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Südafrikas Westküste: Ein Roadtrip zu unberührten Orten

Wegmakierung zu Bird Island in Lamberts Bay

Roadtrip entlang Südafrikas Westküste – meine Highlights

Weiße Sandstrände, Strauße die durch die Fynbos Vegetation ziehen, kleine Fischerdörfer und Wanderungen in den Sandsteinfelsen der Cederberge, all das erwartet dich bei einem Roadtrip entlang Südafrikas Westküste. Hier findet man noch unberührte Landschaften, abseits der beliebten Tourist*innenströme anderer Teile Südafrikas.

Meine Route entlang der Westküste Südafrikas

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Das wunderbare an diesem Roadtrip verrate ich dir gleich vorweg: die Distanzen an der Westküste Südafrikas sind relativ überschaubar und so ist diese Route auch mit weniger Zeit machbar. Natürlich kannst du gerne auch mehr Tage einplanen und dich so auf die wunderbar entspannten Vibes der West Coast einlassen. Ich werde dir in diesem Beitrag auch immer wieder Tipps für Abstecher geben, um deinen Aufenthalt bei Bedarf zu verlängern. So wie hier vorgestellt dauert die Reise durch Südafrikas Westküste 5 Tage.

Auto am Straßenrand in den Zederbergen

Tag 1: Von Kapstadt nach Paternoster

Auf unserem Roadtrip entlang der Westküste Südafrikas, lassen wir die bunte Metropole Kapstadt nur langsam hinter uns. Zwar ist der Verkehr am frühen Vormittag noch moderat, aber der markante Tafelberg bestimmt noch lange den Blick in den Rückspiegel. Mit einem Abstand zum Bloubergstrand und dem West Coast Nationalpark, erreichen wir am Nachmittag Paternoster.

Mit mehr Zeit lohnt sich auch ein Abstecher in Yzerfontein oder Langebaan. Beides sind ebenfalls süße Küstenorte, in denen man wunderbar entschleunigen kann. Bei Yzerfontein liegt ein weiterer Stopp, den ich dir sehr ans Herz legen möchte: !Khaw ttu San. Hier wird die Lebensweise der San auf eine sehr gute Art und Weise dargestellt. Von einer Nacht dort berichte ich in einem anderen Beitrag über Südafrikas Westküste (Link).

Bloubergstrand und der West Coast Nationalpark

Zwei Stopps die ich dir in jedem Fall ans Herz legen möchte sind Bloubergstrand und der West Coast Nationalpark.

Am Bloubergstrand hat man bei gutem Wetter eine hervorragende Sicht auf die City Bowl von Kapstadt. Vor allem der weiße Sand und die vielen Kitesurfer*innen faszinieren mich immer wieder aufs Neue.

Lynn am Bloubergstrand mit Blick auf Kapstadt

Der West Coast Nationalpark liegt gut eine Stunde Fahrt von Kapstadt entfernt und ist auch bei Capetonians sehr beliebt. Das hat den Grund das man in der Lagune unter anderem bei Kraalbaai wunderbar schwimmen kann. Diese mutet mit ihren weißen Stränden, den Flamingos und dem türkisfarbenen Wasser fast karibisch an.

Aber auch Tiersichtungen sind im West Coast Nationalpark möglich. Zwar trifft man hier nicht die Big Five an, wie in anderen Nationalparks Südafrikas, aber immerhin doch zahlreiche Strauße, Elands und andere Antilopenarten.

Nachdem man am Parkeingang den Eintritt entrichtet hat, enthält man auch eine schöne Übersichtskarte zu den Straßen im Nationalpark und der heimischen Flora und Fauna. Hier sind auch alle Birdhides verzeichnet, die öffentlich zugänglich sind. Wer viel Zeit hat, kann sich hier auch in eine der schönen Unterkünfte einbuchen oder Mehrtageswanderungen machen.

Mein Tipp: Um nach Paternoster zu gelangen kann man den Park vom West Coast Gate zum Langebaan Gate durchqueren und so den Park von all seinen Seiten erkunden.

Zwei Elands in der Fynbos Vegetation des West Coast Nationalparks in Südafrika
Holzweg zu einem Birdhide im West Coast Nationalpark in Südafrika

Paternoster

Ohne Untertreibung kann ich sagen, dass Paternoster für mich der schönste Ort an Südafrikas Westküste ist. Strahlend Weiße Häuser, getaucht in ein goldenes Licht, Seafood zum Abwinken, freundliche Menschen und ein endlos lange erscheinender Strand, das ist Paternoster. Der Ort ist nicht sonderlich groß und kann gut in einem Nachmittag erkundet werden. So bleibt genug Zeit sich der Stille und Ruhe hinzugeben und Paternoster auf sich wirken zu lassen.

Fischerboot im Küstenort Paternoster in Südafrika
Restaurant Noisy Oyster in Paternoster in Südafrika
Sonnenuntergang im Fischerdorf Paternoster an Südafrikas Westküste
Meeresfrüchte in einem Restaurant in Paternoster an Südafrikas Westküste

Das Cape Columbine Nature Reserve

Sehr lohnenswert ist auch das angrenzende Cape Columbine Nature Reserve. Während es im Winter und Frühjahr schön grün ist, entfaltet es im Spätsommer seine raue Schönheit auf eine ganz andere Art. Ein Besuch zu allen Jahreszeiten lohnt sich also.

Ölfass spiegelt sich in einem Gezeitenpool im Cape Columbine Nature Reserve
Lynn im Cape Columbine Nature Reserve an Südafrikas Westküste
Seenebel kriecht über die Fynbos Vegetation im Cape Columbine Nature Reserve

Mein Unterkunftstipp in Paternoster

Wie immer empfehle ich das Farr Out Guesthouse. Marion und Deon haben viel Liebe in die Zimmer und ihren Garten gesteckt und man fühlt sich gleich zu Hause. Ganz besonders empfehlenswert ist der Hot Tub, welcher den ganzen Tag eingeheizt wird und abends dann pure Entspannung verspricht.


Hier gibt es noch mehr Tipps für deine nächste Reise nach Südafrika


Tag 2: Lamberts Bay und Bird Island

Von Paternoster führt eine Küstenstraße nach Lamberts Bay. Zum Teil trennt nur ein schmaler Dünengürtel die Straße vom Ozean, ein echter Traum! Da die Fahrt nicht sonderlich weit ist, lohnt sich ein kleiner Abstecher in Elands Bay. Das Örtchen ist vor allem für seine Surfer*innen bekannt und strahlt den Charme eines Hippie Ortes aus.

Lamberts Bay hingegen ist genau das Gegenteil. Im Hafen liegen zahlreiche bunte Fischerboote und die Kartoffelfabrik entlässt regelmäßig weißen Rauch in den strahlend blauen Himmel. Was ist also der Grund nach Lamberts Bay zu fahren?

Ganz klar, Bird Island! Lamberts Bay vorgelagert liegt diese kleine Insel, wo eine von sechs Kaptölpel Kolonien weltweit niestet. Bevor man die Vögel erspäht, kann man sie allerdings schon riechen und hören. Das sich ankündigende Spektakel verspricht allerdings nicht zu viel. Die Kolonie bietet ein einmaliges Fotomotiv und es macht Spaß, das Verhalten der Tiere zu beobachten.

Neben Kaptölpeln gibt es auch noch zahlreiche Seeschwalben und Kormorane und es soll ebenfalls eine kleine Pinguin und Seelöwen Kolonie geben, die wir allerdings nicht erspähen konnten.

Kaptölpel in der Kolonie bei Lamberts Bay an Südafrikas Westküste
Kartoffelfabrik und Fischerboote im Hafen von Lamberts Bay
Kormorane auf einer Straßenlaterne in Lamberts Bay

Mein Unterkunftstipp in Lamberts Bay

Lamberts Bay steht nur bedingt auf der Liste der klassischen Südafrikrouten und bietet deshalb nur eine beschränkte Auswahl an Unterkünften. Aber genau wegen dieser Ruhe machen wir ja auch den Roadtrip an Südafrikas Westküste. Wir sind im Sir Lambert´s Guesthouse untergekommen. Dieses ist simpel und sauber und vor allem das Frühstück sehr reichhaltig und gut.

Tag 3 – 4: Die Cederberg Mountains

Die Cederberg Mountains oder Zederberge im deutschen, sind ein weiteres Highlight auf unserem Roadtrip. Vor allem bekannt sind die Berge wegen ihrer markanten Sandsteinformationen und dem Rooibos Tee, welcher nur in dieser Gegend angebaut werden kann.

Clanwilliam, die Rooibos Hauptstadt

Wir kommen in Clanwilliam unter, die auch als Rooibos Hauptstadt von Südafrika bezeichnet wird. Von Lamberts Bay sind wir in einer guten Stunde in Clanwilliam und haben so noch genug Zeit, den Ort zu erkunden und uns auf die Spuren des Rooibos zu begeben.

Für die volle Rooibos Erfahrung kann ich zwei Empfehlungen aussprechen. Zum einen das House of Rooibos (Link), welches mitten in Clanwilliam ist. Hier kann man kostenlos die unterschiedlichen Sorten Rooibos testen. Wait, what? Ja! Es gibt tatsächlich viele unterschiedliche Sorten wie grüner Rooibos oder auch Honeybush (mein Favorit) und Buchu Tee.

House of Rooibos in Clanwilliam
Rooibos Tasting im House of Rooibos in Clanwilliam

Zum anderen eine Rooibos Tour mit Chris von Elandsberg Eco Tourism (Link). In einem alten Toyota cruist man mit ihm durch die Plantagen und erfährt wirklich alles über die lokale Pflanzenwelt. Chris ist ein wandelndes Lexikon. In seinen Erzählungen werden die Pflanzen plötzlich lebendig und wahre Künstler der Anpassung.

Zum Teil sind einige Pflanzen so sehr an ihre Umgebung angepasst, dass sie im nächsten Tal oder auch in Chris Garten nicht gedeihen. Wirklich faszinierend.

Hand die verarbeiteten Rooibos zeigt

Mein Unterkunftstipp in Clanwilliam

Ohne zu zögern empfehle ich das Yellow Aloe Guest House. Wo soll ich anfangen? Bei der stilvollen Einrichtung, dem erfrischenden Pool, dem lebendigen Garten, dem top Frühstück oder doch den liebevollen Gastgebern? Absolute Empfehlung!

Übrigens lohnt sich hier auch ein Zwischenstopp, falls man nicht in Clanwilliam übernachtet. Hier gibts ebenfalls guten Kaffee und Kuchen und einen süßen Souvenirshop.

The Longhouse Unterkunft in Clanwilliam an Südafrikas Westküste
Swimmingpool und Aussicht vom The Longhouse in Clanwilliam
Frühstück im Yellow Aloe Guesthouse in Clanwilliam

Der Sevilla Rock Art Trail

Neben dem Rooibos sind die Cederberg Mountains auch für die Felszeichnungen der San bekannt. Gut 30 Kilometer von Clanwilliam entfernt liegt der Sevilla Rock Art Trail, wo man auf einer moderaten Wanderung die Zeichnungen der San bewundern kann, die dort vor tausenden von Jahren durch das Land gezogen sind.

Im Traveller´s Rest bekommt man nicht nur eine Karte und die Genehmigung für den Sevilla Rock Art Trail, sondern auch wirklich gute Sandwichs und kalte Getränke. Der Weg ist gut markiert und es macht Spaß, in die Geschichte des Landes einzutauchen.

Für die Wanderung empfehle ich auf jeden Fall genug Wasser und einen Sonnenschutz einzupacken. Zum Teil läuft man auf Felsplateaus, die die Hitze ordentlich reflektieren können.

Mehr Infos zum Sevilla Rock Art Trail gibt es in meinem Beitrag.

Felsmalerein auf dem Sevilla Rock Art Trail in den Cederbergen
Interessante Felsformation auf einem Roadtrip entlang Südafrikas Westküste
Felsmalerein der San in den Zederbergen
Fotografieren der Felsmalerein in den Cederberg Mountains
Reptil auf einem Stein in den Cederberg Mountains in Südafrika
Webervogelnester an Südafrikas Westküste

Tag 5: Rückkehr nach Kapstadt

Am letzten Tag unseres Roadtrips entlang Südafrikas Westküste geht es zurück nach Kapstadt. Wer mag kann hier über die Winelands fahren und noch eines der zahlreichen Weingüter besuchen. Zu meinen Favoriten zählen: Fairview, Babylonstoren und La Motte.

Nach einer ruhigen Woche an der Westküste Südafrikas, begrüßt einen Kapstadt mit dem markanten Tafelberg, der uns dieses Mal den Weg zur Mother City weist. Falls du noch Tipps für Ausflüge in und um Kapstadt suchst, wirst du bei diesem Artikel (Link) bestimmt fündig.

Mein Unterkunftstipp in Kapstadt

Kapstadt hat natürlich einiges an tollen Unterkünften zu bieten. Wenn du etwas zentrales suchst, empfehle ich dir die Cactusberry Lodge. Diese liegt im Stadtteil Gardens, welcher fußnah mit der City verbunden ist. Das Guesthouse besticht durch die kleine Anzahl an Zimmern, eine herzliche Gastgeberin, tolles Frühstück und eine stylische Einrichtung. Von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Gardens Centre, dem Company´s Garden oder der beliebten Kloof Street.

Und falls du noch Restauranttipps benötigst, mit dem Seabreeze (Link) und dem Kloof Street House (Link) hast du zwei der besten Restaurants (meiner subjektiven Meinung nach) um die Ecke. Wobei man beim Essen gehen in Kapstadt eh recht wenig falsch machen kann…


Du suchst noch nach einem Reiseführer für Kapstadt und Umgebung?

Die Reiseführer von Dieter Losskarn begleiten mich schon länger durch Südafrika und auch das DuMont Reise-Taschenbuch Kapstadt und Kapprovinz kann ich nur empfehlen. Hier… kannst du ihn ganz einfach nachkaufen 

Bei dem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Ich bekomme eine kleine Provision, wenn du darüber bestellst. Für dich entstehen natürlich keine Mehrkosten. Alle Empfehlungen sind jedoch – Empfehlungen und wurden von mir getestet und ausgewählt.


Warst du schon mal in Südafrika? Was sind deine liebsten Ecken? Ich freue mich über dein Kommentar mit Tipps und Tricks oder Feedback.

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