Alle Artikel von Lynn

Wein, Kulinarik und historische Gebäude – Aktivitäten rund um die Terrassenmosel

Blick auf die Moselschleife vom Calmont Klettersteig in der Terrassenmosel

Warum in die ferne Schweifen, wenn das Gute so nah liegen kann? Nur wenige Stunden haben gereicht, um mich in die Unter- oder Terrassenmosel zu verlieben. Von unserem Standort, dem Burghof Hagen in Zell, haben wir eine Woche lang die wunderbare Gegend erkundet. In diesem Beitrag möchte ich dich mitnehmen zu meinen liebsten Wanderungen inklusive schönstem Aussichtspunkt auf die Moselschleife, leckeren Restaurants und der vielleicht gemütlichsten Unterkunft an der Mosel.

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Ombura! Ombura! – Regen für Namibia

Hand die das Buch Ombura Ombura von Anna Mandus hält

Ombura! Ombura! – Regen für Namibia
Anna Mandus

Werbung, da Rezensionsexemplar

Doch die Namib entzieht sich solch plumpen Vergleichen. In aller Stille hat sie sich ihr Abendgewand übergezogen und schimmert nun in sanften Tönen von Braun, Lila und Orange, während die letzten Sonnenstrahlen lange Schatten malen. Die Wüste hält den Atem an, denkt Lotte. Und ich auch. Ich halte auch den Atem an.

Ombura! Ombura!, Seite 133

Darum gehts in Ombura! Ombura!

Es ist doch zum Haare raufen. Charlotte, Lotte von ihren Freund*innen genannt, möchte mit ihren Social Tours etwas Neues probieren und dann geht alles schief. Seit Jahren führt sie mit ihrem Partner Rainbow Tours und hat über ihre Gruppenreisen auch Rina mit dem namibischen Guide Wolf zusammengebracht. Nun will sie mit ihrem neuen Angebot Reisenden nicht nur die Schönheit Namibia näher bringen sondern sie auch für die Herausforderungen in dem Land sensibilisieren und so einen Beitrag dazu leisten, dass es den Ärmsten besser geht. Die scheinen allerdings nicht wirklich auf diese Idee gewartet zu haben.

Als Lotte sich mit Wolf auf den Weg macht, um verschiedene Projekte zu besuchen, scheint sie vom Pech verfolgt. Entweder kommen die Einrichtungen gut alleine zu recht oder sind nicht zu besuchen. Und dann regnet es auch noch überall, wo Lotte hinkommt. Das trockene Land kann das kühle Nass gut gebrauchen, dass Lotte dafür verantwortlich gemacht wird, ist ihr allerdings unangenehm.

Als Wolf dann auch noch auf Grund eines tragischen Unfalls schnellstmöglich zurück nach Windhoek muss und Lotte auf Auszeit mitten in der Namib mit dem schweigsamen Fred allein zurückbleibt, scheint das Chaos perfekt. Zum Glück weiß Namibia eh und je durch seine wilde Schönheit zu begeistern und zu beruhigen.

Mit „Ombura! Ombura! Regen für Namibia“ bringt Anna Mandus den zweiten Band der Romantriologie um Rina, Wolf und ihre Abenteuer in Namibia heraus. Nach „Oppikoppi“ (hier gehts zur Rezension) ist dies die gelungene Fortsetzung, die viele von uns schon lange erwartet haben. Genauso wie der erste Roman und „Licht und Schatten in Namibia I & II“ lässt sich der Roman wunderbar lesen. Alles was es dafür braucht ist ein ruhiger Nachmittag, eine Tasse Tee und eine gemütliche Couch. Schon reist man gedanklich mit Anna Mandus nach Namibia.

„Ombura! Ombura! Regen für Namibia“ ist wieder genau die richtige Mischung aus Unterhaltungsliteratur und spannender Einblick in das Leben in dem südafrikanischen Land. Gemeinsam mit Lotte erfahren wir mehr über Land und Leute und blicken auf die zum Teil harte Lebensrealität der Einheimischen, die Besucher*innen oftmals verborgen bleibt. Gleichzeitig zeigt der Roman, dass gut gemeint nicht immer gut gemacht bedeutet und Hinterfragt die „Entwicklungshilfe-Mentalität“, die oftmals nicht hilfreich ist. Denn am Ende zählt die Ermächtigung und Befähigung der Menschen und keine Almosen.

Ich kann „Ombura! Ombura! Regen für Namibia“ nur jedem ans Herz legen, der die bisherigen Bücher von Anna Mandus geschätzt hat, Namibia liebt oder eine Reise dorthin plant. Auch wenn das Buch der zweite Band einer Trilogie ist, kann man ihn notfalls auch ohne den ersten Band zu kennen, lesen. Schöner ist es aber natürlich als Fortsetzung. Also macht es euch bequem und träumt euch gemeinsam mit den liebenswürdigen Charakteren ins Sehnsuchtsland Namibia.

OMBURA! OMBURA!

Ombura! Ombura! – Regen für Namibia
Anna Mandus
Flexcover mit Klappen
291 Seiten | ISBN: 978-3-946205-36-4
16,99€ [D] über Amazon (Affiliate Link)


Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dafür erstmal ein herzliches Dankeschön. Wie immer gilt aber, das Geschriebene spiegelt meine eigene Meinung wieder. Sollte mir etwas nicht gefallen, sage ich das auch. Ansonsten suche ich mir selber aus, welches Buch ich rezensieren möchte. Das heißt du wirst auf Lieschenradieschen nur authentische Leseberichte finden, die meinen eigenen Interessen entsprechen.

Der Schattenkönig – die vergessenen Frauen des äthiopischen Kriegs

Cover des Buches Der Schattenkönig von Maaza Mengiste

Der Schattenkönig – Maaza Mengiste

Werbung, da Rezensionsexemplar

Und sie weiß, dass dieses Mädchen und sie nach dieser Nacht nie wieder über ihre gemeinsame dumme Hoffnung sprechen und sich dafür schämen werden, weil diese Hoffnung nun bis zur Unkenntlichkeit zerschlagen in der Mitte einer verlorenen Straße liegt. Und sie weiß auch, diese Niederlage wird sie und Aster aneinander binden in einem Pakt, der so stark ist, dass kein Mann ihn je wird brechen können.

Der Schattenkönig, Seite 129
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Istriens kulinarische Highlights

Blick auf die Altstadt von Motovun in Istrien, eingerahmt von einem Weinberg

Golden schimmert das Licht der Nachmittagssonne durch die Obstbäume des Weinguts. Irgendwo scharren Hühner, während wir uns der süßen Schläfrigkeit hingeben, die solche Nachmittage im Urlaub mit sich bringen. Es sind unsere ersten Tage in Kroatien und wir sind noch dabei Istriens kulinarische Highlights zu erkunden. Was wir da noch nicht wissen ist, dass unsere Geschmacksknospen die kommenden Tage mit allerhand neuen und überraschenden Geschmäckern beschäftigt sind. Dazu gehört der leichte Istrische Malvasier, mit dem wir gerade Bekanntschaften machen, deftiger Trüffel und würziger Käse.

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Die erste Reise mit dem Camper – eine Liebeserklärung

Die erste Reise mit dem Camper führt uns auf einen Parkplatz bei Venedig

[Werbung] Immer wieder tauchen in meinem Kopf Bilder von meiner ersten Reise mit dem Camper auf. Das Fahrgefühl, die vielen unterschiedlichen Orte an die wir gekommen und sind und die Menschen, die wir getroffen haben, all das kumuliert sich in meiner Erinnerung zu einer perfekten Reisen. Nach wie vor lösen die Erinnerungen ein wohliges Gefühl in mir aus, auch wenn die Reise zum Erscheinen dieses Beitrags bereits über ein Jahr zurückliegt. Aber was macht das Reisen mit dem Camper so einmalig? Hier kommt ein Lösungsversuch, um dieses einmalige Gefühl zu beschreiben und vielleicht auch andere zu begeistern.

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Verzweiflungstaten – Megan Nolans Roman über eine toxische Beziehung

Hand, die das Buch Verzweiflungstaten von Megan Nolan hält

Verzweiflungstaten – Megan Nolan

Werbung, da Rezensionsexemplar

Indem ich diese Frauen auf der Straße sammelte, sie innerlich abheftete, versuchte ich mich, so gut es ging, selbst zu schützen. Ich versuchte, ein Register jeder potenziellen Bedrohung in unserem Umfeld zu erstellen, um mich besser wappnen zu können. Aber mein Geist hatte sich in seinem aufgelöst, so dass das Verlangen, mit dem ich sie musterte, träge uns selbstsicher war wie seins, und mein Geist sich ihnen genauso drängend und bohrend nährte, wie ich mir das männliche Stoßen beim penetrativen Sex vorstelle.

Verzweiflungstaten, Seite 141

Darum gehts in Verzweiflungstaten

In einer Galerie in Dublin, Irland, trifft die Ich-Erzählerin in „Verzweiflungstaten“ den schönen Ciaran und verliebt sich unsterblich in ihn. Die beiden kommen zusammen, teilen ihr Leben miteinander und trennen sich genauso schnell wieder. Ihre Beziehung ist geprägt durch eine Schnelllebigkeit, starke Emotionen und Gewalt. Denn obwohl die junge Protagonistin es sich zunächst nicht eingestehen will, Ciaran ist das, was man toxisch nennt. Immer mehr zieht sich die Ich-Erzählerin von „Verzweiflungstaten“ zurück, kämpft mit Selbstzweifel, Weiblichkeit und Eifersucht. Als die Beziehung der Beiden zerbricht, gibt sie sich einer aufrichtigen Selbstbeobachtung hin und lässt uns Leser*innen daran teilhaben.

Megan Nolans Debütroman „Verzweiflungstaten“ entfaltet zweifelsohne einen gewissen Sog, der mich das Buch hat an einem Wochenende lesen lassen. Sie schreibt offen und ehrlich und ich kann mir gut vorstellen, dass viele junge Menschen sich in die Situation der Ich-Erzählerin reinversetzen können. Mich hat „Verzweiflungstaten“ allerdings nur bedingt abgeholt. Ich fand den Roman sehr unterhaltsam und kann ihn trotzdem weiterempfehlen, dennoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Dies mag zum Einen daran liegen, dass ich seit langer Zeit in einer stabilen Partnerschaft bin und es mir schwer fällt, das Verhalten der Protagonistin nachzuvollziehen. Zum Anderen kann es auch daran liegen, dass der Roman im Vorfeld sehr gehyped worden ist und an die daraus resultierenden Erwartungen anzuknüpfen ist schwer.

Dennoch gibt es immer wieder Aspekte an „Verzweiflungstaten“, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Da ist zum Beispiel der Punkt, dass ein junger Mensch so viel für eine Beziehung opfert und sich dabei selbst aus den Augen verliert. So oder so ähnlich passiert uns das sicherlich immer wieder, sei es auf der Arbeit, in Freundschaften, mit der Familie oder in Beziehungen. Somit ist „Verzweiflungstaten“ ein schönes Leerstück dafür, dass Liebe und Anerkennung wichtig sind, aber nicht um jeden Preis. Viel wichtiger ist es doch, mit sich selbst im Reinen zu sein.

„Verzweiflungstaten“ ist auch ein Roman über Heilung. Im Rückblick spricht die Ich-Erzählerin über ihre Beziehung zu Ciaran und der Weg zurück zu sich selbst. Dieser Rückblick und die damit verbundene Selbstreflektion geben Hoffnung und regen an, über die eigenen Beziehungsgeflechte nachzudenken.

Alles in allem ist „Verzweiflungstaten“ ein gelungener Debütroman, der von Megan Nolan sprachlich hervorragend gestaltet worden ist. Ich denke am Ende kommt es, wie so oft, auf die eigene Lebenssituation an, wie man den Roman auffasst und wo er einen abholt. Auch wenn ich mich nicht immer in der Erzählung wiedergefunden habe, waren es doch keine vergeudeten Lebensstunden, sondern ich habe diesen interessanten Einblick in eine mir fremde Welt sehr genossen. Deshalb kann ich den Roman trotz kleiner Kritikpunkte weiterempfehlen.

VERZWEIFLUNGSTATEN

Verzweiflungstaten
Megan Nolan
Übersetzung durch Lisa Kögeböhn
Hardcover
304 Seiten | ISBN: 978-3351050948
20€ [D] über Amazon (Affiliate Link)


Disclaimer: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dafür erstmal ein herzliches Dankeschön. Wie immer gilt aber, das Geschriebene spiegelt meine eigene Meinung wieder. Sollte mir etwas nicht gefallen, sage ich das auch. Ansonsten suche ich mir selber aus, welches Buch ich rezensieren möchte. Das heißt du wirst auf Lieschenradieschen nur authentische Leseberichte finden, die meinen eigenen Interessen entsprechen.