Roadtrip Europa – In 12 Tage mit dem Camper Van durch die Alpenregion

Campeo Camper Van von Bürstner im österreichischen Voralberg

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In 12 Tagen mit dem Camper Van durch die Alpenregion – ein Roadtrip von Kehl nach Venedig und zurück

Es ist das Gefühl von purem Glück, wenn man am morgen noch verschlafen die Augen öffnet und sich vor einem ein grandioses Alpenpanorama entfaltet. Wir stehen mit unserem knallroten Campeo von Bürstner auf einem kleinen Campingplatz, der passenderweise auch noch Heidi´s Camping heißt, irgendwo im Vorarlberg und ich kann mich nicht satt sehen an den hohen Bergen. Es ist erst unser zweiter Tag auf unserem Roadtrip mit dem Camper Van durch die Alpenregion, aber alles fühlt sich schon so wunderbar vertraut an, einfach nur herrlich!

Unsere Route für 12 Tage mit dem Camper Van durch die Alpenregion

1725 km und vier Länder – nicht schlecht für den Anfang

Der Roadtrip mit dem Campeo ist der erste Trip dieser Art für Katharina von So nah und so fern und mich und obwohl alles Neuland ist, verlieben wir uns sofort in diese unkomplizierte und schöne Art des Unterwegsseins. Tag für Tag möchte ich dir unsere Route zum Nachreisen zeigen. In 12 Tagen sind wir durch vier Länder vorranging in der Alpenregion gereist und haben dabei 1725 km hingelegt. Zu viel wurde es uns dabei nie und wir könnten sofort wieder einen Roadtrip mit unserem liebgewonnen, roten Campeo starten.

Tag 1: Übernahme des Fahrzeugs und Fahrt zum Bodensee

Blick auf den Bodensee von Fischbach aus

Unseren Campeo Camper Van haben wir direkt vom Bürstner Werk in Kehl übernommen. Dort hat man die Option sich unterschiedliche Fahrzeugtypen zu mieten. Je nach Saison und Modell geht dies ab knapp 70€ pro Tag los.

Als wir unseren roten Campeo sehen, sind wir sofort begeistert. Das Modell war uns vorab bekannt, aber es ist doch nochmal was anderes, ihn live und in Farbe zu sehen. Nach einer kurzen Einführung durch einen Mitarbeiter von Bürstner ging es on the road. Erste Stopp, ganz unglamourös, der Supermarkt. Wir haben uns nicht nur Vorräte für die kommenden Tage besorgt, sondern auch für ein bisschen Glamping-Feeling mit Pflanzen und einer Lichterkette gesorgt.

Von dort ging es dann aber wirklich los und in Richtung Bodensee. Dort waren die Campingplätze allerdings doch voller als erwartet, sodass wir erst beim dritten Versuch in Fischbach erfolgreich waren. Schnell noch ein paar Fotos vom Bodensee und die erste Mahlzeit gekocht, ehe wir dann völlig erschöpft in unsere bequeme Koje gekrochen sind.

Kilometerzahl: 192 km

Tag 2: Es geht ins Voralberg

Unser roter Campeo Camper Van im Voralberg

Der zweite Tag war bereits ein großes Highlight für mich, denn es ging direkt rein in die Alpen und nach Österreich. Dies war nicht nur unsere erste Ländergrenze, sondern auch der erste volle Tag mit dem Campeo. Ich habe mich sofort hinter dem Steuer wohlgefühlt und auch auf den kleineren Straßen abseits der Autobahn war es kein Problem unseren Camper Van zu manövrieren.

Unser Stopp an diesem Tag hieß Heidis Camping und bestach vor allem durch seine bezaubernde Lage. Wir haben direkt vor einem alten Stall stehen können, mit Blick auf das Alpenpanorama des Vorarlbergs. Einfach nur wunderschön! Nachts haben hier die Sterne besonders hell gefunkelt und wir haben die klare Luft der Alpen genossen.

Kilometerzahl: 96 km
Unterkunft: Camping Bürserberg – Heidis Camping

Tag 3: Bella Italia – unser Camper-Van Trip bringt uns nach Südtirol

Weinberge in Südtirol

Und wieder wird eine Ländergrenze überquert, denn es zieht uns nach Italien. Über den Brenner ging es in Richtung in Richtung Meran und dem wunderbaren Camping Steiner. Hier war es Anfang September 2020 noch sommerlich warm und wir haben den Pool in vollen Zügen genießen können. Fast noch besser ist allerdings das zum Campingplatz zugehörige Restaurant, wo wir, natürlich, Pasta genossen haben. Obendrauf gab es für mich noch ein Glas Wein aus eigener Produktion. Besser kann man in Italien gar nicht ankommen.

Kilometerzahl: 265 km
Unterkunft: Camping Steiner

Tag 4 + 5: Willkommen in Venedig

Die Lagune von Venedig

Ganz spontan hatten wir am Vorabend beschlossen, die Alpenregion kurzzeitig hinter uns zu lassen und weiter in Richtung Venedig zu fahren. Die Vorstellung die Stadt so leer wie lange nicht mehr zu erleben, war einfach zu verführerisch.

Wir haben uns dann zwei Tage auf dem Campingplatz Miramare einquartiert, der uns ebenfalls mit seinem Pool und einem ganz besonderen Charme verzauberte. Abends konnten wir dort zum Zirpen der Grillen einschlafen und morgen einen wunderbaren Cappuccino aus der “Poolbar” genießen. Was spätestens hier auffiel, die Menschen sind unglaublich freundlich und herzlich. Wir haben uns sehr wohlgefühlt.

Das Highlight war aber sicherlich die Überfahrt nach Venedig. Von unserem Campingplatz war es nicht weit bis zum Fähranleger und in rund 30 Minuten Fahrt konnten wir fast direkt am Markusplatz aussteigen. Venedig hat all meine Erwartungen übertroffen und selbst Abends zurück auf dem Campingplatz, kann ich mir das Lächeln nicht verkneifen. Zu schön um wahr zu sein wird es dann, als die Sonne knallrot in der Lagune versinkt, ich ein kaltes Glas Wein schlürfe und dazu Jakobsmuscheln genieße und der Kellner in einer liebevoll-frechen Art mit jedem weiblichen Gast flirtet. Kann es noch kitschiger werden?

Kilometerzahl: 315 km
Unterkunft: Camping Miramare


Du suchst noch nach (Spar-) Tipps für Venedig? Dann bist du hier (Link) genau richtig.

Tag 6 + 7: Bella Bardolino – weiter geht’s an den Gardasee

Stand-up Paddeling auf dem Gardersee
Bunte Boote im Hafen von Bardolino

Unser Roadtrip steht ja unter dem Motto, mit dem Camper Van durch die Alpenregion und deshalb schlagen wir den Bogen und fahren zurück an den Gardasse. Für mich ein Ort, den ich bisher nur aus den Erzählungen meiner Großeltern kenne und er deshalb für mich auch mit Sehnsucht behaftet ist.

Ich brauche zunächst ein bisschen, um am Gardasee anzukommen, zu schön waren die Erlebnisse in Venedig. Als wir dann allerdings im Licht der untergehenden Sonne nach Bardolino reinspazieren, bin ich versöhnt. Welch ein zauberhafter Ort mit hübschen Boutiquen und netten Cafés und Restaurants.

Zum Glück haben wir zwei Tage am Gardasee eingeplant und können auch am nächsten Tag das wunderbare Flair von Bardolino genießen. Außerdem ist es auch mal schön, auf dem Campingplatz ein wenig auszuspannen und die Seele baumeln zu lassen. Das gehört zu so einem Camper-Trip genauso dazu.

Kilometerzahl: 206 km
Unterkunft: Camping Continental

Tag 8: Hallo oh du wunderschöner Lago di Como

Domaso am Lago di Como

Der Lago die Como, im deutschen auch Comer See, hat für mich nochmal alles übertroffen. Hier wirken die Berge noch höher, noch schöner. Wir kommen am späten Nachmittag auf unserem kleinen Campingplatz an und gehen sofort ans Wasser, um zu gucken. Später noch ziehe ich eine kleine Runde durch den Ort, in dem die Zeit still zu stehen scheint. Meine Kamera glüht fast so dolle wie in Venedig und verabschiedet sich (genervt?) mit einem leeren Akku. Zum Glück habe ich mein Handy dabei, um weiter die einmalige Stimmung und Szenerie einzufangen.

Spätestens hier merke ich, ich bin schwer verliebt in Italien. Die Menschen, das Wetter, die Landschaft, das Essen … Ich könnte die Liste ewig fortführen. Wirklich jeder Espresso oder Cappuccino schmeckt und ich freue mich bereits abends darauf, morgens einen frischen Kaffee zu trinken. Diese gibt es oftmals für knapp 1,50€ in den Shops der Campingplätze. I love it!

Kilometerzahl: 191 km
Unterkunft: Camping Le Vele Domaso

Tag 9 + 10: Grüezi Luzern

Die Kapellbrücke in Luzern

Die heutige Fahrt mit unserem Campeo übetrifft die bisherigen. Zwar ist es zu anfangs gar nicht so leicht auf den kleinen Straßen am Lago di Como zu manövrieren, da wir uns mehrfach verfahren und durch ellenlange Tunnel fahren müssen, aber einmal in der Schweiz angekommen, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Erstmal ist das Fahren sehr, sehr angenehm und dann ist das Panorama auch noch wahrlich beeindruckend. Unser nächstes Ziel heißt Luzern und auf der Fahrt durchqueren wir auch den berühmten Gotthard Tunnel, der mich mit seiner Länge sehr beeindruckt.

In Luzern kommen wir auf dem Stadtcampingplatz an, von wo aus man nicht nur auf den Vierwaldstättersee und den Pilatus blickt, sondern auch zu Fuß in die Innenstadt gehen kann. Zwar müssen wir uns nach Italien noch ein wenig an die Preise gewöhnen, bereuen es aber keine Sekunde nach Luzern gefahren zu sein. Der Ort ist einfach zu schön.

Kilometerzahl: 214 km
Unterkunft: Camping Lido Luzern


Noch mehr wunderbare Tipps für einen Tag in Luzern, gibt es hier (Link).

Tag 11: Eine letzte längere Fahrt – es geht in den Schwarzwald

Letzter Stopp auf dem Camper Van Tripp ist Freiburg im Breisgau

Ist dies wirklich schon unser letzter voller Tag auf unserem Roadtrip mit dem Camper-Van durch die Alpenregion? Etwas wehmütig verlassen wir Luzern und machen uns auf den Weg nach Freiburg in den Schwarzwald. Wir wollen am Tag darauf nicht zu spät den Campeo abgeben, da wir ja auch noch eine weite Heimreise haben.

Der Campingplatz in Freiburg gehört sicherlich mit zu den schönsten auf unserer Reise. Es gibt nicht zu viele Stellplätze und überall blühen Blumen in den schönsten Farben. Besonders gut ist auch der Flammkuchen am Abend, mit dem wir das Ende einer wunderbaren Reise feiern.

Kilometerzahl: 164 km
Unterkunft: Busses Camping

Tag 12: Tschüss Campeo, wir werden dich vermissen

Die letzten Kilometer mit dem Campeo vergehen viel zu schnell und am Vormittag sind wir wieder in Kehl. Hier geben wir unser liebgewonnenes Fahrzeug wieder bei Bürstner ab, tätscheln zum Abschied nochmal die Motorhaube und treten die Heimreise an. Eine großartige Reise geht zu Ende und ich bin mir sicher, ich werde wieder mit dem Camper-Van Reisen.

Kilometerzahl: 81 km

FAQ – Fragen rund um den Camper Van Trip

Der rote Campeo Camper Van von Bürstner in Venedig

Was für Ausgaben hattet ihr?

Wenn man nicht gerade einen 8€ Cappuccino in Venedig genießt, kann man meines Erachtens nach sehr günstig Reisen. Wir haben in 12 Tagen für Stellplätze, Vignetten, Maut, Diesel und AdBlue knapp 850€ ausgegeben. Die Campingplätze lagen dabei zwischen 30€ und 50€ (das war in der Schweiz) und das Tanken zwischen 0,99€ und 1,44€ pro Liter. Mir wurde aber auch gesagt, dass man noch deutlich günstiger unterwegs sein kann. Das hängt dann vor allem vom bereisten Land und den gewählten Stellplätzen ab.

Was muss man zur aktuellen Situation mit Corona beachten

Hier muss man natürlich beachten, dass die Situation sehr dynamisch ist und sich alles schnell ändern kann. Wir waren Anfang September 2020 unterwegs und haben im Grunde ohne Problem durchgekommen. Die Grenzen konnten wir ohne Stopp passieren. Man sollte sich generell täglich informieren, weil sich aktuell soviel verändern kann. Ich habe die Menschen aber als sehr verantwortungsvoll wahrgenommen, egal auf welchem Land unserer Reise.

Was hat der Wagen gekostet und wo ist er zu mieten?

Wir haben den Wagen im Rahmen einer Kooperation mit Bürstner für die 12 Tage zur Verfügung gestellt bekommen. Man kann ihn aber sowohl käuflich erwerben als auch neuerdings mieten. Das Kostet je nach Saison zwischen 70€ und 100€ für dieses Modell. Hier geht’s zur Vermietung (Link).

Auf was muss man achten, wenn man einen Camper ausleiht? Was sind die Pros und Contras?

Bei der Miete sollte man generell darauf achten, welches Modell gut zu einem passt. Für Nordeuropa kann man durchaus ein größeres Fahrzeug nehmen als zum Beispiel für die kleinen Gassen in Portugal oder Italien. Das Mieten ist natürlich nicht ganz günstig, dafür hat man sein zu Hause auf vier Rädern immer dabei und so hat man die Möglichkeit in das Camper Van Leben reinzuschnuppern, ohne gleich einen Wagen kaufen zu müssen.

Wie war das Fahren und Parken mit dem Camper Van?

Ich habe mich überraschend wohl gefühlt und bin mit dem Wagen gut klar gekommen. Etwas ungewohnt ist es natürlich, dass man nicht wirklich nach hinten schauen kann. Wenn man zum Beispiel in einen Stellplatz einparkt, hilft es, wenn deine Begleitung einmal aussteigt und dich rein winkt.

Auch das Wasser auffüllen und Ablassen, so wie das Entleeren der Toilette oder ausfahren der Markise geht wirklich gut, wenn man das ein paar Mal gemacht hat. Am Ende ist es wie immer, Übung mach die Meisterin.

Würdest du empfehlen, auch als Solo Reisende(r) einen Camper Trip zu machen?

Generell ja. Ich würde dann allerdings empfehlen die Etappen nicht zu lange zu planen, da man diese ja auch allein fahren muss. Vielleicht ist es auch eine gute Idee, sich die erste Nacht nicht gleich irgendwo allein hinzustellen, sondern auf einem Campingplatz sich mit allem vertraut zu machen und sich an die Situation zu gewöhnen. Ich bin sicher das es viel Freude bringen kann, allein unterwegs zu sein, denn dies ist der ultimative Ausdruck von Freiheit für mich. Wenn man also Lust hat solch einen Solo Trip zu machen, wüsste ich nicht, was dagegenspricht.

Blick ins Innere des Campeo Camper Vans

Zu guter Letzt noch ein Blick in unseren liebgewonnen Camper-Van. Der Campeo ist in jeglicher Hinsicht durchdacht. Besonders gut gefallen hat mir der großzügige Stauraum und die Moskitonetze, die man vor jedes Fenster ziehen oder schieben kann. Das Bett ist äußerst gemütlich und erinnert an eine kleine Koje und auch die Kochnische ist mehr als ausreichend. Kurz um, mich hat das Design und die Ausstattung sehr überzeugt.

Noch mehr schöne Einblicke in den Campeo, findest du bei Katharina auf dem Blog [Link]. Sie hat über die Vorzüge des Glampings geschrieben. Außerdem gibt sie hier… [Link] Tipps, was man beim Campen alles beachten sollte.

Die Innenaustattung des Campeo Camper Vans von Bürstner
Die Innenaustattung des Campeo Camper Vans von Bürstner

An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Bürstner, für diese tolle Kooperation und natürlich auch an meine liebe Mitreisende Katharina. Es war eine wunderbare Zeit!

4 Kommentare
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Gast
10 Monate zuvor

Das war einfach so eine wunderschöne, die wir da unternommen haben. Ich denke so gern daran zurück:). Lg

Gast
2 Monate zuvor

Was für ein Traum! Wir wollten dieses Jahr einen Camper mieten und durch die Schweiz, Südtirol und Österreich reisen. Leider war es praktisch unmöglich, einen zu bekommen. Die paar wenigen, die verfügbar waren, waren “unbezahlbar”. Wahrscheinlich sind dieses und letztes Jahr viele Leute coronabedingt mit einem Camper unterwegs.