Griechenland Reisende zieht es oft auf die Insel, jedoch wird ein wahrer Schatz oft links liegen gelassen, die Peloponnes. Dabei strotzt die Region von landschaftlichen Highlights und historischen Schätzen. Sparta, Mystras und Korinth sind da nur ein paar der Stichworte, die man an dieser Stelle nennen kann und gerade im Frühjahr ist die Peloponnes ein echtes Highlight.
Im März 2026 habe ich mit dem Mietwagen die lakonische Halbinsel inklusive Mani, Kap Tainaron und Leonidio erkundet. Was ich dabei kennengelernt habe? Gastfreundliche und stolze Bewohner*innen der Region, blühende Landschaften samt eines Insektenreichtum, der seinesgleichen sucht, naturbelassen Wanderwege, fantastisches Essen, besondere Unterkünfte und immer im Blick das Meer und schneebedeckte Gipfel.
Es ist schon spät am Nachmittag, als wir am Gate des Murchison Falls Nationalparks ankommen. Es ist der erste Park auf unserer Reise mit dem Mietwagen durch Uganda und dementsprechend aufgeregt bin ich, was uns in den kommenden Tagen erwarten wird. Eins vorweg, es wird mich landschaftlich komplett umhauen! Das Schutzgebiet ist nach den gleichnamigen Fällen benannt, die für mich zu den beeindruckendsten Wasserfällen der Welt gehören. Die schier endlosen Wassermassen des Nils werden hier durch ein Nadelöhr gezwängt und setzen ungeheure Kräfte frei. Ob zu Land oder per Boot, ein Besuch darf nicht fehlen. Darüber hinaus warten Elefanten, Nilkrokodile, Giraffen, Löwen und sogar Schimpansen von uns entdeckt zu werden.
Anreise und Übernachtung im Murchison Falls Nationalpark
Von Entebbe bis zum Park
Unsere Selbstfahrerreise durch Uganda beginnen wir in Entebbe, wo wir auch unseren Mietwagen übernehmen. Gleich am ersten Tag wartet auch die längste Strecke auf uns. Rund 330 km liegen zwischen uns und unserer Unterkunft im Murchison Falls Nationalpark. Glücklicherweise liegt ziemlich auf der Hälfte das Ziwa Rhino Sanctuary, wo man Nashörnern auf einer Fußpirsch begegnen kann, und ein gutes Restaurant, um sich zu stärken.
Wir fahren früh morgens in Entebbe los, um dem Verkehr in Kampala etwas zu entkommen . Zunächst auf einem guten Highway bis wir uns der Hauptstadt Ugandas nähren. Hier ist meine ganze Konzentration als Fahrerin gefragt. Überall sind Motorradtaxis, so genannte Boda-Bodas, unterwegs und ich bin froh, als wir die Großstadt und ihre Randbezirke hinter uns lassen. Ab da wird die Fahrt entspannt und es gibt viel entlang der Straße zu sehen.
Das Kichumbanyobo Gate, wo wir per Kreditkarte unsere Gebühren für die kommenden Tage zahlen, bauen sich Gewitterwolken über dem dichten Blätterdach des Budongo Regenwaldes auf. Die Luft flimmert und zirpt von Insekten und Vögeln. Eine beeindruckende Stimmung! Bis wir die Murchison River Lodge, wo wir drei Nächte bleiben werden, erreichen, vergeht eine weitere Stunde. Nachdem wir den Wald hinter uns lassen, tut sich vor uns ein unglaubliches Panorama über die Savanne und den Nil auf – einfach nur beeindruckend!
Die Murchison River Lodge
Unsere Lodge liegt direkt an den Ufern des Nils und bietet unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten. Wir haben uns für eines der feststehenden Zelte entschieden und haben dies zu keiner Sekunde bereut. Sie sind komfortable eingerichtet und gerade das offene Badezimmer hat mir sehr gut gefallen. Die Hängematte vor der Tür rundet das Erlebnis dann noch ab.
Auf der gesamten Anlage findet man immer wieder ausgewählte Kunst und es gibt viele Bereiche, wo man sich gemütlich hinsetzen kann. Gespeist wird mit Blick auf den Nil und auch vom überdachten Pool aus kann man den beeindruckenden Fluss sehen. Wir haben Vollpension gebucht und werden jeden Mittag mit 3-Gängen und jeden Abend sogar mit 4-Gängen verwöhnt. Ein absoluter Luxus!
Vor allem aber unser letzter Abend wird mir sehr in Erinnerung bleiben. Urplötzlich ist ein gewaltiger Sturm aufgezogen. Die Böen waren so stark, dass sie meinen Dessertteller vom Tisch gefegt haben. Schnell haben Mitarbeitende und Gäste so gut es ging, alles verstaut und wir haben uns zum Poolhaus verzogen, welches Windgeschützter lag. Nachdem sich alle sortiert hatten, kamen die Mitarbeiter*innen aus der Küche doch tatsächlich noch mit einem Lied und Geburtstagskuchen und wir haben alle gemeinsam den Geburtstag eines Gasts gefeiert. Dieses improvisierte Miteinander und der dadurch entstandene Austausch gehört mit zu meinen schönsten Erinnerungen an die Reise.
Lohnt sich eine Safari im Murchison Falls Nationalpark?
Ja, ja und ja! Ich liebe die Landschaft des Parks und könnte allein deshalb stundenlang unterwegs sein. Was jedoch nicht unerwähnt bleiben sollte ist, dass seit einigen Jahren nach Öl im Park gebohrt wird. Deshalb wurde eine Asphaltstraße mitten durch gebaut, die Ölraffinerie leuchtet nachts in hellen Farben und insgesamt hat sich der Charakter des Parks verändert. Besonders schlimm ist, dass Menschen enteignet wurden und der Druck auf das fragile Ökosystem weiter hoch ist. Mehr dazu hier…
Von unserer Lodge sehen wir jedoch nur für uns unberührte Landschaften und auch auf den Game Drives verlässt man die asphaltierte Straße. Da wir im Mai unterwegs sind und gerade die Regenzeit zu Ende geht, steht das Gras dementsprechend hoch. Auf einer vergangenen Reise hatte ich das Glück, Löwen zu sehen und ein befreundeter Guide hat zur selben Zeit, wo wir unterwegs sind, Glück mit einem Leoparden, uns sind die Großkatzen jedoch nicht holt.
Zwar fehlt uns mit dem Mietwagen die Expertise eines Guides, dafür können wir in unserem Tempo unterwegs sein. In weiser Voraussicht haben wir uns unser Frühstück einpacken lassen und brechen früh am Morgen zum Game Drive auf. Unser Ziel ist Delta Point, wo wir unseren Tisch und Stühle aufstellen und mit Blick auf den Nil und einigen Tieren in der Ferne gemütlich Frühstücken. Anscheinend fällt unser gemütliches Setup auch anderen auf, den später Treffen wir auf andere Reisende, die uns darauf fast ein bisschen neidisch ansprechen.
Als fotografische Ausbeute vom Tag freuen wir uns über Elefanten, Giraffen, Büffel, Warzenschweine, Uganda Kobs und diverse Vogelarten.
Schimpansen Tracking im Budongo Forest
Ein Grund, weshalb wir drei Nächte im Murchison Falls Nationalpark geplant hatten, ist das wir ein Schimpansen Tracking machen wollten. Startpunkt der Tour ist die Budongo Eco Lodge, im gleichnamigen Forest Reserve. Leider wurde die Lodge gerade renoviert, sonst hätten wir doch eine Nacht geschlafen. So war es rund eine Stunde Fahrt von unserer Lodge bis dorthin.
Wir sind die einzigen zwei Gäste auf der Tour und haben mit dem Guide und einer Auszubildenen quasi eine 1:1 Betreuung. Nach einer kurzen Einführung sind wir nochmal mit unserem Auto ein kleines Stück die Straße runter gefahren, um dann schlussendlich vom Wald geschluckt zu werden. Sofort ist die Straße außer Sichtweite und wir sind mitten umgeben von Urwaldriesen. Im Gegensatz zum mittlerweile recht kommerzialisierten Schimpansen Tracking im Kibale Forest, gibt es hier kaum ausgetretene Pfade und unser Guide hilft mit einer Machete aus.
Insgesamt sind wir gut drei Stunden bei einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 100% unterwegs. Leider hören wir die Schimpansen nur und sehen ihre Hinterlassenschaften. Allerdings sind sie uns in dem Dickicht gnadenlos überlegen und wir können mit ihnen nicht schritthalten. Als dann auch noch ein Gewitter im Anmarsch ist, brechen wir das Tracking ab.
Ich habe es trotzdem sehr genossen mich mit unserer Begleitung ausführlich zu unterhalten und diese besondere Natur genießen zu dürfen. Mir fällt es schwer, diesen Nachmittag im Regenwald zu beschreiben, ohne ihn Klischees zu verfallen. Jedoch hat diese Landschaft etwas archaisches, sehr ursprüngliches an sich. Als es anfängt wie aus Eimern zu schütten, Rennen der Guide und ich los, um das Auto zu holen. Ich blicke kurz in den Himmel als zwei krächzende Nashornvögel über uns hinwegfliegen und bin glücklich, wie schon lange nicht mehr.
Du interessierst dich für weitere bedrohte Tierarten in Uganda? Dann empfehle ich dir meinen Artikel zum Pangolin Rescue Centre in Buhoma. Hier… geht’s lang.
Das Buch zur Reise nach Uganda
Auf meiner Reise durch Uganda habe ich mit viel Begeisterung „Die erste Frau“ von Jennifer Nansubuga Makumbi gelesen. Es ist nicht nur ein Coming of Age Roman, sondern auch ein spannendes Lehrstück über die bewegte Vergangenheit Ugandas. Ein Muss, wenn man sich zumindest ein wenig mit der Geschichte des Landes auseinandersetzen will.
Der Nil ist die Lebensader des Murchison Falls Nationalparks und muss natürlich ausgiebig erkundet werden – sowohl per Boot, als auch mit einer kleinen Wanderung entlang der Fälle.
Bootstour auf dem Nil
Ohne eine Murchison Falls Bootstour ist ein Besuch des Nationalparks für mich nicht komplett. Du kannst sowohl eine private Tour buchen, als auch eine mit festen Abfahrtszeiten bei der Paraa Brücke. Wir haben uns für letzteres entschieden und sind einen Tag vorher zum Ableger gefahren, um unsere Tickets zu kaufen. Zunächst haben wir am Vormittag einen Game Drive gemacht, sind dann zum Essen und Ausruhen zurück in unsere Lodge, ehe die Bootstour am Nachmittag los ging.
Da man auf dem Weg zu den Wasserfällen gegen den Strom fährt, dauert es rund zwei Stunden, bis in der Ferne die Murchison Falls auftauchen. Dies gibt den Guides aber genug Zeit, auf Sichtungen entlang des Ufers einzugehen. Ich empfehle es dir, auf der linken Seite zu sitzen, da man die meiste Zeit auch an dieser Uferseite fährt. Bei uns hat es nicht lange gedauert, bis wir die ersten Elefanten, Nilpferde und natürlich Krokodile zu Gesicht bekommen. Auch Giraffen und unterschiedliche Antilopenarten zeigen sich. Hinzukommen unzählige Vogelarten, die jedes Birderherz höher schlagen lassen. Die Guides gehen gerne auf Fragen ein und kennen sich sehr gut mit den Vögeln entlang des Ufers aus.
An Bord gibt es außerdem saubere Toiletten und eine kleine Bar. Und gibt es etwas cooleres, als ein Nile Bier auf dem River Nile zu trinken? Ich glaube kaum!
Wie viele Tierarten zählst du auf diesem Bild?
Die Murchison Falls selbst
Aus dramaturgischer Sicht würde ich empfehlen erst die Bootstour zu den Fällen zu machen und dann am Tag darauf zu den Top of the Falls zu fahren. Dafür muss man nochmal extra eine kleine Gebühr zahlen. Das geht ganz unkompliziert per Kreditkarte in einem kleinen Häuschen auf dem Weg zu dem Aussichtspunkt.
Vom Parkplatz aus startet entweder eine längere Wanderung oder man geht direkt zum Aussichtspunkt. Von dort aus hat man eine grandiose Sicht auf die Fälle und kann am eigenen Leib erfahren, welche unbeschreiblichen Wassermassen sich da die Katarakte hinunterstürzen. Die dadurch aufgewirbelte Gicht ist eine willkommene Erfrischung und bei den Temperaturen trocknet die Kleidung auch in wenigen Minuten.
Der Weg ist zum Teil etwas rutschig und ich empfehle dir festes Schuhwerk. Es gibt dort auch einige Picknicktische, sodass du dir zum Beispiel auch den Lunch einpacken lassen kannst.
Was du sonst noch wissen solltest
Der Murchison Falls Nationalpark gehört auf jede Reise durch Uganda und ist dementsprechend auch beliebt. In der Nebensaison habe ich ihn nicht als überlaufen empfunden, dennoch würde ich empfehlen, frühzeitig deine Wunschunterkunft zu reservieren und auch das Schimpansen Tracking zu organisieren. Die Bootstour haben wir spontan einen Tag davor gebucht und zu den Top of the Falls kommt man meines Wissens immer ohne vorab Tickets kaufen zu müssen.
Wir konnten alles mit unserer Kreditkarte bezahlen, wenngleich es immer gut ist, etwas Bargeld für den Notfall dabei zu haben. Wie eigentlich fast alle Nationalparks, die ich kenne, richten sich die Öffnungszeiten nach dem Sonnenauf- und -untergang. Wenngleich die Ranger relativ kulant waren, was die Auslegung der Dämmerungszeiten anging. Darauf sollte man sich jedoch nicht verlassen. Wir waren nur nach dem Schimpansen Tracking recht spät dran und konnten es nicht vermeiden, nach Sonnenuntergang in unserer Lodge anzukommen.
Ich finde man kann als Selbstfahrerin gut im Park navigieren. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Game Drives zu buchen oder einen Ranger für den Tag zu engagieren. Dieser setzt sich dann mit in den Mietwagen und hilft mit seiner Expertise und Vernetzung möglichst viele Tiere zu sehen.
Fazit zum Murchison Falls Nationalpark
Da der Park der erste von mir besuchte in Uganda war, wird er wohl für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber etwas an der Landschaft fasziniert mich ungemein. Vielleicht sind es die beeindruckenden Wolkengebilde im Mai, die mächtigen Gewitter, der riesige Nil und die beinahe endlos erscheinende Natur – ich kann es nicht genau fassen. Aber was auch immer es ist, ein Besuch des Murchison Falls Nationalparks sollte bei einer Safari in Uganda nicht fehlen. Zumal er sich gut in eine Rundreise zu den Highlights des Landes integrieren lässt.
Für uns waren drei Nächte genau richtig. So konnten wir auch mal die Annehmlichkeiten der Lodge genießen und hatten nicht das Gefühl, von Aktivität zu Aktivität zu hetzen. Idealerweise würde ich dir empfehlen für den ersten vollen Tag das Schimpansen Tracking einzuplanen und am zweiten Tag Morgens einen Game Drive zu machen und Nachmittags dann die Bootstour. Vor der Weiterfahrt am kommenden Tag ist dann noch genug Zeit für die Top of the Falls.
Und was ist die beste Reisezeit für den Murchison Falls Nationalpark? Diese Frage lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten. Empfohlen wird natürlich die Trockenzeit zwischen Dezember bis Februar und von Juni bis September. Ehrlicherweise kann man sich auf Grund des Klimawandels da aber nicht mehr richtig drauf verlassen und ich persönlich mag die Green Season im Mai sehr gerne. Es ist ruhiger, die Natur satt und kräftig, es gibt viele Jungtiere zu sehen und mit etwas Glück ist das Reisen auch günstiger.
Aktuelle Informationen zum Park erhältst du hier… von der Uganda Wildlife Authority.
Warst du schon mal in Uganda und was war dein Lieblingserlebnis? Verrate es mir und meinen Leser*innen gerne in den Kommentaren.
Weiße Sandstrände, Strauße die durch die Fynbos Vegetation ziehen, kleine Fischerdörfer und Wanderungen in den Sandsteinfelsen der Cederberge, all das erwartet dich bei einem Roadtrip entlang Südafrikas Westküste. Hier findet man noch unberührte Landschaften, abseits der beliebten Tourist*innenströme anderer Teile Südafrikas.
Meine Route entlang der Westküste Südafrikas
Hier klicken, um den Inhalt von www.google.com anzuzeigen.
Das wunderbare an diesem Roadtrip verrate ich dir gleich vorweg: die Distanzen an der Westküste Südafrikas sind relativ überschaubar und so ist diese Route auch mit weniger Zeit machbar. Natürlich kannst du gerne auch mehr Tage einplanen und dich so auf die wunderbar entspannten Vibes der West Coast einlassen. Ich werde dir in diesem Beitrag auch immer wieder Tipps für Abstecher geben, um deinen Aufenthalt bei Bedarf zu verlängern. So wie hier vorgestellt dauert die Reise durch Südafrikas Westküste 5 Tage.
Tag 1: Von Kapstadt nach Paternoster
Auf unserem Roadtrip entlang der Westküste Südafrikas, lassen wir die bunte Metropole Kapstadt nur langsam hinter uns. Zwar ist der Verkehr am frühen Vormittag noch moderat, aber der markante Tafelberg bestimmt noch lange den Blick in den Rückspiegel. Mit einem Abstand zum Bloubergstrand und dem West Coast Nationalpark, erreichen wir am Nachmittag Paternoster.
Mit mehr Zeit lohnt sich auch ein Abstecher in Yzerfontein oder Langebaan. Beides sind ebenfalls süße Küstenorte, in denen man wunderbar entschleunigen kann. Bei Yzerfontein liegt ein weiterer Stopp, den ich dir sehr ans Herz legen möchte: !Khaw ttu San. Hier wird die Lebensweise der San auf eine sehr gute Art und Weise dargestellt. Von einer Nacht dort berichte ich in einem anderen Beitrag über Südafrikas Westküste (Link).
Bloubergstrand und der West Coast Nationalpark
Zwei Stopps die ich dir in jedem Fall ans Herz legen möchte sind Bloubergstrand und der West Coast Nationalpark.
Am Bloubergstrand hat man bei gutem Wetter eine hervorragende Sicht auf die City Bowl von Kapstadt. Vor allem der weiße Sand und die vielen Kitesurfer*innen faszinieren mich immer wieder aufs Neue.
Der West Coast Nationalpark liegt gut eine Stunde Fahrt von Kapstadt entfernt und ist auch bei Capetonians sehr beliebt. Das hat den Grund das man in der Lagune unter anderem bei Kraalbaai wunderbar schwimmen kann. Diese mutet mit ihren weißen Stränden, den Flamingos und dem türkisfarbenen Wasser fast karibisch an.
Aber auch Tiersichtungen sind im West Coast Nationalpark möglich. Zwar trifft man hier nicht die Big Five an, wie in anderen Nationalparks Südafrikas, aber immerhin doch zahlreiche Strauße, Elands und andere Antilopenarten.
Nachdem man am Parkeingang den Eintritt entrichtet hat, enthält man auch eine schöne Übersichtskarte zu den Straßen im Nationalpark und der heimischen Flora und Fauna. Hier sind auch alle Birdhides verzeichnet, die öffentlich zugänglich sind. Wer viel Zeit hat, kann sich hier auch in eine der schönen Unterkünfte einbuchen oder Mehrtageswanderungen machen.
Mein Tipp: Um nach Paternoster zu gelangen kann man den Park vom West Coast Gate zum Langebaan Gate durchqueren und so den Park von all seinen Seiten erkunden.
Paternoster
Ohne Untertreibung kann ich sagen, dass Paternoster für mich der schönste Ort an Südafrikas Westküste ist. Strahlend Weiße Häuser, getaucht in ein goldenes Licht, Seafood zum Abwinken, freundliche Menschen und ein endlos lange erscheinender Strand, das ist Paternoster. Der Ort ist nicht sonderlich groß und kann gut in einem Nachmittag erkundet werden. So bleibt genug Zeit sich der Stille und Ruhe hinzugeben und Paternoster auf sich wirken zu lassen.
Das Cape Columbine Nature Reserve
Sehr lohnenswert ist auch das angrenzende Cape Columbine Nature Reserve. Während es im Winter und Frühjahr schön grün ist, entfaltet es im Spätsommer seine raue Schönheit auf eine ganz andere Art. Ein Besuch zu allen Jahreszeiten lohnt sich also.
Mein Unterkunftstipp in Paternoster
Wie immer empfehle ich das Farr Out Guesthouse. Marion und Deon haben viel Liebe in die Zimmer und ihren Garten gesteckt und man fühlt sich gleich zu Hause. Ganz besonders empfehlenswert ist der Hot Tub, welcher den ganzen Tag eingeheizt wird und abends dann pure Entspannung verspricht.
Von Paternoster führt eine Küstenstraße nach Lamberts Bay. Zum Teil trennt nur ein schmaler Dünengürtel die Straße vom Ozean, ein echter Traum! Da die Fahrt nicht sonderlich weit ist, lohnt sich ein kleiner Abstecher in Elands Bay. Das Örtchen ist vor allem für seine Surfer*innen bekannt und strahlt den Charme eines Hippie Ortes aus.
Lamberts Bay hingegen ist genau das Gegenteil. Im Hafen liegen zahlreiche bunte Fischerboote und die Kartoffelfabrik entlässt regelmäßig weißen Rauch in den strahlend blauen Himmel. Was ist also der Grund nach Lamberts Bay zu fahren?
Ganz klar, Bird Island! Lamberts Bay vorgelagert liegt diese kleine Insel, wo eine von sechs Kaptölpel Kolonien weltweit niestet. Bevor man die Vögel erspäht, kann man sie allerdings schon riechen und hören. Das sich ankündigende Spektakel verspricht allerdings nicht zu viel. Die Kolonie bietet ein einmaliges Fotomotiv und es macht Spaß, das Verhalten der Tiere zu beobachten.
Neben Kaptölpeln gibt es auch noch zahlreiche Seeschwalben und Kormorane und es soll ebenfalls eine kleine Pinguin und Seelöwen Kolonie geben, die wir allerdings nicht erspähen konnten.
Mein Unterkunftstipp in Lamberts Bay
Lamberts Bay steht nur bedingt auf der Liste der klassischen Südafrikrouten und bietet deshalb nur eine beschränkte Auswahl an Unterkünften. Aber genau wegen dieser Ruhe machen wir ja auch den Roadtrip an Südafrikas Westküste. Wir sind im Sir Lambert´s Guesthouse untergekommen. Dieses ist simpel und sauber und vor allem das Frühstück sehr reichhaltig und gut.
Hier… (Link) geht´s zur Website des Sir Lambert´s Guesthouse.
Tag 3 – 4: Die Cederberg Mountains
Die Cederberg Mountains oder Zederberge im deutschen, sind ein weiteres Highlight auf unserem Roadtrip. Vor allem bekannt sind die Berge wegen ihrer markanten Sandsteinformationen und dem Rooibos Tee, welcher nur in dieser Gegend angebaut werden kann.
Clanwilliam, die Rooibos Hauptstadt
Wir kommen in Clanwilliam unter, die auch als Rooibos Hauptstadt von Südafrika bezeichnet wird. Von Lamberts Bay sind wir in einer guten Stunde in Clanwilliam und haben so noch genug Zeit, den Ort zu erkunden und uns auf die Spuren des Rooibos zu begeben.
Für die volle Rooibos Erfahrung kann ich zwei Empfehlungen aussprechen. Zum einen das House of Rooibos (Link), welches mitten in Clanwilliam ist. Hier kann man kostenlos die unterschiedlichen Sorten Rooibos testen. Wait, what? Ja! Es gibt tatsächlich viele unterschiedliche Sorten wie grüner Rooibos oder auch Honeybush (mein Favorit) und Buchu Tee.
Zum anderen eine Rooibos Tour mit Chris von Elandsberg Eco Tourism (Link). In einem alten Toyota cruist man mit ihm durch die Plantagen und erfährt wirklich alles über die lokale Pflanzenwelt. Chris ist ein wandelndes Lexikon. In seinen Erzählungen werden die Pflanzen plötzlich lebendig und wahre Künstler der Anpassung.
Zum Teil sind einige Pflanzen so sehr an ihre Umgebung angepasst, dass sie im nächsten Tal oder auch in Chris Garten nicht gedeihen. Wirklich faszinierend.
Mein Unterkunftstipp in Clanwilliam
Ohne zu zögern empfehle ich das Yellow Aloe Guest House. Wo soll ich anfangen? Bei der stilvollen Einrichtung, dem erfrischenden Pool, dem lebendigen Garten, dem top Frühstück oder doch den liebevollen Gastgebern? Absolute Empfehlung!
Übrigens lohnt sich hier auch ein Zwischenstopp, falls man nicht in Clanwilliam übernachtet. Hier gibts ebenfalls guten Kaffee und Kuchen und einen süßen Souvenirshop.
Hier… (Link) geht´s zur Website des Yellow Aloe Guest House
Der Sevilla Rock Art Trail
Neben dem Rooibos sind die Cederberg Mountains auch für die Felszeichnungen der San bekannt. Gut 30 Kilometer von Clanwilliam entfernt liegt der Sevilla Rock Art Trail, wo man auf einer moderaten Wanderung die Zeichnungen der San bewundern kann, die dort vor tausenden von Jahren durch das Land gezogen sind.
Im Traveller´s Rest bekommt man nicht nur eine Karte und die Genehmigung für den Sevilla Rock Art Trail, sondern auch wirklich gute Sandwichs und kalte Getränke. Der Weg ist gut markiert und es macht Spaß, in die Geschichte des Landes einzutauchen.
Für die Wanderung empfehle ich auf jeden Fall genug Wasser und einen Sonnenschutz einzupacken. Zum Teil läuft man auf Felsplateaus, die die Hitze ordentlich reflektieren können.
Am letzten Tag unseres Roadtrips entlang Südafrikas Westküste geht es zurück nach Kapstadt. Wer mag kann hier über die Winelands fahren und noch eines der zahlreichen Weingüter besuchen. Zu meinen Favoriten zählen: Fairview, Babylonstoren und La Motte.
Nach einer ruhigen Woche an der Westküste Südafrikas, begrüßt einen Kapstadt mit dem markanten Tafelberg, der uns dieses Mal den Weg zur Mother City weist. Falls du noch Tipps für Ausflüge in und um Kapstadt suchst, wirst du bei diesem Artikel (Link) bestimmt fündig.
Mein Unterkunftstipp in Kapstadt
Kapstadt hat natürlich einiges an tollen Unterkünften zu bieten. Wenn du etwas zentrales suchst, empfehle ich dir die Cactusberry Lodge. Diese liegt im Stadtteil Gardens, welcher fußnah mit der City verbunden ist. Das Guesthouse besticht durch die kleine Anzahl an Zimmern, eine herzliche Gastgeberin, tolles Frühstück und eine stylische Einrichtung. Von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Gardens Centre, dem Company´s Garden oder der beliebten Kloof Street.
Hier… (Link)geht´s zur Website der Cactusberry Lodge
Und falls du noch Restauranttipps benötigst, mit dem Seabreeze (Link) und dem Kloof Street House (Link) hast du zwei der besten Restaurants (meiner subjektiven Meinung nach) um die Ecke. Wobei man beim Essen gehen in Kapstadt eh recht wenig falsch machen kann…
Du suchst noch nach einem Reiseführer für Kapstadt und Umgebung?
Die Reiseführer von Dieter Losskarn begleiten mich schon länger durch Südafrika und auch das DuMont Reise-Taschenbuch Kapstadt und Kapprovinz kann ich nur empfehlen. Hier… kannst du ihn ganz einfach nachkaufen
Bei dem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Ich bekomme eine kleine Provision, wenn du darüber bestellst. Für dich entstehen natürlich keine Mehrkosten. Alle Empfehlungen sind jedoch ❤ – Empfehlungen und wurden von mir getestet und ausgewählt.
Warst du schon mal in Südafrika? Was sind deine liebsten Ecken? Ich freue mich über dein Kommentar mit Tipps und Tricks oder Feedback.
Mit nur einer Woche zu den Highlights von Schottland
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Bereits der erste Tag in Estland macht deutlich, wie viel Gegensätze dieses kleine Land doch auf sich vereint. Kaum über die Grenze gefahren, sehen wir die ersten Rehe und im Wald kann man frische Beeren ohne Ende pflücken. Abends schlafen wir dann allerdings in der urgemütlichen, aber auch sehr stylischen Stadt Tartu. Dort sind wir überrascht von der Offenherzigkeit der Menschen und ihrer wahnsinnig guten Sprachkenntnisse. Eins ist sicher, in Estland trifft Natur auf Hightech. Weiterlesen
2016 war das erste Mal für mich, dass ich im Ausland Auto gefahren bin. Zunächst rund 3 1/2 Woche im Wechsel mit meiner Mama in Namibia. Und im Sommer dann nochmal durchs Baltikum. Das waren tatsächlich gleich 5 Länder mit neuen Gewohnheiten und Verkehrsregeln. Heute möchte ich mit dir meine Erfahrungen teilen, wie man im Ausland Autofahren kann und das ohne Angst oder Bedenken haben zu müssen.Weiterlesen
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