutet […]